Zitat von Lena2: Außerdem sagst du, ich kann nicht die Welt verändern? Ich finde schon. Alle müssten nur mehr helfen und einfach in den Bereichen, in denen sie Ahnung haben, selbstloser werden. Ja, die Welt dreht sich ohne mich, aber eben nicht für alle gleich leichter. So sehe ich das auch, wenn ich mal um Hilfe bitten muss. Das hat jetzt einfach mal kurz mit der Thematik hier nichts zu tun - so eine alte Einstellung hat mein Vater und ich finde das schlimm.
Scusi, das was ich meinte ist unglücklich ausgedrückt. Es geht nicht darum, nicht hilfsbereit zu sein. Hilfsbereitschaft ist eine gute und wichtige Eigenschaft.
Es geht darum zu lernen, daß man nicht Skla ve seiner eigenen Erwartungshaltung an seine eigene hehre Selbstlosigkeit wird.
Ich sehe darin nämlich tatsächlich eine (!), nicht die einzige, Ursache für deine Situation.
Deine Erwartungshaltung ist, allen und überall zu helfen. Dafür kannst du dich nicht genügend abgrenzen.
Oder entschuldigst du deine mangelnde Abgrenzfähigkeit mit deiner grundsätzlichen Hilfsbereitschaft?
Diese Hilfsbereitschaft hat dazu geführt, daß du ihn schwer betrunken nach Hause gebracht hast. Ein Taxi hätte es auch getan.
Diese Vorstellung, du könntest ihn zu etwas bewegen. . .
er hat dich zwei Stunden (!) lang (wenn ich dies richtig erinnere) gestreichelt, obwohl du immer wieder nein gesagt hast. Aufstehen und sich woanders hinlegen, wenn zu müde für nach Hause. Nicht: sich gefallen lassen.
Du hast nicht abgelehnt, als er dich ins Bett einlud? Warum?
Welche deiner nicht geübten Abgrenzungen kam da zu tragen? weil du dies lieber unter wichtige Hilfsbereitschaft verbuchst?
Dies sollen Anregungen für dich sein, deine Situation aus einer anderen Perspektive zu sehen. Danach hast du doch gefragt.
Es wird evtl etwas hart klingen. Ich bekomme es auf dem Smartphone nicht im langen, sanften Text hin.
Ich hoffe aber dennoch, daß du das Prinzip (zuu selbstlose Hilfsbereitschaft) einmal betrachtest, ob dies in DEM Ausmaß wirklich so gesund ist. Ich habe da meine Zweifel, weil ich auch hart, sehr hart lernen muss, daß dies nicht immer gut und richtig ist.
Und ja, es ist gut, Gutes zu tun, damit die Welt ein bißchen besser zu machen. Nur zu denken, daß ohne dich nichts mehr läuft, ist schon heftig. Entweder hast du dadurch eine immense Last und Verantwortung oder du überhöhst deinen Einfluß. Oder von beidem etwas.
bzgl der Auswanderung - hier hatte ich tatsächlich verstanden, sie wollten von D woanders hin. Da machen deine Erklärungen anders Sinn.
Bzgl Finger weg, exakt: mit anderen treffen ist eine Sache. Die verstärkten zweier Gespräche müssen nicht sein.
An vielen Stellen geht es nicht um entweder - oder, wie deine Antwort vermuten lässt, sondern um mehr Augenmaß und differenzierter vorgehen.
btw, auch der Humor, worüber jemand lacht oder Witze macht, verrät die tatsächliche innere Haltung.