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Nach 25 Jahren Ende - wie innerlich die Bindung kappen?

A
Zitat von Deri76:
Warum bringt mich die Trennung denn dann immer noch innerlich so um?

Vielleicht weil du jetzt hinsehen MUSST?! Klingt schon so, als wärst du auch schon lange ausgestiegen aus dieser Ehe.

Ich glaube, letztendlich hat er dir einen Gefallen getan. Aber sein Verhalten, die Art und Weise: unmöglich und grob.

Wie wäre es, wenn du jetzt mal agierst? Er will das Ende, dann aber auch komplett und Cut. Lass dich nicht mehr klein machen.

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S
Hallo @Deri76,
das klingt ja so, dass du den ganzen Laden gewuppt hast und er in der Hängematte lag...
...warum hast du das so lange mitgemacht?

Also, das wird dich jetzt erstmal nicht direkt trösten, aber du wirst es schaffen, er wird auf die Nase fallen... ...und nehm die einen Anwalt.

Und achte darauf, dass er die Kinder nicht mir reinzieht...

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A


Nach 25 Jahren Ende - wie innerlich die Bindung kappen?

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W
@Deri76

Erstmal tut mir das sehr leid, was du jetzt mit machst. Aber hier musste ich dann doch mal lachen:
Zitat von Deri76:
Im gleichen Atemzug teilte er mir mit, dass er irgendwann auszieht, ich ihm Trennungsunterhalt zu zahlen hätte, aber alles ganz fair laufen würde.

Das ist ja schön, wie er sich das so ausmalt, wird aber in der Realität vermutlich nicht funktionieren.

Und aus seinem Verhalten allgemein würde ich mal schließen, dass es ganz schnell vorbei ist mit der Fairness, wenn es an seine Bequemlichkeit geht.

Es wurde hier schon geraten: verlass sich darauf nicht und verfolge deinen eigenen Plan, ohne ihn in deine Überlegungen einzubinden. Er ist gewohnt, sich auf dir auszuruhen und das wird er so schnell nicht aufgeben wollen. Siehe "er zieht irgendwann aus". WTF?

Es wäre gut, wenn du die Kraft finden könntest, euch räumlich zu trennen. Nebenbei hättest du dann auch nicht mehr das Gefühl dieser Machtlosigkeit. Im Moment reagierst du nur, es wird Zeit, dass du agierst. Und am besten nicht in seinem Sinne wie bisher.

Und ich würde mir mal Gedanken machen, ob es da bereits eine Next gibt. Und er die Beziehungstauglichkeit gerade testet, während er noch schön zu Hause rum räumt.

Meine Oma hätte gesagt: "dem pump ich die Füß` auf!" 😉

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D
@Anacapri Danke Dir, wirklich. Wenn Du aber nach ner Woche immer noch wie ein Häuflein Elend aufm Bett hockst total verheult oder Stunden über die Felder läufst mit Musik am Anschlag im Ohr, dann bröckelt die Fassade und Du denkst Dir, manchmal wär eine Schulter auch schön gewesen und immer stark sein ist auch einfach nur anstrengend. Das wird mir jetzt aber erst bewusst, ich hab nur funktioniert.

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D
@Violettsloth ja ich fürchte leider auch, dass ich hier seinen Neustart finanzieren darf. Ich hab jahrelang von meinem Geld alle Kinderklamotten, jedes Weihnachtsgeschenk, Möbel, Schulsachen usw. bezahlt. Er hat sein Geld fein weggespart. Ich war richtig dämlich im Nachhinein. Aber ich hab immer gedacht, jeder gibt soviel er kann und wenn er zu geizig für die Kinder ist, zahl ich es halt. Passiert mir auch nicht nochmal. Wer plant schon ein Ende so lang im Voraus.

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D
@Woelkeline Die Oma würde ich auch lieben. Danke für den Spruch, da musste ich lachen. Ja er plant sein Leben gerade rosarot mit finanziellem Hängebett. Er wird sich wundern, wenn er 50:50 die Kinder betreuen will.

Ich bin extrem wachsam, was er gerade anstellt, weil, wenn es um Geld geht, war er immer verflixt clever.

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S
Das klingt echt übel, tut mir leid für dich, dass du das jetzt durchmachst.

Du darfst dich selber nicht so unter Druck setzen, es sind immerhin erst vier Wochen. Alles was du jetzt fühlst, ist völlig normal. Und du solltest diese Gefühle zulassen, anstatt wie sonst immer nur zu funktionieren.

Du scheinst ja finanziell unabhängig zu sein, das ist schon mal sehr gut. Und bevor du irgendwas unternimmst, warte bis du den Termin im Januar hast.

Hast du denn irgendeine Ahnung wie lange er noch im Haus bleiben möchte? Unter diesen Umständen noch zusammen zu wohnen, stelle ich mir sehr schwierig vor.

Du bist eine starke Frau, du schaffst das, auch wenn es dir im Moment nicht so vorkommt.

#22


M
Deri,

Vielleicht hilft da einfach nur seine Entscheidung zu akzeptieren.
Ohne aufrechnen,ohne ich hab das getan,Du das aber dafür dies nicht etc.
Alles was Du gegeben hast,hast Du gemacht,weil Du es wolltest-das ist nicht sein Problem und auch nicht Deines.
Ihr habt gemeinsam 2 Kinder,das verbindet Euch fürs Leben und ist das wertvollste was Ihr habt.
Richte Deinen Fokus auf Dich und die Kinder-er hat sich aus dem Kreis entfernt und einen eigenen gezogen.
Die Kinder sind die Schnittmenge wo ihr beide Verantwortung habt.
Die kannst Du auch von ihm einfordern.
Alles andere ist nur materiell,das meiste nice to have,Gewohnheit,aber nicht existentiell

#23


D
@maenneken Da hast Du wohl recht. Klingt bissel wie mein Vater früher "werd erwachsen Kind und komm runter." Aber manchmal will man einfach ein wenig nörgeln und motzen bevor man die Schultern gerade zieht und weiter macht. Kinder bekommen wir schon hin, weil ich bei diesem Thema keinen Krieg anzetteln werde. Kinder brauchen beide Eltern. Die Große entscheidet sowieso selbst. Wenn Du Dir aber jahrelang den Allerwertesten aufgerieben hast für finanzielle Unabhängigkeit, weil Du so sicherheitsbewusst bist, dann knabbert das Thema Scheidung schon ein ganz klein wenig am Panikmodus tief drinnen.

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Heffalump
Zitat von Deri76:
ich ihm Trennungsunterhalt zu zahlen hätte


rofl
Du ihm?
da kichert ja das halbe Dorf

geh zum Anwalt für Familienrecht und danach zahlt er, für euch 3

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Heffalump
Zitat von Deri76:
was er gerade anstellt, weil, wenn es um Geld geht, war er immer verflixt clever.

Gemeinschaftskonto?

#26


Heffalump
Er will die Trennung. Heißt, du kochst nicht mehr, du wäscht nicht mehr. Im Kühlschrank gibt es ne Ecke nur für ihn, wo das zeug steht, was er selber kauft.

Trennung heißt von Allem

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D
@Heffalump ja aber jeder hatte sein eigenes zusätzlich. Wir haben jeder eine bestimmte Summe drauf eingezahlt. Rest hat jeder behalten und Mehrkosten davon gezahlt oder halt auch nicht. Davon gehen jetzt auch noch die zentralen Kosten ab.

Jup das versuche ich mit der Trennung, er hält sich mittlerweile an einige Sachen wie Klamotten selbst waschen (hab ihm seine ollen Unterhosen vor den Schrank geworfen) und getrennt essen usw. aber er rennt mir immer noch im Weg im Haus rum, versucht indirekt über den Sohn mit mir zu sprechen usw.

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M
Deri,

Ist ja auch legitim in der Sitution in den Panikmodus zu verfallen-aber man muss da auch wieder rausfinden und dabei wird dir die Anwältin hoffentlich helfen.
Auf einmal ist man mit einem Thema in Berührung wo man geglaubt hat:Wird mich eher nicht betreffen.
Und das Themengebiet ist weitläufig.
Da werden Dir im Januar einige Sorgen genommen,Anker gesetzt und sicherlich neue Fragen aufgeworfen werden.
Du verdienst gutes Geld,er verdient-da werdet ihr nicht ins Bodenlose fallen.
Versucht das einvernehmlich hinzubekommen-es verlieren sowieso alle,also den Schaden möglichst gering halten.
Gut,das ihr Euch in Bezug auf die Kinder einig seid.
Alles andere kann aber immer kippen.

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M
Das wirst Du aber aushalten müssen.
Es ist Euer Haus und Du wirst nicht überstürzt ausziehen-sowas schafft Fakten.
Lass ihn im Haus rumlaufen, behandel ihn freundlich distanziert,keine unnötige Diskussion.

Leb so,als ob er nicht da wäre.

Was vielleicht lustiges:
Frag ihn ob er Weihnachten zum Essen an Euren Tisch kommen möchte.

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