Mit der next gemeinsame zukunft

daniela

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hallo,liebe forenmitglieder
lese seit 2 monate fleissig als gast mit und nun möchte ich meine geschichte posten.
zu meiner person: bin 33j.,
seit 12 jahren verheiratet,
2 süsse kinder 7j. und 11j.,

Zur geschichte...
ich dachte immer mein mann und ich führten eine glückliche ehe
nichts deutete darauf hin, das ich mich einmal so täuschen konnte.
...es begang damit, das mein mann immer öfters sms bekam, und das handy nicht mehr für mich zur verfügung stand.
eigentlich war es unser gemeinsames.
das machte mich stutzig und ich fragte ihn nach dem grund...
ob er mir etwas verheimlichen würde...
nie hätte ich diese antwort erwartet.
o.ton:es gibt da etwas, was ich dir schon seit 6 wochen versuch zu sagen....
ich habe mich da in eine andere frau verliebt und komme da nicht mehr raus...
hammerschlagkippum....
ich weiss heute nicht mehr wie ich die nächsten wochen gelebt habe.
ich habe versucht zu kämpfen,zu verzeihen, zu hassen, zu lieben, zu resignieren, zu trauern....eben die ganze pailette.
er gab mir nicht eine einzige chance, nicht die kleinste.
er hat mich einfach abgelegt, vergessen war alles, was wir  geplant hatten, was wir geschaffen hatten.
jetzt zählte nur noch sie.
ich versuchte herauszufinden, wer sie ist...schnüffelte in seinen sachen...
aber es tat nur noch mehr weh.
ich wollte nicht als verliererin dastehen,wollte mich ändern...
das nahm er alles nicht wahr. ich war luft..
die kinder haben das gespürt,der kleine begang ins bett zu machen,die grosse sackte in der schule ab.
das alles kümmerte ihn nicht. ich sollte mich mit den kindern hinsetzen und reden...
dann kam der tag an dem er auszog..
ohne vorwarnung... er packte seine sachen und ging mit den worten...ich melde mich...
nun lebt er bei ihr, seit 2 monaten, planen sogar ein gemeinsames kind und natürlich will er sie dann auch sofort heiraten. was er mir natürlich brühwarm erzählte.
an seinen kindern hat er  kein interesse, denn noch nichteinmal die frage ,wie es ihnen geht,hat er gestellt.
ich liebe diesen mann und es tut weh wenn ich daran denke wie er alles kaputt gemacht hat.
ich weiss nicht wie es weiter gehen soll.
manchmal ertappe ich mich dabei, wie ich volller hoffnung bin, er kommt zu mir zurück.
nächtelang liege ich wach,kann nicht schlafen, zermartere mir das gehirn und frage mich... was habe ich falsch gemacht,was hat die andere, was sie so anziehend macht, dass er von ihr nicht loskommt.
vielleicht sieht er jetzt auch alles nur durch rosarote wolken und merkt im alltag, was er an mir hatte.
ich weiss auch noch nicht wie die kinder das auf die dauer verkraften sollen. ich suche ständig neue ausreden für ihren vater, warum er sie nicht abholt oder sehen kann.
wenn er wirklich bald vater wird, wird es für die kinder wohl noch schwieriger werden.
danke für's lesen... musste das mal loswerden

lg daniela













                       
                       

29.04.2005 09:35 • #1


Ehemaliger User


Hallo Daniela,

ich habe Deine Geschichte zweimal gelesen...
Wenn ich nicht ähnliches selbst mitgemacht hätte, würde ich solche Sachen nicht glauben.... dass es wirklich so Menschen gibt, die "einfach so" eine jahrelange Beziehung (in Eurem Fall auch noch mit Kindern) ohne jegliche Vorwarnung einfach aufs Spiel setzen und "vergessen"... Man fällt in ein tiefes Loch.. und glaubt es gar nicht....

Es ist hart... (meiner Meinung nach war es die schlimmste Zeit meines Lebens.. bei mir ist es jetzt 6 Monate her) mir fallen im Moment kaum tröstende Worte ein...weil ich weiß, dass nichts was man sagt hilft... man muss aufhören sich zu fragen "Warum", denn eins ist sicher...es wird nie eine Antwort geben... und vor allem suche die Schuld nicht bei Dir... Es sind diese Art Männer die sich still und feige aus einer Beziehung schleichen... obwohl man doch soviel zusammen aufgebaut und durchgestanden hat...
Mit Sicherheit kommt auch mit der "Neuen" der Alltag, aber viele scheinen das zu vergessen...

Ich könnte jetzt sagen "die Zeit heilt alle Wunden" und "schau nach vorn" aber ich weiß selbst,dass einem das in dem Moment nicht wirklich hilft... weil da so eine Leere ist, die man glaubt nicht ertragen zu können....

Es erschreckt mich doch immer wieder, wie all unsere Geschichten "sich ähneln" und dass es doch mehr solche Männer gibt als ich dachte... gleichzeitig "beruhigt" es etwas, weil man nicht alleine ist...und durch andere erfährt, dass es irgendwann "vorbei" geht das leiden...

SChlimm finde ich es vorallem, dass er seine Kinder zu vergessen scheint, was sind das für Menschen...???
Ich fang mal kurz ein neues Leben an, mit neuer Frau, neuen Kindern usw... das gibts doch nciht... (oder leider doch..)

Ich wünsch Dir ganz viel Kraft...und schreib ruhig hier im Forum weiter.. das hilft (mir hat es sehr geholfen...)

Ich denk an Dich und fühl Dich gedrückt,
Leila

29.04.2005 09:59 • #2



Mit der next gemeinsame zukunft

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Tigrib


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Liebe Daniela,

es tut mir sehr leid, was Dir passiert ist. Ich kann mich meiner Vorrednerin nur anschliessen: suche bitte nicht die Schuld nur bei Dir. Zwei Menschen die sich lieben, sind auch Beide zu gleichen Teilen für diese Liebe verantwortlich.

Ausserdem finde ich das Wort "Schuld" in diesem Zusammenhang fehl am Platz.

Wenn Du jetzt denkst, dass Du mit einem anderen Verhalten Deinen Mann jetzt noch hättest...damit drehst Du Dich im Kreis. Es macht Dich nur noch trauriger und wütender, weil Du es ja gar nicht weißt.

Ich frage mich, ob es nicht doch Anzeichen für eine "Krise" in Eurer Beziehung gab. Grundsätzlich ist es wohl so, dass meistens diejenigen aus einer Beziehung gehen, die eh schon immer mehr genommen als gegeben haben.

Was die Andere hat, was Du nicht hast, ist auch nicht wichtig. Sie ist nicht schöner, hässlicher, dünner und dicker, sondern anders als Du.

Als Verliererin solltest Du Dich nicht sehen, Du hast zwei süße Kinder, Du hast 12 Jahre mit Deinem Mann verbracht...Stell die jetzt bitte nicht in Frage, denn Deine Zukunft wird in der Gegenwart gemacht.

Sicherlich wird er vieles durch die Rosa-Brille sehen, aber ein Feuer was schnell entflammt, kann auch sehr schnell erlöschen. Damit möchte ich Dir jetzt nicht die Hoffnung machen, dass er zurückkommt. Das ist absolut nicht gut...ich habe das selber durch, habe ein Jahr gehofft, statt Trauerarbeit zu leisten und bin dann in ein tiefes Loch gefallen. Mittlerweile steige ich aber Stufe um Stufe empor.

Ich kann Dir nur sagen: gehe durch Dein Gefühlschaos, sei wütend, hau auf die Kissen, schrei Deinen Schmerz raus, weine. Jede einzelne Träne wird Dich weiter weg von ihm bringen. Rede mit Deinen Freundinnen und wenn Du ihnen am Tag 50 mal das gleiche erzählst - es ist harte Arbeit. Aber: aus diesen Schmerzen wirst Du ganz anders hinaus kommen, als Du hineingegangen bist.

Ich finde es auch sehr schade, dass er seine Kinder nicht sehen will, doch ich denke Du kannst ihn nicht dazu zwingen. Wenn die Motivation von seiner Seite zur Zeit nicht da ist...Er sollte aber seinen Kindern erklären, warum er jetzt nicht soviel Zeit für sie hat.

Ich hoffe, ich konnte Dir ein wenig helfen

Liebe Grüße, Tigrib

29.04.2005 10:34 • #3


Ehemaliger User


Hi Daniela,

weil Dein Gatte diese Art der "Krisenbewältigung" gewählt hat, bist Du nicht automatisch eine Andere oder womöglich Schlechtere als vorher.

Vergleiche mit der Neuen bringen nichts. Auch sie kocht nur mit Wasser! Wenn eine Beziehung nicht mehr so läuft, wie gedacht, erscheint einem jeder 2. norddeutsche Frisör liebenswerter als der eigene Partner. Tut weh, ich weiß. Das wertet Dich aber in keiner Weise ab.

Die Realität wird ihn schon einholen...

Ich hoffe, Du hast Unterstützung von Familie und Freunden, denn Deine Kinder werden eine starke Mami brauchen, wenn der Vater sie so schmählich in Stich läßt. Ich wünsche Euch aber, dass er sich besinnt und seiner Verantwortung bewußt wird!

Ich weiß, dass es alles andere als einfach für Dich ist, aber versuch Dein Bestes, dass die Kinder nicht die Achtung vor ihrem Vater verlieren, dass ist wichtig für die Beiden. Denn eventuell kommt nach diesem ganzen Anfangschaos eine Kontinuität im Verhältnis Vater-Kinder zustande. Also egal, was passiert, verliere niemals in Gegenwart der Kinder ein schlechtes Wort über ihn. Zwing ihn, den Beiden seine Telefonnumer zu geben, damit er in Erklärungsnöte gerät.

Immer vorausgesetzt, er hat sie noch alle und liebt seine Kinder. Ansonsten brauchst Du Hilfe von außen - Jugendamt oder kirchliche Einrichtungen oder sowas, die Erfahrungen mit solchen Situationen haben und vermitteln können.

Ich wünsche Dir viel Kraft.
Liebe Grüße
GIPI

29.04.2005 11:33 • #4


daniela


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danke für die lieben worte.
habe heute versucht ihn anzurufen und ihn um ein klärendes gespräch bezüglich der kinder gebeten.
er meinte,er hätte im moment zu viel um die ohren.
er müsste noch soooooooooviel regeln (neue arbeitsstelle,usw.)
ich erzählte ihm,das die kinder darunter leiden würden und er sich doch kümmern solle...der gnädige herr meinte aber das wenn es zeitlich passt,er mal reinschauen wolle. toll !!!!
ob ihn denn die kinder so egal seien,wollte ich wissen.
da meinte er...nein,aber es sei jetzt noch nicht der richtige zeitpunkt dafür...
ich versuche jetzt all meine kraft, die ich noch besitze, für die kinder zu erhalten.
es macht mich fertig... ich könnte ja noch darüber hinwegkommen...es irgendwie verarbeiten.
aber die kinder verstehen das noch nicht.sie sind die eigentlichen verlierer.
lg daniela

29.04.2005 14:01 • #5


Ehemaliger User


Hallo Daniela,
ich stecke in einer ähnlichen Situation...und es gibt wohl Männer, die sich einfach nehmen was sie brauchen. Verantwortungsgefühl gegenüber der Kinder, sicherlich haben sie das, aber nur bedingt.
Mein Mann hat auch eine andere Frau gefunden, und ich habe es genauso wie bei Dir erfahren. Nur mit dem Unterschied er liebt uns beide  ???sagt er.
Ich ziehe jetzt einen Schlussstrich und gehe (nach 6 Monaten dieses Albtraums und kein Ende in Sicht). Er findet das hart von mir (ich ziehe ca. 300km weit weg). Das finde ich zum Teil auch, wegen unseres Kindes, und ich hardere jeden Tag mit mir, ob ich das meinem Kind antun kann. Ich bin manchmal sehr verzweifelt.
Er hat unserem Kind auch nicht erzählt, warum ich gehe. Ich habe mir eine Geschichte zurechtgebastelt, damit ich unserem Kind vorerst nicht zu sehr schade. Ob das richtig ist?
Leider sind immer die Kinder die Verlierer, und das zu wissen tut enorm weh.
Du siehst, es gibt hier einige solcher Geschichten, es ist sicher kein Trost, aber man weiss das andere auch zu kämpfen haben , und das Forum hilft einfach mal was loszuwerden, sowie vielleicht mal ein paar Tipps zu bekommen.
Ich wünsche Dir Kraft und Stärke diese schlimme Zeit durchzustehen und das deine Kinder nicht zu sehr leiden.
Mit lieben Gruss Ja-de

30.04.2005 13:15 • #6


fazerBS


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Gehst du mit oder ohne Kind? Das tut auf jeden Fall weh! Leider ist es bei einer Trennung immer so, dass es Wunden gibt und Narben zurückbleiben.

Trotzdem wünsche ich viel Kraft und Mut, Geduld und auch wieder Freude am Leben.

fazerBS

02.05.2005 12:15 • #7


Ehemaliger User


Hallo FazerBs

Danke für die aufmunternden Worte .Ich gehe mit unserem Kind. Noch zwei Tage dann ziehe ich aus. ich bekomme fast keine Luft mehr bei dem Gedanken. Ich wache morgens auf und habe das Gefühl ich habe den Besteckkasten im Bauch und Messer und Gabeln kämpfen miteinander. Ganz schlimm.

Hallo Daniela,
wie geht es Dir ? Konntest Du mit deinem Mann bzgl. der Kinder reden?
Schönen Gruss Ja-de

03.05.2005 08:05 • #8


daniela


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hallo,
heute rief ES(der ex) an...
Es wollte kommen und reden über das was noch kommt.
ich wollte ihn nicht sehen.
doch dann stand ES vor der tür.
die kinder waren im garten...er fragte nicht nach ihnen.
er meinte es gäbe in finanzieller hinsicht noch einiges zu klären.
war mir sowas von egal...ich war nicht bei mir,war weit weg,ich konnte ihm nicht zuhören,wollte das er geht.
es tat wieder weh.
nächste woche geht Es zum anwalt...

nun ist es endgültig  :(

lg Daniela

04.05.2005 20:00 • #9


Ingma


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Liebe Daniela,

in deinen Worten kann man förmlich dein "nicht verstehen"
für all das, was im Moment passiert, herauslesen.
Verstehen kann man das aus der Sicht des Verlassenen auch
nicht. Vielleicht ist das Verstehen einfacher, wenn man ebenfalls einmal in der Rolle des Verlassers gewesen ist.
Was treibt die vertrauten Partner zu solch einem Schritt, all das, was ihnen doch einmal sehr lieb gewesen ist, aufzugeben.
Wir können es nur versuchen zu verstehen, indem uns klar werden muß, das der Mensch (auch der langjährige Partner) sich im Laufe der Zeit, verändert. Die Werte verschieben sich.

Wir Verlassenen bleiben bei dem Änderungsprozeß außen vor,
bemerken nichts davon.
Wir sehen unsere Ex an, finden äußerlich keine Veränderung, und trotzdem sind es nicht mehr die Menschen, die wir  in- und auswendig zu kennen geglaubt haben.

Dieses Unverständnis wird noch lange anhalten, und der Verarbeitungsprozeß wird ein sehr steiniger Weg. Glaube mir,
ich weiß wovon ich rede.
Hier kannst du deine Ängste, Sorgen, Zweifel etc. abladen,
es tut oft sehr gut.
Ich wünsche dir viel, viel Kraft für dich und die Kinder, für die du ja weiterhin sehr stark sein mußt.

Ingma




05.05.2005 10:09 • #10



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