×

Lieber Forenbesucher,

wer bei uns Unterstützung sucht, soll sie finden, und wer helfen möchte, ist hier herzlich willkommen. Moderatoren und Mentoren begleiten das Forum und achten darauf, dass Beiträge respektvoll bleiben. Sachliche, tröstende, wohlwollende und empathische Beiträge sind ausdrücklich erwünscht, damit sich alle Mitglieder wohl fühlen. Abwertende oder verurteilende Inhalte haben hier keinen Platz.

Nach der Trennung nun auch noch die Kinder verloren?

B

bea84
Mitglied

Beiträge:
18
Themen:
1
Danke erhalten:
3
Mitglied seit:
Hallo,
seit geraumer Zeit lese ich hier schon mit, möchte mir jetzt auch mal einiges von der Seele schreiben.

Seit 1977 bin ich in 2. Ehe verheiratet, habe 2 Kinder mit in die Ehe gebracht
damals 4u. 5 Jahre alt. 1983 wurde unser gemeinsamer Sohn geboren.

Durch den Beruf meines Mannes sind wir öfters umgezogen, somit war ich all die Jahre nur Hausfrau. Im August 2010 kam ich dahinter, dass mein Mann eine Affaire hat, habe noch gekämpft um unsere Ehe, doch leider verloren. Nachdem wir unser Haus verkauft hatten, bin ich am 1.Sept. 2011
in eine kleine Wohnung gezogen, es war etwas Ruhe eingekehrt und mir ging es langsam wieder besser, Rückfälle gibt es immer wieder mal.
In dieser für mich schwierigen Zeit, fühlte ich mich von meinen Kindern
alleine gelassen.

Nach einer Auseinandersetzung mit meiner Tochter im Juli, wo sie wutentbrannt meine Wohnung verlassen hat, habe ich nicht`s mehr von ihr
gehört, am gleichen Abend habe ich sie noch angerufen, vergebens.
Meinen ältesten Sohn habe ich auch seit Mai nicht mehr gesehen, wir tel.
alle paar Wochen mal,3 Enkelkinder die ich seit einem halben Jahr nicht mehr gesehen habe. Das macht mich alles so fertig.

LG Bea

#1


C
Die Kinder leben ihr eigenes Leben. Erwarte nicht, dass sie dir hinterherlaufen.

Ich höre von meiner Mutter immer "lebst du auch noch" ...worauf ich dann lapidar antworte, dass sie mich ja auch anrufen kann, statt 10 Stunden mit Ihren Freundinnen zu telefonieren zwinkern.... wir sehen uns meist ein Mal die Woche...also, ist nicht so, dass uns Welten trennen zwinkern.

Versuch doch mal mit deinen Kindern ein vernünftiges Gespräch zu führen. Dass du es schade findest, dass ihr so wenig Kontakt habt, woran das liegt?!

Nichts gegen dich... aber kann es sein, dass du auch Macken hast, denen die Kinder lieber aus dem Weg gehen? Meine Mutter regt mich regelmäßig auf...

Versuch dich mal selbst zu reflektieren, bevor du in einem Gespräch einen "vor den Latz" geknallt bekommst.

Ich drück dir die Daumen!
Carlson

#2


A


Nach der Trennung nun auch noch die Kinder verloren?

x 3


M
Zitat von bea84:
Nachdem wir unser Haus verkauft hatten, bin ich am 1.Sept. 2011 in eine kleine Wohnung gezogen, es war etwas Ruhe eingekehrt und mir ging es langsam wieder besser


Sehe ich wie Carlson: Du hast eine falsche Überschrift gewählt. Der Kontakt zu Deinen Kindern hat nichts mit der Trennung von Deinem Mann zu tun, den musst Du schon selber halten. Leider habe auch ich die Erfahrung gemacht, daß meine Mutter mehr Kontakt zu mir möchte als ich zu ihr. Smile Ich mag meine Mutter sehr gerne, sie ist aber halt meine Mutter und das kann sie nicht immer abstellen und dann werde ich mit meinen über 40 Jahren halt auch mal grantig weil sie mich behandelt wie einen zwölfjährigen. Oder es zumindest versucht.

Mütter und Väter sind keine "dicken" Freunde. Es sind Eltern. Große Vertrauensbasis, aber ganz andere Themen wie mit echten, guten Freunden.

Geh auf Deine Kinder zu, halte das aber in Massen und mische Dich nicht in ihr Leben ein. Dann sollte der Kontakt eigentlich machbar sein.

MfG
Manfredus

#3


B
Liebe Bea,

wenn ich Deine Kinder fragen würde, warum sie so auf Distanz zu ihrer Mutter gehen. Was würden sie mir erzählen?

#4


G
Auch wenns hart klingt: Die Trennung von Deinem Mann geht nur Dich und Deinen Mann an. Die Kinder da mit reinzuziehen (egal wie alt sie sind) ist nicht richtig, sie haben an der Ursache der Trennung keinen Anteil.

Dass sie da abblocken, kann ich durchaus nachvollziehen. Auch wenn es Dir lediglich darum gegangen ist, Deine Sicht der Dinge mit ihnen zu teilen (?); das macht man nicht. Denn unweigerlich fühlen sich Kinder dann unter Druck gesetzt eine Seite zu wählen. Und Kinder sollten sich nie zwischen ihren Elternteilen entscheiden müssen.

Irgendwie klingen Deine Zeilen so, als wärst Du einsam. Hast Du Hobbies, Freunde, Interessen? Was machst Du den Tag so? Beschäftigst Du Dich?
Kontakt kommt immer von zwei Seiten und es ist das eine, dass Deine Kinder Dich anrufen und Interesse an Dir und Deinem Leben haben, aber es ist das andere, was DU tust, um mit ihnen in einem guten Kontakt zu bleiben.
Interessierst Du Dich für sie oder geht es Dir nur darum Deine Zeit zu füllen? Hörst Du ihnen zu oder willst Du nur Ratschläge geben?
Oder geht es Dir darum gebraucht zu werden?

Das ist nicht schlimm und auch nicht verwerflich, aber es passt nicht mehr zum Alter der Kinder.
Ich mag meine Mutter auch sehr gern, telefoniere auch einmal die Woche für ungefähr eine Stunde mit ihr. Aber das reicht mir dann auch. Einfach, weil wir völlig verschieden sind. Und sie mir immer ihre Sicht der Dinge erläutert, egal ob ich sie hören will oder nicht. böse

Und so wird es bei Deinen Kindern auch sein. Sie leben ihr Leben. Du wirst immer ihre Mama sein, aber die Zeit der Fürsorge ist nunmal vorbei.
Wohin also mit Deiner Fürsorge? Das musst Du für Dich rausfinden.

Meine Mutter ist mittlerweile vollauf beschäftigt und es ist eher so, dass ich sie nicht erreiche, weil sie nur unterwegs ist (bei ihrer Schwester, ihren Freunden, ihrer Gymnastik, im Garten etc.). Füll Dein Leben mit Dingen, die Dir Spass machen. Wie wäre es mit Sport, einem Ehrenamt (es gibt z. B. Ehrenamt-Omis, wo man sich um ein "Enkelkind" stundenweise kümmert, damit die Eltern mal kurz durchatmen können), einer Vereinsmitgliedschaft?

#5


B
Hallo zusammen,
danke für eure Antworten, es ist wohl etwas undeutlich rübergekommen, die Kinder müssen nicht wöchentlich auf der
Matte stehen, dass ist von der Entfernung her schon gar nicht möglich.

Ein Sohn wohnt 100km entfernt, der andere
lebt in USA, Tochter wohnt in der gleichen Stadt.

Als ich von der Affaire meines Mannes erfuhr, habe ich das meinen Kindern erst
Wochen später erzählt, darüber war mein
Mann ziemlich entsetzt, die Reaktion liess
mich vermuten, dass er wohl erstmal 2gleisig fahren wollte, denn die Affaire war zu diesem Zeitpunkt ganz frisch.

Von einen auf den anderen Tag musste ich alles alleine regeln, ich wollte meine Kinder so wenig wie möglich in anspruch nehmen. Mein Sohn hat mich einmal zum
RA begleitet und hat mir die Wohnung
gestrichen.Die Sachen die ich in mein Auto bekam, habe ich selbst gefahren und für die Möbel hatte ich eine Spedition.

Meine Kinder gehen nicht nur zu mir auf Distanz, sondern auch zu Ihrem Vater.

Mein Sohn aus USA ist jedes Jahr Weihnachten für 3 Wochen nach Hause gekommen, im letzten Jahr war es nur 1Woche, ich habe ihn klar und deutlich gefragt, ob er sich mit seinem Vater noch
trifft, wir wohnen nur 2km auseinander, es kam ein deutliches NEIN zurück.

Dieses Jahr Weihnachten kommt er nicht,
dass habe ich nur von seinem Bruder erfahren.
Über`s ganze Jahr gesehen, habe ich zigmal versucht ihn anzurufen, geht nicht ans Tel., Mail`s bleiben unbeantwortet.
Das macht mich schon ein wenig traurig.

Ich habe mit meinem Mann - für mich ziemlich wichtige Angelegenheit- zuregeln,
aber er rührt sich einfach nicht, und da dachte ich das die Kinder vermitteln und ihm sagen, dass, das mal geregelt werden muss


Was meine Tochter angeht, hat sie mir in unserem Streit vorgehalten, dass ich zu wenig frage. Habe ich in unserem Streit etwas so schlimmes gesagt,muss man mir doch wenigstens die Chance geben, mich zu entschuldigen.

Einsam bin ich nicht, bin viel unterwegs, bekomme Besuch und habe Hobbys
LG

#6


PureIntuition
Guten Abend Bea!
Ich kann deine Zeilen als Mutter gut nachvollziehen. Ich glaube, mehr als auf deine Kinder zugehen kannst du nicht. Bleibt das Echo aus ist es vielleicht besser ,so schwer dies auch sein mag, die Zeit arbeiten zu lassen.

#7