mebema
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Guten Morgen Brigitte,
das kenne ich auch zur Genüge. Nach außen hin immer eine große Klappe, sodass ich manchmal daneben saß und die Augen rollte, aber nicht viel dahinter. Zu hause sah das anders aus. Wenn er überhaupt mal was gemacht hat musste ich monatelang, einmal sogar Jahre warten. Immer nur Kritik, auch an den Kindern. Immer wußte er was richtig ist, nur getan hat er wenig bis nichts. Immer hat er gewartet, dass ich aktiv wurde, nur um dann kritisiert zu werden. Machte ich nichts war es auch nicht gut. So war es auch beim Reden. Sagte ich was wars meistens falsch. Sagte ich nichts (weil ich ja wusste was kommt...) war er mir keine Antwort wert und das machte ihn rasend. Beides war/ist falsch. Führte dazu, dass Gespräche immer flacher und belangloser wurden. Bis zum großen Knall. Wenn ich darüber nachdenke, frage ich mich, warum ich das eigentlich wieder will. Ja, so ist das. Es funktioniert nicht, aber wir vermissen den Menschen, die Gewohnheit, unser altes Leben eben. Wir können nur hoffen, darüber hinweg zu kommen, irgendwie und irgendwann. Das, was ich heute bin, hat das Leben mit ihm aus mir gemacht. Was wird die Zukunft aus mir machen ? Erstmal muss man den Schmerz ablegen, was seine Zeit dauert. Da sind wir mittendrin. Da nützt auch Ablenkung nur wenig oder bedingt. Man leidet halt und kann nur hoffen, dass dies vorbei geht. Versuche trotzdem in der Ferne auf andere Gedanken zu kommen, die Rückkehr wird dann umso schwerer. Ich wünsche Dir , dass es Dir bald besser geht. Mal sehen wie lange so ein Prozess bei uns dauert
Sei ganz lieb gegrüßt Mebema