Beni111
Gast
Ich stecke gerade in einer Kriese und weiss nicht mehr weiter. Um euch die Situation genauer zu erklären muss ich weiter ausholen. Sorry schon mal für den langen Text
Wir haben uns vor etwas mehr als 10 Jahren in einer bei mir schweren Zeit kennengelernt. Ich war Psychisch nicht sehr stabil und hatte Panikattacken und bin mit der Arbeit nicht richtig klar gekommen. In dieser Zeit die noch in unserer Beziehung sehr lange gegangen ist war sie an meiner Seit und war für mich da. Sie hat es geschafft mir eine Kontinuität in meinem Leben zu geben die mir sehr geholfen hat. Aus diesem Grund war unsere Beziehung eigentlich über die ganzen 10 Jahre sehr eng und intensiv. Wir hatten beide so gut wie keine Freunde und haben wirklich alles gemeinsam gemacht. Wir haben oft über andere gelacht weil das soviel Paare nicht können. Nur mit dem Partner was zu machen und sich dabei noch wohlfühlen. Ich habe zu dieser Zeit in der Schweiz gewohnt und habe sie dann ebenfalls in die Schweiz geholt. Dadurch wurde unsere Beziehung noch intensiver. Über die Jahre hinweg waren wir extrem glücklich und haben schon (wie wir beide im Nachhinein gemerkt haben) schon fast hochnäsig auf andere Beziehungen herabgesehen und immer gesagt was wir für eine schöne Beziehung haben und alle anderen haben überhaupt keine Ahnung. Durch meine Therapieerfahrung durch meine Vorgeschichte haben wir auch eine gute Redekultur in der Beziehung gehabt. Dadurch wurde das Empfinden es kann nichts unsere Beziehung erschüttern noch verstärkt. Bis vor einem Jahr (so meine Empfindung) war unsere Beziehung auch recht stabil. Wir haben natürlich immer mal wieder Streitereien gehabt aber in einem normalen Rahmen. Vor zwei Jahren haben wir uns auch verlobt und wollten 2020 heiraten. Vor einem Jahr haben wir beide eine Weiterbildung angefangen. Das wir beide eine Weiterbildung angefangen haben hat damit zu tun gehabt das wir uns beide gegenseitig bei diesen unterstützen wollten (geteiltes Leid usw.). Leider hat sich heraus gestellt das mich die Weiterbildung sehr an meine Grenzen gebracht hat und die Unterstützung von meiner Partnerin nicht da war. Dort hat es (aus meiner Sicht) angefangen das wir uns beide von einander entfernt haben. Dann hat auch die Arbeit angefangen stressig zu werden. Darauf hin habe ich mich immer mehr zurück gezogen. Meine Ex Partnerin hat mir dies vorgehalten da sie mich dadurch vermisst hat. Ich konnte dies aber in dem Moment nicht mehr und so haben wir beide nur noch zusammen gelebt und jeder hat sein Ding gemacht. Anfang April haben wir uns dann gestritten. Ich habe dann entschlossen für eine Woche aus zu ziehen damit wir uns beruhigen können um danach nochmals über den Streit zu reden. Nach dieser Woche als ich nachhause gekommen bin teilte Sie mir dann mit das es für sie nicht mehr geht und hat die Beziehung beendet. Wir haben noch einen Monat miteinander gewohnt bis ich eine neue Wohnung gefunden habe.
Nun sind wir sei April 2019 nicht mehr zusammen und ich wohne seit Mai in einer neuen Wohnung. Wir haben uns beide drauf geeinigt das wir uns nicht mehr sehen werden und auch keinen Kontakt mehr haben werden. Dies hat auch bis letzten Sonntag mehr oder weniger funktioniert. Bis dahin hatten wir lediglich per Whatsapp oder Email Kontakt wenn es um Abklärungen oder irgendwelche Unterlegen gegangen ist wenn es noch was zu klären gab. Letzten Sonntag wollte ich noch meine Notfall Kreditkarte bei ihr abholen. Diese hab ich bei meinem Auszug vergessen. Die Übergabe sollte wie immer passieren sie legt sie in den Briefkasten und ich hole sie von dort. Allerdings habe ich ihr davor geschrieben wann ich diese genau abholen werde. Wenn ich ehrlich bin habe ich gehofft das ich sie sehen werde. Promt hat sie mir geantwortet und mich gefragt ob ich unseren Hund noch kurz sehen möchte. Als diese Frage gekommen ist sind mir die Tränen gekommen. Bis zu diesem Zeitpunkt habe ich gedacht das ich über den Schmerz relative darüber hinweg bin. Ich bin dann zu ihr gegangen und bin in unsere alte Wohnung gegangen (sie wohnt noch dort) und habe zum ersten mal unseren Hund wieder gesehen. Mir sind die Tränen gekommen kam mir aber sehr blöd und verletzlich vor. Die Tränen hat sie auch gesehen. Wir haben uns dann auf den Balkon gesetzt und ca. 2 Std geredet. Am Anfang über allgemeine Sachen die letzte halbe Stunden haben wir dann über uns gesprochen.
Als die mit mir Schluss gemacht hat habe ich ihr vorgeschlagen das wir doch eine Paartherapie machen sollten um die Sachen auf neutralem Boden auf zu arbeiten. Das Ziel wäre offen gewesen was die Paartherapie angeht. Entweder rein zur Aufarbeitung unserer vergangen Beziehung oder für oder für eine Chance unsere Beziehung zu erhalten. Leider hat sie nach der ersten Sitzung gesagt das es für sie nicht geht und sie sich auf sich konzentrieren möchte.
Nach diesem Sonntag sind so kommt es mir vor wieder alle Wunden aufgebrochen und ich weiss nicht mehr was ich gegen den Schmerz tuen soll. Ich habe gedacht das ich schon so stark bin das ich mein "neues" Leben irgenwie ohne sie hinbekommen aber seit dem vergangenen Sonntag kommt es mir wieder so vor als würde ich wieder am Anfang stehe.
Kennt das jemand von euch? und wie soll ich damit umgehen? Irgenwie bin ich mit meinem Latein am Ende.
