Jans_Kiosk
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über einen Verein habe ich bei einem Sommerfest eine Frau kennengelernt. Ich kannte sie vom Sehen her schon länger, wusste aber nicht, wie ich mit ihr mal ins Gespräch kommen soll. Es fand sich eine gute Gelegenheit. Ich fand sie sehr hübsch und hatte auch das Gefühl, dass sie an mir nicht uninteressiert sei. Wir tauschten Nummern und ich hätte mich gern mit ihr getroffen.
Irgendwie holperte es dann aber, ich hatte so ein bisschen das Gefühl, sie hat irgendwie nie Zeit. Ich meine, ich habe auch viel zu tun und immer was vor, aber wenn ich jemanden kennenlernen möchte, kann ich auch mal etwas streichen oder verschieben.
Die ersten Dates waren irgendwie komisch, ich hatte das Gefühl, sie will kein klassisches Date mit Kaffee trinken oder spazieren. Wir waren dann Kanu fahren und ich fand das reichlich unkommunikativ, weil wir mehr konzentriert waren mit der Sache als miteinander.
Sie schrieb zu dem Zeitpunkt enorm viel, besonders unter der Woche, machte aber irgendwie in Nebensätzen immer klar, dass sie nicht sofort antworten könne und wenig Zeit habe und sich schnell eingeengt fühle, ihr Ex Freund habe sie ständig sehen wollen, was auch ein Problem war. Also dachte ich mir, lass das langsam angehen, sonst ist sie wieder weg.
Dann war irgendwie wieder Funkstille, weil sie nie Zeit hatte. Das nächste Treffen war dann erst nach 2 Wochen Pause wieder, ich fand es fast zu lang, weil man sich einfach verliert. Wir sahen uns dann zum ersten Mal wieder und konnten mal etwas mit einander sprechen. Ich habe schon gespürt, dass sie mir nahe ist und wir hielten uns auch mal kurz an der Hand. Allerdings war sie wieder so kurz angebunden, musste abends noch auf eine Feier.
Irgendwie war ich schon fast etwas genervt, weil ich das Gefühl hatte, ich laufe halt so nebenbei.
Was mir auch auffiel war, dass sie nahezu nie Samstags konnte, also an dem Tag, wo man sich mal treffen kann. Anfangs war ich noch so dumm und habe mir oft extra nichts vorgenommen, natürlich habe ich recht schnell kapiert, dass sie mich jetzt nicht gerade an oberer Priorität ansiedelt.
Ich glaube sie merkte schon, dass ich darauf nicht so recht Lust habe. Als ich dann irgendwann schrieb "du wir müssen uns auch nicht treffen, wenn das für dich zu stressig ist", kamen dann Terminvorschläge, die sie später wieder zurück zog. Das ärgerte mich massiv, da ich mich wirklich gefreut hatte.
Was mir auffiel war einerseits total liebevolle Nachrichten, auch sehr viel Schreiberei unter der Woche, dann hörte ich wieder tagelang garnichts und insbesondere immer an den Wochenenden war sie nie zuhause und schrieb mir auch nie zurück.
Anfangs dachte ich, gut - Haushalt usw. Irgendwann wurde ich mehr und mehr misstrauisch.
Heute bin ich an dem Punkt, wir kennen uns jetzt drei Monate, ob ich das ganze wortlos beende oder ob ich zu ungeduldig bin.
Da mir die Erfahrung in Dates fehlt und da ich relativ wenige Dates bekomme, bin ich eigentlich jemand der dran bleibt, aber das kann auch nach hinten los gehen und dazu führen, dass ich mich in etwas verrenne.
Im letzten Fall wurde ich nach wenigen Wochen schon gefriednzoned und bin der Frau trotzdem noch wochenlang weiter nachgelaufen, bis ich kapiert habe, das wird hier nichts.
Gibt es da Erfahrungswerte, insbesondere bei Personen, die sich schnell eingeengt fühlen?