Hallo ihr Lieben,
es ist so schön eure Hilfe hier zu erfahren!
Was die Beerdigung angeht bin ich ganz und gar mit mir und meiner Entscheidung im Reinen.
Ihr könnt mir glauben, es ist mir überhaupt nicht möglich dort hinzugehen.
Ich würde meinen Mann nach langer Zeit das erste mal sehen, noch dazu an der Seite seiner neuen Lebensgefährtin und ich weiß, dass ich nicht in der Lage bin, das zu ertragen. Es schnürt mir die Kehle zu, wenn ich nur daran denke.
Die Beerdigung an sich, wäre schon schwer. Das noch dazu ist für mich nicht machbar.
Es ist für mich immer noch schwer zu wissen, dass er mit dieser Frau lebt, eine Liebesbeziehung lebt. Das real zu sehen würde mich zwar sicherlich auch mal in die Realität bringen, aber nur mit einem riesen Schmerz, für den ich nicht bereit bin. Und den Dolch lasse ich mir auch nicht vor 100 Leuten auf der Beerdigung stechen. Nicht auszuhalten der Gedanke. Da habe ich Angst vor mir selber.
Also bin ich hier ganz klar und habe das auch mit mir, meinen Kindern und mit meiner Schwiegermutter geklärt. Sie hat mir gesagt, dass sie mich gerne dabei hätte, was mir viel bedeutet, und ich habe ihr erklärt, warum es nicht geht. Sie hat es sofort verstanden. Wir werden ein paar Tage später zusammen hingehen. Meine Kinder bringe ich zur Beerdigung und anschließend, wenn alle zum Beerdigungskaffe gehen, gehen wir nochmal gemeinsam zum Grab und nehmen Abschied. Wir haben schon etwas Schönes dafür vorbereitet.
So ist es angedacht und damit bin ich sehr zufrieden. Zu 100%!
Danke @Rheinländer für deinen Zuspruch bezüglich meiner Kinder! Das kann ich nicht oft genug hören!
Und @Ninka , danke für alles was du schreibst.
Zitat:Ich finde auch nicht, dass zwei oder zweieinhalb Jahre Trauer nach einer Trennung zu viel oder zu lang sind. Zumindest nicht, wenn man um die 20 Jahre mit jemandem zusammen war, eine Familie gegründet hat usw. - Dennoch sollte man Hilfe annehmen, wenn man spürt, dass man alleine nicht vorankommt
So sehe ich es mittlerweile auch und habe vor allem durch euch hier gelernt zu akzeptieren, dass die Trauer bei mir noch so da ist und konnte mir dann auch den Druck nehmen! Ich bewältige das Ganze hier in meinem Tempo. Anders geht es eh nicht. Und ich habe ebenfalls gelernt auf mich und mein Gefühl zu hören. Ich kann mir vertrauen.
Und richtig Ninka, ich habe gute und schlechte Zeiten und rückblickend bin ich schon Meilen weit vorangeschritten.
Ich lag am Boden. Schwerverletzt (viele hier wissen leider wovon ich rede). Stehe wieder. Zwar noch nicht gerade und sicher. Falle immer wieder. Stehe wieder auf. Ein schwerer anstrengender Weg. Aber ich bin fest entschlossen anzukommen.
Und dieses Forum hier, mit euch allen, ist mir eine große Hilfe. Das hätte ich nie gedacht!
Ihr seid klasse!
Und die Menschen um mich rum, gehen mir auch oft auf die Nerven, mit ihren Kommentaren. Das Thema hatten wir ja schonmal.
Zitat:Dass ich nach zwei Jahren noch keinen neuen Mann an meiner Seite habe, ist oft Gesprächsthema und gilt als nicht normal. Dass mein Mann knappe 20 Jahre binnen kürzester Zeit über den Haufen geworfen hat und sich in eine neue Beziehung gestürzt hat, ist dagegen anscheinend okay. -
Sehe ich ebenfalls anders!
Und das ist gut so!
