Zitat von Lilou:Ich hätte zum Beispiel auch bei hr.H. viel früher sagen müssen:" entweder Du respektierst, dass mir dies und das wichtig ist, sonst müssen wir unsere Bekanntschaft beenden".
Guten Morgen Bonnie,
ich denke, so eine Ansage könnte anfänglich schon bißchen zu bestimmt rüberkommen. Abschreckend wirken!
Nein, ich denke in diesem Fall nicht. Am Anfang habe ich es auch gemacht und da hat es auch geklappt, bis diese Verstrickungen kamen.
Ihr müßt Euche die Situation so vorstellen....Zeitpunkte der Treffen wurden immer im allerletzten Moment genannt.
Beispiel erster Spaziergang...es war klar am Wochenende, nur der Tag nicht. Freitags hat es mich dann genervt, da ich ja nicht mein gesamtes Wochenende auf ein potentielles Date ausrichten wollte und fragte nach, wiederum keine Antwort. Nachmittag hatte ich dann etwas mit einem Kollegen für Sonntags ausgemacht. Ich habe es Ihm daraufhin geschrieben, ich hätte jetzt etwas ausgemacht. Dann kam die beleidigte Antwort. Ich Bachel habe dann den Termin Sonntags mit meinem Kollegen abgesagt um dieses (zweite) treffen zu ermöglchen, nachdem Er meinte es wäre doch alles klar gewesen und nur darum gegangen ob Samstags und Sonntags aber Sonntags wäre klar.
Ich hatte damals die Welt nicht mehr verstanden und an mir gezweifelt. Auf die gleiche Art und Weise ging es dann auch die folgende Treffen weiter. Terminansagen wirklich immer erst ganz kurz vorher und irgendwie habe ich dieses Spiel dann mitgemacht.
Ihr müßt aber wissen, dass wir dennoch tgl. sehr intensiven Kontakt hatten. Ich habe mich noch nie an einem Mann so gerieben (außer an meinem Vater

). Er hat das Ganze auch mitgemacht, stunden- und tagelang.
Das ist wohl auch so eine Verbindung, mein Vater-den ich als Kind eigentlich eher zornig und nie anwesend erlebt habe. Irgendwann war Er dann mein Verbündeter gegen meine Mutter, zwei Schwache quasi und ich habe begonnen Ihn zu idealisieren (da wohnte ich nicht mehr zuhause, war also kein Problem für mich). Wirklich aussöhnen konnte ich mich mit Ihm nie, weil Er dann früh starb und wirkliche Nettigkeiten in Form von Nähe und Lob habe ich von Ihm auch damals nie erhalten, nur Solidarität. Die Nähe und fehlendenn Nettigkeiten hatte ich ja auch nie vermisst, weil ich diese irgendwann gar nicht kannte.
Zum Aussöhnen mit meiner Mutter, ich will versuchen ihr eine Chance zu geben, da ich Sie in den letzten Monaten extremst ausgeschlossen hatte, da mich dieses Gejammer, die Bestimmung über mich und die Lügen extrem nervten.
Ich denke Sie hat auch darunter gelitten. Ich werde Sie nicht mehr ändern können, ich muß aber versuchen ob ich mit Ihr klar komme, wenn ich eindeutige Grenzen setze. Vielleicht beginnt Sie dann dies zu akzeptieren, bisher hatte ich es - auch wenn ich immer dachte - doch nie wirklich konsequent gemacht.
Es ist als wenn ich vor einer großen Leere meines bisherigen Lebens dastehe und habe Angst davor die Leere wieder falsch zu füllen.