Seb2910
Mitglied
- Beiträge:
- 12
- Themen:
- 1
- Danke erhalten:
- 11
- Mitglied seit:
Ich (40, deutsch) habe morgen mein erstes Treffen und Gespräch überhaupt mit meiner Ex-Freundin (34, Rumänien aber mit deutschen Wurzlen) und wollte Euch einfach mal nach Tipps und eurer Meinung fragen.
Wir waren 4 Monate zusammen bis Anfang Januar, kennen uns aber schon über 3 Jahre. Leben beide im Ausland in der Schweiz. Immer freundschaftlicher Kontakt (ok, ein paar mal zusammen im Bett gewesen) und letzten Sommer dann zusammen gekommen. Sie hat mich Anfang Januar überraschend verlassen.
Ich hatte lange Zeit keine Freundin, sie ist geschieden und hatte ein paar kurze Beziehungen zwischen der Ehe und mir. Es gab immer Andeutungen von ihr dass sie nicht ganz glücklich ist. Sie ist eine open-minded Person, Yoga, Kunst, beschäftigt sich mit Mental Health und persönlicher Weiterentwicklung, hat viele Ziele usw.
Ich dagegen fühle mich manchmal mit 40 wie in einer Midlife Crisis, man vergleicht sich mit Freundin die alle Ehe & Familie haben. Ich arbeite als Projektmanager, lebe in den Tag hinein, langweile mich manchmal weil man eher wenige Kontakte durch den Schritt ins Ausland hat und wegen Corona. Ich bin oft lustlos und nicht so motiviert und wenig kommunikativ (gerade in einer Beziehung) und habe mich nie wirklich mit Zielen, Wünschen, Ängsten, Kommunikation in der Beziehung usw. auseinandergesetzt.
Dies wird auch der Grund für ihre Trennung sein.
Ich bin im Moment sehr enttäuscht von mir selbst. Sie schrieb mir Anfang Januar, dass wir reden müssen und sie angefangen hat zu denken, dass wir nicht zusammenpassen. Dann war Funkstille, kein Gespräch, kein Telefonat. So 100% hat sie mir nicht geschrieben, dass es Aus ist. Aber sie kann auch nicht so gut auf deutsch formulieren. Ich habe ihr einmal meinen Standpunkt geschrieben und sie um ein Gespräch gebeten. Sie meinte darauf, dass sie sich meldet und ich habe fast 3 Wochen auf eine Antwort gewartet.
Dann dieses Wochenende nochmal nach einen Gespräch gefragt und sie hat nun zugestimmt. Ich finde es schade, dass sie die Trennung mit sich selbst ausgemacht hat aber ich kann es verstehen. Immerhin hat sie mir zwischendurch immer Signale gesendet, dass sie nicht glücklich ist aber ich habe es nicht sehen wollen.
Unsere Situation war aus meiner Sicht nie einfach.
Sie hat Skoliose (also die Wirbelsäule schief), wir sind beide hier im Ausland (wo will man irgendwann leben, wie lange bleibt man hier usw), ich werde nie mit ihren Eltern reden können weil sie kein Englisch sprechen, Familienplanung ohne familiäre Kontakte hier ist schwierig aber machbar. Und der Switch von Freundschaft auf Beziehung ist für mich schwer gewesen um sich dann richtig in der Beziehung fallen zu lassen und zu öffnen. Ehrlich gesagt war es für mich eine angenehme Situation mit Freundin hier im Lockdown. Ich habe aber einfach kaum etwas für die Beziehung getan.
Ich bin sehr gespannt wie das Gespräch morgen laufen wird.
Ich mache mir keine Hoffnung, dass sie sich noch einmal für mich entscheidend. Ich bin ok mittlerweile aber sehr enttäuscht von mir selbst. Ich denke, ich kenne ihre Gründe und kann sie auch verstehen. Sie braucht keinen Couch Potatoe und Langweiler, sondern jemand an dem sie "wachsen" kann.
Und trotzdem vermisse ich sie sehr, an manchen Tagen mehr an manchen weniger. Es wird mit das Herz brechen sie noch einmal zu sehen. Ich weiss nicht, was ein Gespräch noch bringen soll aber irgendwie ist es für mich wichtig. Ich will einfach nicht, dass es so kontaktlos auseinander geht. Dafür waren wir zu gute Freund und haben als Auswanderer zusammen genug durchgemacht. Ich habe irgendwie das Bedürfnis mich bei ihr zu entschuldigen und ihr für die Chance zu danken. Und für den Blickwinkel auf Selbstfokussierung, Mental Health, Emotional Intelligence den sie mir gegeben hat.

so, in etwa