L
*Lars1987*
Gast
Hallo ihr *wink*,
ich bin sehr froh, dass ich dieses Forum gefunden haben und möchte mir mal etwas von der Seele schreiben.
Zunächst weiß ich gar nicht, ob das worum es bei mir geht, überhaupt „bedenklich“ ist.
Ich fange mal an:
Bin 27 Jahre alt, M, und hatte meine erste Beziehung ab Frühling 2013 bis ca. Sommer 2014.
Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass ich Ho.s.uell bin.
Bevor ich meinen Ex kennen gelernt habe, habe ich diverse Erfahrungen mit anderen Männern gemacht, die – aus emotionaler Sicht – ein Reinfall für mich waren. Ich gehöre zu den Menschen,
die an so was immer sehr lange zu knabbern haben und sich nicht nach 6 Tagen wieder
aufrappeln können. Z.B. erinnere ich mich an einen Liebeskummer vor einigen Jahren, für den
ich 3 Monate zur Verarbeitung gebraucht habe.
Jedenfalls war es dann so, dass ich im Frühling 2013 meinen (jetzt-Ex)Freund kennen gelernt habe.
Ich bin damals ziemlich naiv an die Sache ran gegangen – so weit man das sagen kann. Er war 14 Jahre älter als ich und leider habe ich anscheinend übersehen, dass ich für ihn nur eine emotionale Lücke geschlossen habe, da er zu dem Zeitpunkt selbst gerade aus einer sehr langen Beziehung kam. Aber es kam wie es kam. Was stimmte war, dass er sich wirklich in mich verliebte.
Nach ca. einem halben Jahr sagte er mir, dass er mich nicht mehr liebt.
Für mich war das die Hölle und ich habe es nicht begriffen (und kann es heute noch nicht vollständig) wie ein Mensch, der einen angeblich immer so geliebt hat, plötzlich umschwenkt und
keine Liebe mehr verspürt.
Ich weiß nicht, wie ich es zusammenfassen soll, aber ich kann sagen, dass es die schlimmste Erfahrung meines Lebens war und ich nicht mal sicher bin, ob ich das jemals verarbeiten werde. Denn wenn ich genauer hinschaue,
muss ich mich fragen, wie man denn auch jemals verarbeiten soll, dass in so einer Weise mit jemandem umgegangen wurde.
*Er* wurde zu einem – für mich – kalten Menschen, den ich nicht mehr
wieder erkannt habe. Aber wie ich hier im Forum gelesen habe, ist das wohl nicht so überraschend,
da ja viele von so einer plötzlichen Veränderung beim Ex-Partner berichten.
Mir wurde vor einigen Jahren klar, dass es bei Trennungen 2 verschiedene Arten von Menschen gibt.
Die erste ist die, die nach einer Trennung unbedingt mit dem Ex weiter befreundet bleiben will,
weil sie ihn als Menschen noch gerne haben.
Die zweite ist die, die sich keinen weiteren Kontakt mehr mit dem Ex vorstellen können und alle
Zelte abbrechen.
Ich war immer der Meinung – obwohl ich da noch keine Beziehung hatte -, dass ich zu Kategorie 1
gehöre.
Heute weiß ich, dass Zweiteres der Fall ist.
Für mich war/ist es immer sehr schlimm, wenn wichtige Menschen aus meinem Leben scheiden.
Niemals hätte ich gedacht, dass ich meinen Ex-Freund mal nie wieder sehen würde. Ich meine,
er war mir so nah, und jetzt plötzlich ist er weg...Das war zwar auf meinen Wunsch hin, aber etwas
von dem ich immer noch nicht weiß, was ich darüber denken soll. Aber ich kann es nicht rückgängig machen und mir diese Blöße geben, auch wenn er mir weiterhin - trotz meiner extremen Wut auf ihn - wichtig ist (innerlich).
Ich habe ihm gesagt, dass es mir nicht möglich ist seine Freundschaft anzunehmen. Nicht unter diesen
Umständen und auch nicht später, wenn ich meine Gefühle neu sortiert habe. Denn er hat mich verletzt und auch wenn seine Gefühle so sind wie sie sind und er sicherlich berechtigterweise sagt, dass niemand etwas dafür kann, nützt dies ja niemandem etwas.
Es ist jetzt echt schon eine lange Zeit vergangen seit August 2014. Ich habe mich weiter entwickelt,
habe verschiedene Sachen neu entdeckt, aber trotzdem beeinflusst mich mein Ex unterschwellig wieder.
Heute Nacht habe ich von ihm geträumt...ich bin ihm auf einem Weg, in der Nähe von dem Ort wo
ich aufgewachsen bin, gefolgt. Er ging einfach vor mir und ich bin ihm den langen Weg hinter her
gelaufen. Bis er stehen blieb. Aber ich blieb nicht stehen und ging weiter. Das war ein ziemlich
seltsames Gefühl in meinem Traum...
Ich weiß nicht, ob ich ihn noch liebe.
Für mich steht nur fest, dass ich es einfach nicht vergessen kann, was passiert ist.
Vielleicht fehlt mir da irgendwas, was bei anderen Menschen vorhanden ist, nur bei mir nicht?
Ich verspüre auch keinerlei Lust mehr andere Männer zu treffen. Nicht mal mehr für S*ex. Ich habe zwar
in diesem Jahr 2015 drei Männer getroffen, aber habe gemerkt, dass es mir in keinster Weise wichtig ist und mir nichts fehlt.
Ich bin froh, dass ich alleine bin und kann mir auch keine weitere
Beziehung mehr vorstellen, da ich die Ansicht angenommen habe, dass es einen Menschen nicht weiter bringt. Der Gedanke ist mir lästig und ich muss sagen, dass ich mich wirklich
von dem Menschen unterscheide, der ich noch vor 2 Jahren war. Ich wollte damals unbedingt eine
Beziehung mit jemanden. Jetzt sind all diese Dinge nicht mehr für mich wichtig. Ich habe kein
Bedürfnis mehr danach, nicht mal mehr nach körperlicher Nähe. All das ist verschwunden. Und ich habe sogar eine
Abneigung dagegen entwickelt.
Ich weiß nicht, ob das ein Dauerzustand ist, aber er herrscht jetzt schon seit Anfang des Jahres.
Geht es noch jemandem, dem es so geht?
Vielen Dank, dass ich das hier niederschreiben durfte!
Lars
ich bin sehr froh, dass ich dieses Forum gefunden haben und möchte mir mal etwas von der Seele schreiben.
Zunächst weiß ich gar nicht, ob das worum es bei mir geht, überhaupt „bedenklich“ ist.
Ich fange mal an:
Bin 27 Jahre alt, M, und hatte meine erste Beziehung ab Frühling 2013 bis ca. Sommer 2014.
Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass ich Ho.s.uell bin.
Bevor ich meinen Ex kennen gelernt habe, habe ich diverse Erfahrungen mit anderen Männern gemacht, die – aus emotionaler Sicht – ein Reinfall für mich waren. Ich gehöre zu den Menschen,
die an so was immer sehr lange zu knabbern haben und sich nicht nach 6 Tagen wieder
aufrappeln können. Z.B. erinnere ich mich an einen Liebeskummer vor einigen Jahren, für den
ich 3 Monate zur Verarbeitung gebraucht habe.
Jedenfalls war es dann so, dass ich im Frühling 2013 meinen (jetzt-Ex)Freund kennen gelernt habe.
Ich bin damals ziemlich naiv an die Sache ran gegangen – so weit man das sagen kann. Er war 14 Jahre älter als ich und leider habe ich anscheinend übersehen, dass ich für ihn nur eine emotionale Lücke geschlossen habe, da er zu dem Zeitpunkt selbst gerade aus einer sehr langen Beziehung kam. Aber es kam wie es kam. Was stimmte war, dass er sich wirklich in mich verliebte.
Nach ca. einem halben Jahr sagte er mir, dass er mich nicht mehr liebt.
Für mich war das die Hölle und ich habe es nicht begriffen (und kann es heute noch nicht vollständig) wie ein Mensch, der einen angeblich immer so geliebt hat, plötzlich umschwenkt und
keine Liebe mehr verspürt.
Ich weiß nicht, wie ich es zusammenfassen soll, aber ich kann sagen, dass es die schlimmste Erfahrung meines Lebens war und ich nicht mal sicher bin, ob ich das jemals verarbeiten werde. Denn wenn ich genauer hinschaue,
muss ich mich fragen, wie man denn auch jemals verarbeiten soll, dass in so einer Weise mit jemandem umgegangen wurde.
*Er* wurde zu einem – für mich – kalten Menschen, den ich nicht mehr
wieder erkannt habe. Aber wie ich hier im Forum gelesen habe, ist das wohl nicht so überraschend,
da ja viele von so einer plötzlichen Veränderung beim Ex-Partner berichten.
Mir wurde vor einigen Jahren klar, dass es bei Trennungen 2 verschiedene Arten von Menschen gibt.
Die erste ist die, die nach einer Trennung unbedingt mit dem Ex weiter befreundet bleiben will,
weil sie ihn als Menschen noch gerne haben.
Die zweite ist die, die sich keinen weiteren Kontakt mehr mit dem Ex vorstellen können und alle
Zelte abbrechen.
Ich war immer der Meinung – obwohl ich da noch keine Beziehung hatte -, dass ich zu Kategorie 1
gehöre.
Heute weiß ich, dass Zweiteres der Fall ist.
Für mich war/ist es immer sehr schlimm, wenn wichtige Menschen aus meinem Leben scheiden.
Niemals hätte ich gedacht, dass ich meinen Ex-Freund mal nie wieder sehen würde. Ich meine,
er war mir so nah, und jetzt plötzlich ist er weg...Das war zwar auf meinen Wunsch hin, aber etwas
von dem ich immer noch nicht weiß, was ich darüber denken soll. Aber ich kann es nicht rückgängig machen und mir diese Blöße geben, auch wenn er mir weiterhin - trotz meiner extremen Wut auf ihn - wichtig ist (innerlich).
Ich habe ihm gesagt, dass es mir nicht möglich ist seine Freundschaft anzunehmen. Nicht unter diesen
Umständen und auch nicht später, wenn ich meine Gefühle neu sortiert habe. Denn er hat mich verletzt und auch wenn seine Gefühle so sind wie sie sind und er sicherlich berechtigterweise sagt, dass niemand etwas dafür kann, nützt dies ja niemandem etwas.
Es ist jetzt echt schon eine lange Zeit vergangen seit August 2014. Ich habe mich weiter entwickelt,
habe verschiedene Sachen neu entdeckt, aber trotzdem beeinflusst mich mein Ex unterschwellig wieder.
Heute Nacht habe ich von ihm geträumt...ich bin ihm auf einem Weg, in der Nähe von dem Ort wo
ich aufgewachsen bin, gefolgt. Er ging einfach vor mir und ich bin ihm den langen Weg hinter her
gelaufen. Bis er stehen blieb. Aber ich blieb nicht stehen und ging weiter. Das war ein ziemlich
seltsames Gefühl in meinem Traum...
Ich weiß nicht, ob ich ihn noch liebe.
Für mich steht nur fest, dass ich es einfach nicht vergessen kann, was passiert ist.
Vielleicht fehlt mir da irgendwas, was bei anderen Menschen vorhanden ist, nur bei mir nicht?
Ich verspüre auch keinerlei Lust mehr andere Männer zu treffen. Nicht mal mehr für S*ex. Ich habe zwar
in diesem Jahr 2015 drei Männer getroffen, aber habe gemerkt, dass es mir in keinster Weise wichtig ist und mir nichts fehlt.
Ich bin froh, dass ich alleine bin und kann mir auch keine weitere
Beziehung mehr vorstellen, da ich die Ansicht angenommen habe, dass es einen Menschen nicht weiter bringt. Der Gedanke ist mir lästig und ich muss sagen, dass ich mich wirklich
von dem Menschen unterscheide, der ich noch vor 2 Jahren war. Ich wollte damals unbedingt eine
Beziehung mit jemanden. Jetzt sind all diese Dinge nicht mehr für mich wichtig. Ich habe kein
Bedürfnis mehr danach, nicht mal mehr nach körperlicher Nähe. All das ist verschwunden. Und ich habe sogar eine
Abneigung dagegen entwickelt.
Ich weiß nicht, ob das ein Dauerzustand ist, aber er herrscht jetzt schon seit Anfang des Jahres.
Geht es noch jemandem, dem es so geht?
Vielen Dank, dass ich das hier niederschreiben durfte!
Lars