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Nach Fehlgeburt ist nichts wie es war

Lebensfreude

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Zitat von ligla:
Vor meiner Trauer, die ihn runterzieht...

weil er wohl selbst ein Thema mit Trauer hat.
Kann er dich denn in den Arm nehmen und einfach halten, während du weinst?

12.02.2020 01:20 • #16


ligla

ligla


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Zitat von Lebensfreude:
weil er wohl selbst ein Thema mit Trauer hat.
Kann er dich denn in den Arm nehmen und einfach halten, während du weinst?


Bis zu einem gewissen Maß kann er das. Aber er sagt mir auch oft, dass er bei meinem Weinen das Gefühl bekommt verantwortlich zu sein, bzw. Schuld zu haben. Daher wird er ab einem gewissen Punkt aggressiv und sauer auf mich, wenn ich zu lange down bin.

12.02.2020 01:26 • x 1 #17



Nach Fehlgeburt ist nichts wie es war

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Lebensfreude

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Zitat von ligla:

Bis zu einem gewissen Maß kann er das. Aber er sagt mir auch oft, dass er bei meinem Weinen das Gefühl bekommt verantwortlich zu sein, bzw. Schuld zu haben. Daher wird er ab einem gewissen Punkt aggressiv und sauer auf mich, wenn ich zu lange down bin.

ist denn etwas vorgefallen, dass seine Schuld bzw. Verantwortung betrifft?

12.02.2020 01:28 • #18


ligla

ligla


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Zitat von Lebensfreude:
ist denn etwas vorgefallen, dass seine Schuld bzw. Verantwortung betrifft?


Da kann ich nur spekulieren. Vielleicht war doch was mit der Chat-Freundin, vielleicht hat er sich das Kind doch nicht gewünscht (Karma), vielleicht er S. die Tage zuvor oder weil ich mal eine schwere Tüte tragen musste.

Ich habe keine Idee...

12.02.2020 01:37 • #19


Lebensfreude

Lebensfreude


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Zitat von ligla:

Da kann ich nur spekulieren. Vielleicht war doch was mit der Chat-Freundin, vielleicht hat er sich das Kind doch nicht gewünscht (Karma), vielleicht er S. die Tage zuvor oder weil ich mal eine schwere Tüte tragen musste.

Ich habe keine Idee...

hört sich so an, als läge da einiges im Argen bei Euch. Tut mir leid.
Ein Gynäkologe sagte mal zu mir, seit demTschernobyl-Gau gäbe es viel mehr Fehlgeburten als vorher.
Das ist kein Trost, ich weiß.
Aber eine schwere Tüte zu tragen ist ganz gewiss kein Auslöser für eine Fehlgeburt.

12.02.2020 01:43 • #20


GinaFelicitas

GinaFelicitas


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Liebe Iigla,

es tut mir sehr leid was dir passiert ist.


Es ist jetzt wichtig dass du diesen Kummer und Trauer nicht in dich hineinfrisst sondern trauerst, solange du es brauchst. Auch darüber reden ist wichtig. Würdest du das in dir behalten, unverarbeitet, kann dich das viele Jahre begleiten und irgendwann so richtig in ein Loch ziehen.

Auf manchen Friedhöfen gibt es einen besonderen Platz für Sternenkinder. Wenn es dir hilft und sowas bei euch gibt, könntest du ihn aufsuchen und evtl symbolisch eine winzige Figur dort lassen.

Leider können manche Männer diese Trauer, diesen Verlust nicht nachempfinden. Oft meinen sie das nicht mal böse. Natürlich könnten sie dennoch empathischer sein.
Wie dein Mann sich benimmt, ist unter aller Sau.

12.02.2020 01:47 • x 2 #21


VictoriaSiempre

VictoriaSiempre


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Dein Verlust tut mir sehr leid. Nimm Dir Zeit, um in Ruhe zu trauern und es zu verarbeiten.

Du hast Deinen Mann als nicht fürsorglich und empathisch erlebt, so gar nicht. Auch, wenn ich mir vorstellen kann, dass ein Mann eine Fehlgeburt nüchterner und rationaler erlebt als eine Frau, meinetwegen auch aus Selbstschutz - würde ich von meinem Partner immer erwarten, dass er mich in einer solchen Situation stützt, hält, tröstet und zu notwendigen Arztbesuchen begleitet.

Allerdings diese Aussage

Zitat von ligla:
Kurz danach eröffnete er mir, dass er kein Kind mehr mit mir möchte, da unsere Beziehung das nicht überstehen würde.


finde ich über alles gesehen noch dramatischer. Gut, nun weiß ich nicht, wie er sich insgesamt zu einem zweiten Kind positioniert hat. War es ein Wunschkind von Euch beiden, ein "Unfall"? Habt Ihr vorher drüber gesprochen, noch weitere Kinder haben zu wollen?

Eine Entscheidung für oder gegen Kinder ist in meinen Augen wirklich essenziell in einer Beziehung. Für mich wäre es ein großer Unterschied, ob der Fokus auf "ein Kind reicht mir!" oder auf "ich möchte kein weiteres Kind mit DIR!" liegt.

Das ist echt grade ne Hausnummer, die Du zu bewältigen hast. Vielleicht - ich wünsche es Dir! - bringt eine Eheberatung etwas Klarheit in Eure Partnerschaft.

Ich bin überhaupt kein eifersüchtiger Typ: Aber wenn mein Mann mit der Mutter eines Schulfreundes unseres Kind regelmäßig chattet, dann würde ich immer voraussetzen, dass er mir das erzählt. Ich bräuchte keine Details, ich müsste die Chats nicht lesen, aber sowas wie "Hey, Carola hat grade geschrieben. Sie freut sich auf Athen" wäre für mich das normalste von der Welt. Weil ich (gut, ich gehe von mir aus, logisch!) das genauso machen würde. Alles, was heimlich passiert, ist aus meiner Erfahrung erst einmal immer ziemlich Sch@ize.

Ich wünsche Dir alles Gute!

12.02.2020 01:50 • x 1 #22


Benita


Zitat von ligla:
Aber er sagt mir auch oft, dass er bei meinem Weinen das Gefühl bekommt verantwortlich zu sein, bzw. Schuld zu haben.
Daher wird er ab einem gewissen Punkt aggressiv und sauer auf mich, wenn ich zu lange down bin.

Falls da was dran ist an deinem Bauchgefühl, daß er in der Zeit mit der anderen geflirtet haben könnte kann das sich schuldig fühlen ein Grund sein und deine Trauer kann ihn deshalb auch aggressiv machen - wenn er sieht wie du leidest.
Dein Vertrauen in ihn ist gebrochen, jetzt musst du auch noch versuchen es wieder aufzubauen, was schwierig werden kann.

12.02.2020 01:50 • #23


Erneut


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Tut mir Leid, dass du das erleben musst. Dein Mann klingt für mich wie ein absolutes Monster.

Was wünscht du dir für die Zukunft?

12.02.2020 02:06 • #24


Malina84


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Hallo, es tut mir leid das du euer Kind verloren hast. Trauer und weine soviel wie du magst.
Das Verhalten deines Mannes ist natürlich dann noch eine Belastung obendrauf, nicht schön von ihm dich da so alleine zu lassen. Rede nochmal mit ihm darüber, vielleicht trauert er ja auch aber anders. Ich wünsche dir ganz viel Kraft

12.02.2020 05:28 • #25


ZauberSandra


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Zitat von ligla:

Du hast Recht, aber aktuell vertraue ich mir und meiner Einschätzung selbst nicht und Schluss ist schnell gemacht. Ich fürchte mich momentan in meinem Zustand Entscheidungen zu treffen. Wir haben ja auch einen Sohn. Allerdings Zweifel ich, ob Besserung eintritt, wenn ich in dieser Situation verharre. Ich finde einfach keine Lösungsansätze.


Für mich und meinen Mann war diese Zeit auch sehr schwer. Wir haben 3 Jahre gebraucht um Schwanger zu werden usw möchte jetzt nicht ausschweifen... aufjeden Fall mein Mann hat komplett anders getrauert als ich. Aber meim mein Mann sah unser Baby als richtiges Baby an. Und wir waren in der 7 Ssw leider nie einen Herzschlag.
Er hat sich während ich die Blutungen hatte um alles gekümmert. Hat mir Essen gemacht. So Kleinigkeiten. Er hat mir auch zugehört.
Ich habe ihm natürlich auch zugehört. Wir waren sehr Respektvoll zueinander und wurden beide niemals persönlich. Heisst auch wenn mein Mann es nicht als richtiges Baby angesehen hätte.. hätte er es sich nur gedacht.
Ich hatte einmal den Eindruck, dass es ihm egal ist er gar nicht trauert. Anstatt ihm vor die Nase zu knallen, dass ihm alles sch. egal ist hab ich gefragt: ,, Wie geht es dir mit unseren Verlust"?
Und so sollte es auch ablaufen.
Für mich hat dein Mann keinen Charakter . Deswegen hab ich dir jetzt persönlich von unserer Situation damals erzählt. Er belastet dich nur wo du eigentlich Unterstützung brauchst. Und das mit dieser Mutter.. ist auch sehr Verletztend.

Und ich rede bis heute von noch ganz offen über die Fehlgeburt obwohl ich wieder Schwanger bin. Mein Mann würde mir niemals das verbieten. Den es gehört zu unseren Leben. Es ist keine Schande. Ich kenne kaum eine Mama mit 2-3 Kindern die keine Fehlgeburt hatte. Und der Austausch macht es leichter.

Wenn alles reden sich nix bringt, dann ist es besser zu gehen.

12.02.2020 11:53 • x 1 #26


Woelkeline


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Liebe Ligla,

das ist ganz furchtbar, dass Du das kleine Wesen verloren hast. Mag sein, dass es für Männer schwieriger ist, eine Beziehung zu einem ungeborenen Kind aufzubauen, aber Deinen Mann empfinde ich schon als sehr wenig emphatisch. Vielleicht ist er auch überfordert, das entbindet ihn ja aber nicht davon, sich um Dich zu kümmern.

Ich würde vielleicht an Deiner Stelle meine Probleme (Fehlgeburt, Verhalten des Partners und die evtl. Affäre) getrennt angehen und zunächst versuchen, den Verlust des Babys aushalten zu können. Ich kann mir vorstellen, es gibt vielleicht auch sehr liebevolle Foren, wo Du Deinen Schmerz mit anderen Müttern teilen kannst?

Im Internet gibt es eine Seite "Leben ohne Dich". Dort trauern Eltern, Geschwister, Freunde um ihre verstorbenen Kinder (nicht nur Sternenkinder). Man kann seine Geschichte aufschreiben oder auch nur eine Gedenkseite einrichten. Vielleicht hilft Dir das, vielleicht kannst Du es auch noch nicht aushalten.

Du solltest Dich zunächst ein bisschen von diesem allerschlimmsten Schmerz erholen und ein wenig Kraft getankt haben, bevor Du Dir Gedanken über Deine Ehe machst. Ich denke, alles auf einmal ist viel zu viel.
Fühl Dich gedrückt.

12.02.2020 15:49 • #27


Fee13


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Es tut mir leid, was du gerade alles erleben musst, fühl dich gedrückt!

Ein Satz ist mir in einem deiner Beiträge aufgefallen... ich bin die Macherin....
Bist du in eurer Partnerschaft die Stärkere? Der Fels in der Brandung?
Ich erkenne mich wieder...
Genau wie du: 11Jahre war alles gut, schien die Sonne ....

Dann passierten in unserer Ehe Dinge, die meine Frohnatur nicht ertragen konnte, ich beach zusammen. Mein Mann verstand es nicht.
Deshalb meine Frage: Hat dein Partner hat dich jemals schwach erlebt, hilflos, verzweifelt?

Vielleicht ist der damit überfordert, kennt dich so nicht und vermisst deine Kraft?

Das soll keineswegs eine Entschuldigung für sein Verhalten sein, aber vielleicht eine mögliche Erklärung.

12.02.2020 16:04 • x 1 #28


monchichi_82

monchichi_82


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Ich kann mich den anderen Schreibern nur anschließen. Diese Entwicklung ist traurig und schmerzhaft aber ich bin trotzdem nicht der Meinung, dass man ihn teeren und federn muss.
Jeder Mensch geht mit Trauer anders um, jeder Mensch verarbeitet Gefühle anders. Nicht jeder Mensch kann offen zeigen wie es ihm geht. Je nachdem was er für ein Vorleben hat, was er für eine Erziehung etc. hatte, je nachdem wie er sonst mit Gefühlen umgeht lässt sich auch sein Verhalten erklären.

Ist die Frage ob er tatsächlich so ein Rabenmensch ist weil er sich als Mann nicht so sehr hineinversetzen kann und 2 Monate in Schockstarre trauert.

14.02.2020 12:50 • #29



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