Zitat von Sussurra: Aber die Wörter die mir im Kopf rumgehen werden hier bestimmt zensiert
Ich kann es mir vorstellen und ich finde diese Worte schlicht und ergreifend legitim. Wer kennt sie denn nicht?
Als mein AM unsere "wundervolle" Beziehung beendet hatte, wünschte ich ihm was. Z.B. eine Autofahrt mit einem schweren Unfall, nach dem er im Rollstuht sitzen sollte. Hach, das hätte mich gefreut! Ich träumte von ein paar schweren Jungs, die ihn vermöbeln sollten und ganz am Ende, wenn er schon am Boden lag, wäre ich gekommen und hätte ihm noch in seine ... getreten. Dieses schmerzliche Aufstöhnen, einfach nur herrlich!
Und dann wünscht ich ihm den Tod, denn dann wäre er einfach ganz weg.. Ich würde nicht bei der Beisetzung anwesend sein, aber später mal an sein Grab gehen oder zu seiner Urnenschublade und ihm im Stillen sagen: Ätsch, ich lebe noch, Du nicht, geschieht Dir Recht, Du elender Mistkerl, Du Sch..., Du Verräter, Du irgendwas und alles!
Schreie, schlag in die Kissen, hau ihm auf die Brust, nur nicht vor den Kindern. Aber der Frust braucht ein Ventil.
Er hatte keinen Unfall, schwere Jungs kenne ich nicht und er lebt. Aber meine Wut verging irgendwann und es kam allmählich die Akzeptanz. Es ist wie es ist und ich muss damit umgehen.
Damit war es nicht vorbei, aber es ging dann in eine andere Phase über, die mit der Zeit eine Rückschau erlaubte, weil der Blick nicht nur von Emotionen verstellt war. Aber so was braucht Zeit und die nimmst Du Dir.
Wenn es für Dich leichter ist, kannst Du ihm vielleicht nahe legen, mal für ein paar Tage zu verschwinden, damit er Dir aus dem Weg ist. Papa muss für ein paar Tage weg, einem Freund helfen oder dienstlich. Einfach, dass Du ihn mal wenige Tage nicht mehr vor Augen hast.
Oder Beratungstermin in er nächsten Stadt vereinbaren und einfach mal einen Ausflug allein machen.
Aber das musst Du selbst wissen. Schreiben kann auch helfen, weil es die Gedanken klärt. Aber "es" ist natürlich immer noch da.