Bonnielein
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Ich finde es schön wenn Du berichtest, finde mich doch zu einem großen Teil in Dir wieder.
Ich finde auch diesen Austausch in diesem Thread wunderbar, wie ein Tagebuch meiner persönlichen Entwicklung. Wie soll ich mich denn sonst auseinandersetzen mit meinen persönlichen Hin und Hers.
Wir sollten uns wirklich einmal treffen.
Ich habe heute auch Urlaub genommen, da ich festgestellt habe, dass ich aus dem Hamsterrad mal wieder raus muss.
Die Arbeit war in den letzten Tagen auch recht nervig und mein pubertierendes Töchterlein hat zusätzlich ihren Beitrag geleistet.
Ich finde für mich, es ist einmal wieder Zeit mich zu "Erden", vermutlich habe ich das noch nie wirklich getan. Ich war/bin viel zu sehr getrieben von der existentiellen Anerkennung von Außen. Bekomme ich die Anerkennung nicht oder nehme Sie gar nicht mehr wahr, weil mein Masstab ins Außerirdische gestiegen ist, so falle ich in das Loch der Selbstzweifel.
Dieser Wunsch nach Anerkennung kann bei mir wohl sogar so weit gehen, dass ich versuche unerreichbare Männer zu bekommen, obwohl Sie eigentlich gar nicht dem entsprechen was ich mir wünsche. Diese Eigenschaft Dichte ich dann der Person eben zu, im Zweifelsfall indem ich alle meine Energie darauf verwende sein Verhalten psychologisch erklärbar zu machen.
Lilou, BG, Effi.. Wir wurden aber als Frauen von unserer Familie/Umwelt so erzogen empathisch zu sein, sich immer zu überlegen was der Andere empfindet, Harmonie durch zurücksetzen der eigenen Bedürfnisse zu erzeugen, nur damit wir uns selber verloren haben und unser eigenes Verhalten ständig anzweifeln und Schuldgefühle empfinden.
Lilou, erinnerst Du Dich noch? In dem Thread " Eigenbild und Fremdbild" haben wir Beide doch den Wunsch geäußert nette und liebe Frauen zu sein und meinen nie als Solche wahrgenommen zu werden.
Wir wollen uns anpassen, haben es wohl auch schon zu Genüge getan und zu Genüge uns selber zurückgesetzt und sind so leicht mit unserem eigenen Anspruch an uns von Anderen erpressbar?
Jedesmal wenn ich meine Grenzen einmal kund getan habe oder wütend war, habe ich vom Gegenüber den Spiegel vorgesetzt bekommen und mich anschließend wieder schlecht und schuldig gefühlt und daher wieder zurückgesteckt.
Letztendlich ein sehr ambivalentes Verhalten meinerseits und letztendlich führte es immer wieder dazu, dass ich mich zurückgezogen habe und immer misstrauischer wurde und mich letztendlich in meinen Wünschen ignoriert fühlte.
Klare Grenzen setzen bedeutend aber auch Mut zur Entscheidung und zwar auch von unliebsamen Entscheidungen, denn auch ich muss die Entscheidung des Anderen akzeptieren.
Jetzt beginnen die Verlustängste, meine Angst nicht geliebt zu werden, wenn ich eindeutige Grenzen setze.
Für mich noch ein sehr länger Weg, der darin enden muss, dass ich mich selber mag und vor Allem mir und meinen Entscheidungen vertraue.
Ich wünsche mir, dass dieser Thread der Selbsterkenntnis mich noch lange begleitet.