6rama9
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Zitat von EuerDavid:Danke für eure Antwort.
Ich habe mit meiner Frau auch schon gesprochen, dass wir wie Bruder und Schwester leben. Sie ist zufrieden und das Problem liegt mitlerweile bei mir, mein Feuer gegenüber ihr ist erloschen. Ganz im Gegensatz zu meiner Aussenbeziehung.
Tsiphone hat schon recht. Das Pflichtgefühl ist ganz teif in uns drin. Aber ob das für den Rest des Lebens reicht?
Liebe ist eine Entscheidung. Nach 30 Jahren dem Partner den Laufpass zu geben ist auch eine Entscheidung. Das kann man einem Partner, der einem jahrzehntelang an der Seite stand antun, aber man muss sich klar sein, dass das eigene Glück dann auf dem Rücken des ehemaligen Partners ausgetragen wird.
Für mich hat das nichts mit Pflicht zu tun, sondern mit Empathie (was macht so eine Entscheidung mit meinem Partner?) und mit Verantwortungsgefühl (ist mein eigenes Glück das Unglück meines Partners wert?) zu tun. Im vorliegenden Fall hört sich die Ehe nicht zerrüttet an, sondern es scheint nur die Leidenschaft verschüttet gegangen zu sein. Deswegen den Partner nach so vielen Jahren fallen zu lassen, ist schon eine Entscheidung mit schwerwiegenden Folgen, bis hin zur Altersabsicherung, dem Verhältnis zu den Kindern und vielem mehr.
