Dein Verlust tut mir sehr leid. Nimm Dir Zeit, um in Ruhe zu trauern und es zu verarbeiten.
Du hast Deinen Mann als nicht fürsorglich und empathisch erlebt, so gar nicht. Auch, wenn ich mir vorstellen kann, dass ein Mann eine Fehlgeburt nüchterner und rationaler erlebt als eine Frau, meinetwegen auch aus Selbstschutz - würde ich von meinem Partner immer erwarten, dass er mich in einer solchen Situation stützt, hält, tröstet und zu notwendigen Arztbesuchen begleitet.
Allerdings diese Aussage
Zitat von ligla:Kurz danach eröffnete er mir, dass er kein Kind mehr mit mir möchte, da unsere Beziehung das nicht überstehen würde.
finde ich über alles gesehen noch dramatischer. Gut, nun weiß ich nicht, wie er sich insgesamt zu einem zweiten Kind positioniert hat. War es ein Wunschkind von Euch beiden, ein "Unfall"? Habt Ihr vorher drüber gesprochen, noch weitere Kinder haben zu wollen?
Eine Entscheidung für oder gegen Kinder ist in meinen Augen wirklich essenziell in einer Beziehung. Für mich wäre es ein großer Unterschied, ob der Fokus auf "ein Kind reicht mir!" oder auf "ich möchte kein weiteres Kind mit DIR!" liegt.
Das ist echt grade ne Hausnummer, die Du zu bewältigen hast. Vielleicht - ich wünsche es Dir! - bringt eine Eheberatung etwas Klarheit in Eure Partnerschaft.
Ich bin überhaupt kein eifersüchtiger Typ: Aber wenn mein Mann mit der Mutter eines Schulfreundes unseres Kind regelmäßig chattet, dann würde ich immer voraussetzen, dass er mir das erzählt. Ich bräuchte keine Details, ich müsste die Chats nicht lesen, aber sowas wie "Hey, Carola hat grade geschrieben. Sie freut sich auf Athen" wäre für mich das normalste von der Welt. Weil ich (gut, ich gehe von mir aus, logisch!) das genauso machen würde. Alles, was heimlich passiert, ist aus meiner Erfahrung erst einmal immer ziemlich Sch@ize.
Ich wünsche Dir alles Gute!