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Nach 9 Monaten fließen immer noch Tränen bei mir

RegenWein

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Hallo Zusammen,

ich würde mich einmal mehr über eure Einschätzung und Meinung zu meinem Anliegen freuen.

Meine Lovestory habe ich ja bereits hier im Forum umfangreich darlegen und verarbeiten dürfen. Nochmal Danke dafür.

Der Trennungsschmerz war damals ja ziemlich gewaltig und hat mich für Monate ziemlich umgehauen. Mittlerweile ist alles wieder in seine gewohnten Bahnen gegangen. Die Arbeit, Freundschaften, Familie und Hobbys betreibe ich wie vor all diesen Ereignissen. Ein paar Dinge hab ich an meinem Leben geändert, viele nicht (was aber eigentlich auch ganz gut für mich ist). Ich denke immer noch an Sie, habe es aber gelernt es mit einem Lächeln zu tun, auch es immer noch ein wenig weh tat.

In der Zwischenzeit, nachdem sich der akute Schmerz gelegt hat, hat Sie mir zum Geburtstag gratuliert und nun schreibe ich ab und zu noch ein paar Nachrichten mit ihr. Es ist einfach nur ein lockerer Mailkontakt mit den Fragen wie geht es dir heute?, Wie war deine Woche?. Insofern nichts Besonderes. und es freute mich, dass mir es gelang mit ihr zu schreiben ohne gleich wieder Tränen in die Augen zu bekommen.

Allerdings. , nun hatte Sie Geburtstag und ich wollte ihr natürlich nun auch gratulieren. Da ich dies nicht via E-Mail (die sie nicht regelmäßig nachsieht) machen wollte, speicherte ich für eine Whattsapp ihre Telefonnummer wieder ein. Dabei habe ich gesehen, dass sie als Profilbild einen Text mit einer Liebeserklärung an ihren Freund hochgeladen hat. Und irgendwie kann ich es mir nicht erklären. aber mir ging das sehr, sehr nahe. Einerseits freut es mich für sie, dass sie ihre (anscheinend) große Liebe gefunden hat, aber es tat mir trotzdem immer noch sehr weh. Ich würde jetzt zwar nicht sagen, dass ich jetzt wieder bei 0 angekommen bin, aber es ernüchtert mich doch ziemlich, dass ich nun wieder in Selbstmittleid gerate.

Bestimmt kennen viele von euch eine solche Situationen. Irgendwie bin ich auch ein wenig von mir selbst enttäuscht, dass nach nunmehr 9 Monaten immer noch Tränen bei mir fließen. Einmal mehr bin ich etwas ratlos. Ich habe nichtmal eine konkrete Frage an euch, aber es hilft mir auch schon darüber zu schreiben und mich mitzuteilen.

LG
RW

15.11.2017 10:04 • x 4 #1


vollhorst

vollhorst


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Ich kann dir nur schreiben, dass ich mich in vielen Passagen deines Textes wiederfinde. Bist also nicht der Einzige Bei mir sind es 8 Monate, wir haben wegen unserer Kinder regelmäßig Kontakt. Das Leben läuft (wieder), der Schmerz ist noch da, auch mir kommen noch sehr oft die Tränen. Diese Momente nehme ich sehr bewußt wahr und gebe den Gefühlen und Gedanken die Zeit und den Raum. Einerseits, um zu verarbeiten, andererseits um eben nicht wieder über längere Zeit in Selbstmitleid und Operrolle zu rutschen. Das gelingt ganz gut. Es hilft zu akzeptieren, dass es wahrscheinlich noch eine ganze Zeit so sein wird.

15.11.2017 10:16 • x 2 #2


Fanny_79

Fanny_79


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Hallo RegenWein,

ich würde Dir gerne sagen: warte noch XX Monate, dann geht es endgültig vorbei... Das kann ich aber nicht. Bei mir sind's inzwischen 12,5 Monate und Tränen, ja die gibt's immer noch. Wenn auch seltener und die Art des Schmerzes wird anders... aber es tut noch weh... Gerade in Momenten, in denen man erkennt, dem anderen geht es ganz und gar nicht so, der lebt fröhlich weiter...

Das war jetzt keine große Hilfe, gell? Aber die Hoffnung, dass es irgendwann aufhört... Ärger Dich nicht über dich selber. Lass diese Schmerzen zu. Aber vergeh nicht dran. Mach weiter. Vorne ist die Devise, nicht hinten .

15.11.2017 10:17 • x 2 #3


Flexo


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Du musst nicht enttäuscht sein, Emotionen werden immer mal wieder kommen, wenn dir ein Mensch mal so wichtig war. Ansonsten hast du, wie du schreibst, dein Leben voll im Griff, machst weiter und kannst auch wieder positiv in die Zukunft schauen. Das klingt schon wunderbar! Ich selbst bin noch nicht ganz so weit und beneide dich darum, ernsthaft!

Ich denke, dass du einfach noch einen kleinen Funken Hoffnung in dir trägst, wenn auch nur tief drin. Dieser keimt bei jedem Kontakt wieder ein wenig mehr auf und wenn du dann solche Sachen siehst, ist das wieder wie ein kleiner Schlag ins Gesicht. Belasse es bei den Mails, oder, evtl. lässt du den Kontakt weiterhin sein, bis du noch ein bisschen gefestigter bist.

Ich hatte gestern auch Kontakt per WA mit meiner Ex, ging eigentlich um belanglose Dinge und um Sachen wegen der Wohnung, jedoch hat sich dann das Gedankenkarussell so stark gedreht am Abend, dass ich dann mal wieder eine sehr kurze Nacht hatte, ich konnte einfach nicht einschlafen, obwohl ich todmüde war...

In solchen Fällen müssen wir wohl zur Zeit einfach unseren Verstand gewinnen lassen und nicht auf das Herz hören. Bei dir scheint's ja ganz gut zu funktionieren, solche kleinen Rückschläge gehören dazu, aber ich denke du bist momentan auf dem richtigen Weg, 1 Schritt zurück, 2-3 vorwärts!

Lass dich nicht unterkriegen, wir sind alles nur Menschen, Emotionen gehören dazu!

15.11.2017 10:17 • x 2 #4


gastfrau1511


Guten Tag,
wenn der Expartner sich wieder bindet ist das wieder das Ende von einer Situation mit der man abschließen muss.Er/sie *trauert* nicht mehr sondern lebt wieder...
Noch schlimmer ist es für den verlassenen Partner wenn der /die Ex genau in die Situation eintaucht die Grund zur Trennung war..
Klassiker ..>> der Mann will (noch) keine Kinder--Trennung-- die NEUE ist dann nach kurzer Zeit schwanger und es folgt Heirat / Haus etc.....<<man fühlt sich im Nachhinein ver--scht. << Das kann einem auch noch nach Jahren passieren das dann wieder Tränen fließen.
Nur Mut..auch das vergeht.
Alles Gute Dir.

15.11.2017 10:20 • x 1 #5


RegenWein

RegenWein


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Vielen Dank an euch. Ihr habt ja alle Recht.

Es gelingt mir einigermaßen in die Zukunft zu schauen. Ich mache Dinge die mir gut tun und Spaß machen... ich bin sehr froh, dass mir dies auch gelingt. Aber was die Liebe angeht, so bin ich anscheinend leider immer noch ziemlich stark in diesem Gedankenkarussell gefangen. Das liegt auch daran, dass ich in der Zwischenzeit ein (von meiner Seite) ernsthafter Beziehungsversuch ebenfalls heftig scheiterte. Und da ich ziemlich übel zu Selbstzweifeln neige, ist der Gedanke, nie eine Frau glücklich machen zu können ziemlich präsent in mir... Es gelang mir ja schließlich früher auch nicht, obwohl ich es mir so gewünscht habe...und diese Gedanken kriege ich leider nicht abgestellt...

Ein anderer Teil sind auch vermutlich auch Eifersuchtsgedanken die mir so wehtun... Die Fragen: Warum hat sich für Ihn entschieden und nicht für mich?!, Wie gelingt es ihm, sie so glücklich zu machen?!, Warum gelang mir das nicht?!,Was hat er, was ich nicht habe?!, Warum habe ich es nicht?!, Warum darf er ihre Liebe und ihr Lächeln genießen?!, Warum darf ich das nicht mehr?! ...

15.11.2017 11:28 • #6


RegenWein

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Hallo Zusammen,

wenn ich dies noch zu meinem Beitrag ergänzen darf...

Es ist nicht nur die Enttäuschung über mich selbst... Es ist auch eine Scham, die sich bei mir mehr und mehr einstellt.

Scham darüber, dass ich diese kurze Liaison von nur 5 Monaten Länge, nach 9 Monaten nicht abschließen kann. Meine Umgebung ist bereits etwas irritiert darüber, dass ich es immer noch nicht schaffe, obwohl es Zigtausendfach schlimmere Trennungen gibt und diese auch normal sind, diese Geschichte hinter mich zu lassen und nach vorne zu blicken. Auch habe ich hier im Forum schon viele, teilweise von mir sich widerholende Fragen beantwortet bekommen... Manchmal komme ich mir vor wie eine Dramaqueen und verstehe mich selbst nicht mehr.

@Flexo so richtig habe ich mein Leben leider auch noch nicht in den Griff bekommen. Es stimmt zwar, dass mein Alltag im Grunde schon fast so aussieht wie vor alle dem. Aber die Lockerheit mit der ich vorher durch das Leben ging, finde ich in mir einfach nicht mehr wieder.

16.11.2017 12:31 • #7


udi74


Zitat von RegenWein:
Ein anderer Teil sind auch vermutlich auch Eifersuchtsgedanken die mir so wehtun... Die Fragen: Warum hat sich für Ihn entschieden und nicht für mich?!, Wie gelingt es ihm, sie so glücklich zu machen?!, Warum gelang mir das nicht?!,Was hat er, was ich nicht habe?!, Warum habe ich es nicht?!, Warum darf er ihre Liebe und ihr Lächeln genießen?!, Warum darf ich das nicht mehr?! ...


Lieber TE,

das sind Fragen, die sich wohl viele Verlassene stellen aber selten oder nie beantwortet werden. Vor allen Dingen, was würde es bringen?

Nehmen wir mal theoretisch an, Du würdest Deine Fragen tatsächlich ehrlich beantwortet bekommen. Dann würdest Du Dich u.U. total darin rein versteifen, aber sie wäre trotzdem weg.

Und jetzt kommt´s: Dann lernst Du eine andere Frau kennen, bist verliebt und so. Das volle Programm halt. Du denkst Dir, jetzt machst Du alles besser, indem Du das machst, was Deine vorherige Partnerin evtl. zum Anlass nahm, abzudüsen. Leider ist die neue Partnerin aber ganz anders "gepolt", hat andere Wünsche und Bedürfnisse und im schlechtesten Fall fällst Du wieder auf die Nase.......

Was ich sagen will: Was auch immer Deine Partnerin zu einem anderen Mann trieb, Du wirst erstens nie hundertprozentige Gewissheit haben, was der oder die Gründe waren. Und zum anderen ist jeder Mensch ein Individuum. Was Deine Expartnerin nicht glücklich machte, kann bei der nächsten Frau schon wieder ganz anders aussehen. Es ist halt immer wieder eine Art von Spiel, ein Try and Error System.

Das beste für Dich, was Du tun kannst, ist, Dich Deiner Selbst bewusst zu werden und an Dir zu arbeiten. Wenn Du Anteile an Dir siehst, warum es scheiterte (z.B. Computerspielen war wichtiger als die Beziehung, Du bist unordentlich oder so, was auch immer), arbeite daran und gehe auf jede Frau, generell auf jeden Menschen offen zu, höre zu, handle entsprechend aber schau auch, dass es mit Deinen Wünschen und Vorstellungen passt. Wo Spielraum für Entgegenkommen ist, durchziehen.

Wenn aber Basiselemente nicht zusammen zu fügen sind, dann besser Abstand nehmen. Und Geduld haben, jeder Topf findet einen Deckel.

Viel Erfolg.

L.G.

Udi

16.11.2017 15:00 • x 1 #8


Runner92


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Lieber RegenWein,

ich erkenne dich so in mir selber wieder. Wir mussten wohl das gleiche Schicksal erleiden. Auch wenn mein Schicksal nach mehr als 6 Jahren und kurz vor unserer Hochzeit eintrat. So schrecklich. Und bei mir sind es nun 11 vergangene Monate und auch ich gehe zum Glück mittlerweile meinem gewohnten Alltag nach, fast wie zuvor und nur mit wenigen Änderungen. Also so wie du. Ich werde auch immer wieder in die Vergangenheit zurückgeworfen.
Vielleicht lebt in uns ein Stückchen Hoffnung weiter, wenn man wieder Kontakt mit dem ExPartner hat/hatte. Aber eigentlich wissen wir doch beide, dass es falsch ist. Zumindestens ist es jetzt noch zu früh, weil wir vielleicht noch zu emotional instabil sind?! Vielleicht muss noch etwas mehr Zeit vergehen, bis wir noch losgelöster Kontakt haben können? Geht es dir auch so?
Mein Ex hatte sich, nachdem ich ihm zum Geburtstag gratuliert hatte, wieder gemeldet und nun sein ca. 3 Wochen kam einfach wieder keine Antwort. Sehr verwirrend und ich bin enttäuscht, hatte er doch vorgeschlagen, dass wir wieder mal was nettes Schreiben könnten. Das tut weh und genau das ist es, was wir nicht gebrauchen können. Unsere Kraftreserven haben sich nach und nach wieder gefüllt und werden durch den Kontakt doch wieder geleert. Was denkst du darüber, kannst du sagen, dass dir Kontakt wirklich gut tut? Ich habe festgestellt, dass es mir auf einer Art besser geht, wenn ich nichts von ihm erfahre oder höre. Auch wenn man natürlich dieses krasse Verlangen hat, alles über den anderen zu erfahren. Ein Teufelskreis.

Du bist also nicht alleine, ich verstehe deine Gedankengänge sehr gut.
Ich wünsche dir das Beste.

16.11.2017 19:30 • x 1 #9


RegenWein

RegenWein


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Hallo @Runner92

Deine Geschichte klingt aber auch wirklich sehr schlimm. Kurz vor der Hochzeit aus allen Wolken zu fallen, ist für die Seele sicher eine harte Prüfung. Darf ich fragen, was die Ursache die Trennung war?

Es stimmt, eigentlich weiß ich, dass ein Kontakt zur Ex eigentlich kontraproduktiv ist. Ich glaube, in dieser Sache trete ich in jedes Fettnäpfchen was ich finden kann... Zunächst war ich nach den ersten Mails aber noch erleichtert, dass mir der Kontakt nicht weh tat. Selbst wenn Sie in den Nachrichten beiläufig was über ihren Freund schrieb, machte mir das zunächst nicht so viel aus. Aber als ich dann diese Liebeserklärung vor ihr an ihren Freund gehen hab, hat mich dies wieder heftig zurück geworfen.

Insofern stellst du die richtige Frage... Neutral betrachtet, kann ich nicht sagen, dass mir der Kontakt gut tut... Aber irgendwas in mir sträubt sich (noch) in mir den Kontakt zu Ihr ganz abzubrechen, obwohl mir klar ist, dass es bis auf diesen seichten Mailkontakt nie wieder mehr zwischen uns sein wird. Zu meiner zweiten Kurzzeitfreundin habe ich, seitdem sie mich vor die Tür setzte nicht einen piep mehr gehört... und ich kann wirklich noch nicht sagen ob mir das so viel besser gefällt.

Und jetzt muss ich mich wieder um mich selber ärgern, weil ich es einfach nicht schaffe, die Vergangenheit hinter mich zu lassen.

Lieben Gruß

17.11.2017 09:34 • #10


Runner92


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Ich glaube ich weiß, was du meinst. Einerseits ist einem bewusst, dass Kontakt genau der falsche Weg ist, anderseits klammert man sich an jeden Strohhalm und ist froh, dass sich der Expertner anscheinend doch für einen interessiert, dabei weiß man nur nie genau, ob es aus schlechtem Gewissen so ist oder weil es dem anderen wirklich interessiert, weil es mit dem neuen Partner gerade nicht gut läuft,...
Aus Mitleid braucht sich keiner bei mir melden, aber selbst wenn es wirkliches Interesse wäre, fände ich das schwierig. Irgendwie möchte ich nicht mehr dieses offene Buch sein, eine Herzhälfte sagt mir, er darf nichts mehr von mir erfahren, die andere wiederum spielt mit dem Gedanken, so wieder aufmerksam auf sich zu machen. Aber wenn wir ehrlich sind, wissen wir, dass es zu 99 Prozent kein Zurück mehr geben wird. Ich selber hoffe auch irgendwie, dass ich mal, in ein paar Monaten/Jahren mit ihm normal reden kann, aber noch ist es zu früh. Ich weiß, dass es ihm anscheinend blendend geht mit der Frau, für die er mich wohl vor der Hochzeit hat sitzen lassen, der Verlust/die Schmerzen/der Leidensdruck ist einfach noch zu hoch. Ich kann ihm nicht schreiben oder sagen, dass es mir gut geht. Ja gesundheitlich vielleicht, aber alles andere eben nicht. Unf genau deswegen merke ich, dass ich am liebesten kein einziges Detail von ihm hören will/darf/sollte, es wirft einem nur zurück. Und wenn da nicht das Herz wäre, wäre ich auch viel überzeugter von meinem Geschriebenen. Aber auch ich habe mich gefreut, als er Kontakt aufgenommen hatte und zu erst dachte ich auch, dass es mich nicht wirklich "berührt". Aber das macht es, weil man sich ständig damit beschäftigt und auf eine neue Nachricht hofft, die ich letztendlich nicht bekommen habe, er hat nicht mehr zurück geschrieben, einfach nur unverständlich. Aber alleine diese Gedankenspiele verschlimmern die Situation, weil man ja so schon im Alltag oft genug damit konfrontiert wird. Und Kontakt verschlimmert alles nur noch mehr...
Gar kein Kontakt für ewig kann man so durchziehen, muss man aber nicht. Man kann glaube ich auch lockeren Kontakt pflegen oder eine Freundschaft aufbauen, aber ich glaube das funktioniert erst, wenn beide wieder vollends glücklich sind und das Geschehene verdaut haben. Sie mag soweit sein, aber ich glaube du bist noch nicht soweit.

Ich kann dir gar nicht sagen, was die Gründe sind für die Trennung. Es kam aus dem Nichts, ich hatte keine Chance, was zu ändern oder er hat mir keine Möglichkeit gegeben, an uns zu arbeiten. Er hat sich 4 Tage nach der Trennung mit einer anderen getroffen, da hat er auch geschlafen und ist jetzt mit ihr zusammen. Also blöd bin ich nicht, aber sie sei nicht der Grund der Trennung. Bla, bla, bla....

17.11.2017 15:51 • x 4 #11


RegenWein

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@Runner92
was du schreibst trifft ziemlich genau den Punkt. All diese widersprüchlichen Empfindungen... Einerseits freue ich mich wirklich für sie, andererseits tat (tut) es natürlich sehr weh, dass sie sich explizit gegen mich, und für ihn entschieden hat.
Einerseits ist es irgendwie wirklich nett mit ihr wieder ein wenig zu schreiben, andererseits ist es wohl doch einfach noch zu früh für mich.

Naja, Rückschläge gehören zur Verarbeitung wohl auch dazu. Auch da muss ich wieder raus kommen... Es bleibt ja eh nichts anderes übrig. Ich hoffe, ich werde endlich mal wieder stärker werden um diesen Schmerz hinter mich zu lassen.

Deine Geschichte berührt mich auch... Eine Trennung vor der Hochzeit, ohne die Möglichkeit irgendwas tun zu können, lässt einen bestimmt sehr ratlos zurück. Nach solch einem Erlebnis ist es sicherlich schwer wieder jemanden zu vertrauen. Bei mir ist es zumindest so. Zwar ist meine Geschichte nicht so schlimm wie deine, aber meine beiden "Lovestorys", die ja wirklich komplett schief gegangen sind, haben mich in dem Umgang mit Frauen auch ziemlich verunsichert. Ich hoffe, ich kann das auch irgendwann wieder abschütteln.

17.11.2017 20:25 • x 1 #12


RegenWein

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@udi74

Zitat:
das sind Fragen, die sich wohl viele Verlassene stellen aber selten oder nie beantwortet werden. Vor allen Dingen, was würde es bringen?

Nehmen wir mal theoretisch an, Du würdest Deine Fragen tatsächlich ehrlich beantwortet bekommen. Dann würdest Du Dich u.U. total darin rein versteifen, aber sie wäre trotzdem weg.


Du hast ja auch Recht. Die fragen sind überflüssig sind zu rückwärtsgewandt. Aber gerade das ist ja auch das schlimme an diesen blöden Rückschlagen... Man vergießt, wie am ersten Tag nach der Trennung, tränen, für Dinge die schon Monate lang zurück liegen und die man eh nicht mehr ändern kann.

Aber es ist wirklich hart mitzubekommen, wie einfach diese Entscheidung für sie war und dass es vermutlich die Beste ihres Lebens war um nun fröhlich mit der Liebe ihres Lebens zusammen zu sein... und während dessen ich immer noch der Zeit und ihr hinterher trauerte...

20.11.2017 13:03 • x 1 #13


udi74


Zitat von RegenWein:
Aber es ist wirklich hart mitzubekommen, wie einfach diese Entscheidung für sie war und dass es vermutlich die Beste ihres Lebens war um nun fröhlich mit der Liebe ihres Lebens zusammen zu sein... und während dessen ich immer noch der Zeit und ihr hinterher trauerte...


Da haste auch recht, das Gefühl kenne ich auch......

Da bleibt nichts anderes übrig, als aufzustehen und zu kämpfen, für sich selbst. Ist leider oft so, der Verlassene leidet und der ehemalige Partner ist gut drauf....

Hilft alles nichts, Mund abputzen und weiterkämpfen.

Halt durch und kämpfe Dich ins Leben zurück.

L.G.

Udi

20.11.2017 13:28 • x 1 #14


Flexo


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Zitat von RegenWein:

@Flexo so richtig habe ich mein Leben leider auch noch nicht in den Griff bekommen. Es stimmt zwar, dass mein Alltag im Grunde schon fast so aussieht wie vor alle dem. Aber die Lockerheit mit der ich vorher durch das Leben ging, finde ich in mir einfach nicht mehr wieder.


Aber genau das ist meines Erachtens nach der richtige Anfang. Du lebst dein Leben! Leute, die sich nur verkriechen und in Selbstmitleid versinken nach der Trennung kommen nicht weiter, du hingegen scheinst die notwendigen Schritte unternommen zu haben. Die Lockerheit und die Freude kommen mit der Zeit zurück, das braucht nun einfach Geduld.

Ich mache das Ganze zur Zeit selbst durch, es ist verdammt hart! Es vergeht noch kein einziger Tag, an dem ich nicht ein paar Mal an Sie denke, inkl. Horrorvorstellungen weil sie auch bereits einen neuen Partner hat. Die ganzen Fragen von wegen "was hat er was ich nicht habe", etc. habe ich mir auch gestellt, bzw. kommen z.T. immer noch mal in mir hoch. Aber diese Gedanken muss man abschütteln, die bringen nichts, ihr Verhalten kannst du nicht beeinflussen. Soll sie ewig trauern und nie mehr glücklich werden?! Kann ja auch nicht sein, dass du das willst oder?! Sie macht nun einfach schneller weiter als du, aber du kannst das mit der Zeit auch.

Auch bei mir geht es nur langsam vorwärts, aber, immerhin geht es vorwärts. Ich versuche meinen Hobbys nachzugehen und viel mit Freunden zu unternehmen, das lenkt ab und tut gut. Daneben mache ich mir zu meiner beruflichen Zukunft viele Gedanken und beschäftige mich intensiv damit. Ich muss noch rund 40 Jahre arbeiten (bin 28) und das möchte ich in einem Bereich/Job tun, der mich erfüllt und mir Spass macht. Die Unzufriedenheit im aktuellen Job ist eine riesige Baustelle bei mir, die sicherlich zum scheitern der Beziehung beigetragen hat. An dem möchte ich arbeiten, danach werde ich wieder viel positiver und glücklicher sein, wenn ich das geschafft habe, davon bin ich überzeugt!

Lenk dich ab mit Hobby's und Freunden, such dir ein neues Ziel (privat/beruflich) und verfolge es konsequent. Setz dir Zwischenziele, wenn du die erreichst gibt dir das immer wieder kleine Erfolgserlebnisse, die dich aufbauen können! Genau das fehlt dir nach einer Trennung! Mach dich zu dem Menschen, der du sein möchtest, damit du wieder im reinen mit dir selbst bist, dann kommt auch das Glück wieder! Das braucht aber Einsicht, Arbeit und viel Zeit/Geduld. Akzeptiere, dass das alte Leben mit deiner Ex vorbei ist und setze dein Augenmerk auf dich, deine Zukunft. Einfacher gesagt als getan, ich weiss, befinde mich in einer sehr ähnlichen Situation!

Gerade am Samstag war ich mit einem sehr guten Freund unterwegs. Er ist einer, mit dem man i.d.R. nie über "Gefühle" reden kann. Sein Rat nach meiner Trennung an mich war "besauf dich ordentlich und konzentrier dich auf andere Frauen"... Nun aber, am Samstag, hat er mir erzählt, dass er vor ein paar Jahren, nachdem ihn seine erste langjährige Freundin für einen ehemals guten Freund von ihm verlassen hatte, er ca. 1 Jahr lang täglich hätte heulen können und sch. drauf war. Erst danach konnte er sich langsam ablenken und brauchte nochmals ein Jahr, bis er dann wieder in einer festen Beziehung war. Als diese dann zu Ende ging, konnte er viel schneller abschliessen, da er einfach wusste, dass er sie nicht mehr beeinflussen kann und sich auf sich selbst konzentrieren muss.

Und noch ein letzter Rat, versuche unbedingt genug zu schlafen! Hast du zu wenig Schlaf, läuft dein Körper auf Dauerstress und du kannst dich schlechter ablenken, die schlimmen Gedanken werden mehr, etc.
Bei mir klappt es auch mehr schlecht als recht zur Zeit, habe alle "normalen" Sachen durch (Orangenblütentee, Baldrian und was es da auch alles gibt) und überlege mir jetzt, mir von meinem Hausarzt vorübergehend mal was wirkungsvolles verschreiben zu lassen, damit ich wieder in einen normalen Schlafrythmus komme hoffentlich. Denn ich merke, jedes Mal, wenn ich zwischendurch mal wieder eine Nacht richtig schlafen konnte, geht es mir am nächsten Tag deutlich besser und ich kann auch die negativen Gedanken/Gefühle viel besser ertragen und/oder abschalten.

Kopf hoch, auch bei dir kommt alles so wie es soll!

20.11.2017 14:03 • x 3 #15




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