Zitat von So-isses:Aber du sitzt auf der Straße, ich in meiner Wohnung. Denn, wovon willst die Miete zahlen?
Erstens würd bei einer echten Krise kaum einer mehr zahlen können, also was bringt es den Vermietern, alle auf die Straße zu setzen. Und wenn ja nicht vom einem Tag zum anderen. Da mach ich mir keine Sorgen. Wäre ich in D mit euren Mietgesetzen, wär’s fraglich, ob mich der überhaupt je wieder los wird, selbst wenn ich nicht zahle. Ihr habt ja schon einen extrem krassen Mieterschutz. Zudem hab ich auch schon lang keine deutschen Aktien mehr, nicht mal europäische. Weil eben die Musik mittlerweile wo anders spielt.
Ich besitze aber Anteile an den größten Unternehmen der Welt, zwar natürlich nur wuzikleine, aber die gehören mir ja. Und die kann ich jederzeit verkaufen und mir die Kohle überweisen, auch auf ein Auslandskonto in einer anderen Währung, falls der Euro endgültig kracht. Aktien sind ja ebenso Sachwerte, nur deutlich schneller veräußerbar. Das macht mich zur Mitbesitzerin von Microsoft & Co. Und daran ändert sich ja nichts, egal, wie hier die Lage ist.
Innerhalb von einem Tag hätt ich die Kohle, die ich bräuchte, und gut ist. Und ja, zumindest vorübergehend ginge sich damit auch das Hilton aus. Aber wozu. Zumal man schon davon ausgehen kann, dass mir jemand sein Sofa ausborgt. Also kann ich auf die wirtschaftliche Lage hier relativ entspannt blicken. Nicht weil ich ausgesorgt hätte, leider, aber weil ich natürlich total flexibel bin.
Also wenn die Wohnung weg wär, und der Job dann theoretisch auch, der Euro kracht, setz ich mich halt in den Zug, fahr nach Ungarn, lass es mir in Forint auszahlen - und überlege mir von dort aus, wie es weitergeht. Oder mach eine Sauftour durch Brünn.
😅 Kronen hätt ich ja genauso schnell.
Nur was macht einer, wenn die Hütte absäuft. Und er fast sein gesamtes Hab und Gut da reininvestiert hat. Stichwort Ahrtal. Oder es brennt, und die Versicherung zahlt ewig nicht. Da wirds mit dem Hotel halt auch eng. Da geht sich mit Glück noch die Sauftour aus, nur nach Brünn schaffst ders vermutlich schon schwerer.
Und selbst wenn zeitgleich mit Europa die ganze Börse kracht und ich zumindest vorübergehend nicht verkaufen kann, hätt ich ja immer noch meine Silberlinge. Zumindest soviel, dass ich mich im absoluten Ernstfall bewegen und mich zumindest kurzfristig über Wasser halten könnt. Also glaub mir, ich bin zur Hälfte Sudentendeutsche, ich hab sogar an den absoluten Ernstfall mit Enteignung oder Goldverbot gedacht. Wie aber vermutlich jeder, der sich intensiver mit Finanzen beschäftigt.
Gerade deshalb ist mir ja eine Streuung wichtig. Ein Häuschen im Grünen ist natürlich was Feines. Vermutlich werde ich in Wien auch nicht alt. Aber hier geht’s rein um die finanziellen Aspekte.
Die natürlich je nach Lage anders sind. Aber soo ein Klumpenrisiko ist net nix..