Emi2804
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Mein Freund hat sich vor 2 Wochen (für mich) aus heiterem Himmel von mir getrennt. Er erklärte mir er sieht in unserer Beziehung keine Zukunft mehr und dass er nicht denkt diese kann ihn weiterhin glücklich machen. Wir führen seit 6 Jahren eine sehr harmonische und liebevolle Beziehung. Wir wohnen nicht zusammen (er 26, ich 27) da es sich bisher einfach noch nicht angeboten hat. Wir haben dennoch viele Stationen gemeinsam gemeistert. Er hat in den letzten 2 Jahren an vielen Verschiedenen Orten gewohnt und wir haben es immer geschafft uns sehr viel zu sehen und waren damit auch sehr glücklich. Kürzlich ist er für das Studium in eine neue Stadt gezogen und wir dachten nun auch an eine gemeinsame Wohnung da der Zeitpunkt für beide gut passt. Er ist ein Mensch der sehr viel wert auf seinen Rückzug legt, und ich denke dieser Schritt hat ihn auch gegruselt. Wir haben sehr offen darüber gesprochen schlussendlich hat er sich aber auch sehr gefreut und der Impuls kam von ihm aus. Die letzten Monate vor der Trennung waren für mich sehr stressig, da ich beruflich ein sehr zeitintensives Projekt verfolgt habe. Die gemeinsame Zeit ist sicher zu kurz gekommen, aber mit viel FaceTime und dennoch gemeinsamer Zeit haben wir es gut überbrückt und uns auf die nächsten 3 freien Monate riesig gefreut.
Der Schock war groß als er mich plötzlich morgens anrief und sagte er ist auf dem Weg zu mir.
Ich will sagen, wir waren sehr glücklich und haben viele Hürden gemeinsam gemeistert: Er war mein Anker und ich seiner. Ich habe vor wenigen Jahren psychische Probleme durch einen Verlust in der Familie entwickelt, durch die Zeit hat er mich verständnisvoll begleitet obwohl ich weiß es viel ihm oft schwer das Gewitter in meinem Kopf zu verstehen. Durch die Krankheit und den halt den er mir gegeben hat ist die Beziehung zu meinem wichtigsten Bezugspunkt geworden. Mit ihm habe ich es aber gleichzeitig geschafft seit mittlerweile 2 Jahren wieder fest im Sattel zu sitzen. Ich habe mir oft Sorgen gemacht, in eine Abhängigkeit zu rutschen und ihm “zu viel” zu werden. Ich denke aber Rückblickend wir haben da beide einen guten Umgang gefunden auch wenn es die Beziehung natürlich geprägt hat.
Wir waren ein super Team, der eine Wusste sofort was der andere Braucht, wie er sich fühlt, wir haben einen tollen gemeinsamen Freundeskreis, haben funktioniert egal ob 4 Wochen auf 18 QM oder 6 Wochen nicht gesehen, er ist der Mann mit dem ich mir die Zukunft vorstelle und es tut so unfassbar weh, dass er unsere offenbar aufgegeben hat. Ich verstehe die Welt nicht mehr und fühle mich als würde ich ertrinken vor Liebeskummer.
Ich würde alles tun und um ihn kämpfen egal wie lang es dauert, ich glaube so fest an uns und brauche einen Rat. Mein Freund ist jemand der Probleme viel mit sich selbst ausmacht, weswegen weder Freunde noch Familie von irgendwas wussten, alle sind geschockt weil wir das Paar waren “was mal heiratet”. Er hat vom Schicksal früh einen sehr geliebten Menschen verloren, deswegen glaube ich, er musste früh lernen Dinge abzuschließen die er nicht ändern kann. Ich habe Angst und das Gefühl er hat sich die Trennung ebenso fest in den Kopf gesetzt und gibt sich keine Chance das zu hinterfragen. Er ist von “ich freue mich so auf dich nächste Woche” zu “Ich habe mit der Beziehung abgeschlossen” über Nacht gegangen und ich Kann es einfach nicht verkraften. Seiner Aussage nach hat er seine Zweifel einige Zeit versucht zu unterdrücken, gleichzeitig weiß ich aber auch, dass ich immer ein feines Gefühl hatte wenn es ihm nicht gut ging. Ich bin mir so sicher etwas gemerkt haben zu müssen.
Habe ich noch eine Chance ihn zurück zu erobern?