Zitat von Kontra:Zitat von MisaAyumi:Hallo und danke für die antworten,
ja ich war 10 wochen teilstationär. es hat mir auch sehr geholfen und ich bin wieder recht stabil. ich bin zum glück nichtmehr in der akutsituation und mache meine tiefenpsychologische therapie die mir auch sehr hilft. deshalb bin ich auch der meinung, dass ich es irgendwie retten kann.
Ich muss dazu sagen, dass mein freund erst seit kurzem in der akkusituation ist durch eine ungewollte konfrontation.
die über 1,5 jahre unserer beziehung davor, ging es ihm gut und er war nicht so. deshalb bin ich mir so sicher, dass wenn ihm geholfen wird, es sich auch wieder ändert. aber ich muss es wohl ihm überlassen, sich hilfe zu suchen.
Erstmal: Gerne.

Du gehst gute Schritte. Eins nach dem anderen.
Die fett markierten Sätze sind für mich Kernsätze: Du kannst ihn nicht retten. In fact: niemanden außer dir selbst. Das ist hart und tut weh, aber es ist _wichtig. Halte dir das immer wieder vor Augen, zur Not schreibst du es dir auf einen Zettel, den du gut sichtbar aufhängst: Halt! Ich kann ihn nicht retten. Er hat Verantwortung für sich. Ich habe Verantwortung für mich.
Er braucht Hilfe? Dann soll er sie sich suchen. Wenn er dabei Hilfe braucht, ist es an ihm, danach aktiv zu fragen. Aber es ist _nicht deine Aufgabe. Er ist kein Kind, und schon gar nicht deins.
Als nächstes: Machst du Innere Kind-Arbeit in der Therapie, bzw. Sagt dir das was? Das ist gnz wichtig, um solche Situationen auflösen zu können. Das, was da retten will, ist oft das Innere Kind, welches selber gerettet werden will. Es braucht dich noch mehr, als du denkst. Wende dich dem Kind zu, tröste es. (By the way, wenn ich fragen darf: hast du eine PTBS oder eine komplexe Traumafolgestörung? Und was hat das Trauma ausgelöst? Wenn dir das hier öffentlich zu privat ist, kannst du mir auch gerne eine PN schreiben.)
Zitat von MisaAyumi:zu meinen kindern, auch wenn ich wieder stabil bin, möchte ich erst alles aufarbeiten um keinen rückschlag zu erleiden, wo sie dan drunter leiden müssen. außerdem besteht halt noch die akkute gefahr duch meinen exfreund
Meine Erfahrung dazu sagt: Traumatisiert bist und bleibst du. Es ist der Umgang damit, mit Triggern, Flashbacks, etc, den du beeinflussen und ändern kannst, und der letztlich deine Lebensqualität maßgeblich bestimmt. Die Gefahr eines Rückfalls ist immer gegeben - muss aber nicht heißen, dass du dem nicht gewappnet sein kannst. Verlange dir nicht zu viel ab, setze kleine Ziele. Ich mache mir immer Gedanken darum, wie es vielleicht in 10 Jahren aussieht, und was wäre wenn dies oder das passiert - bringt mich absolut nicht weiter, sondern erzeugt im Gegenteil nur noch größeren Druck. Also arbeite ich daran, mir realistische, auch kurzfristige Ziele zu setzen.. Wenn es mir sehr schlecht geht zB. ganz simpel: die nächsten 30 Minuten überstehen. Wenn die rum sind: gut gemacht. Jetzt schaffst du noch 30 Minuten. Und so weiter.
PTBS ist eine Stresserkrankung, die auch und vor allem im Gehirn, vor allem der Amygdala (sozusagen das "Stressverarbeitungszentrum" im Gehirn) abläuft. Dieser Stress muß abgebaut werden, zB durch körperliche Betätigung. Kleine Dinge wir spazieren gehen bei erhöhter Anspannung helfen da schon, den Körper, das Gehirn und damit auch die Seele zu erleichtern und zu entlasten. Deswegen: Setze dich nicht durch überhöhte Ansprüche an dich selbst noch zusätzlich unter Druck. Du bist gestresst genug.
Danke sehr für deine Beirtäge, ich finde sie sehr hilfreich und habe mich lange nichtmehr so verstanden gefühlt ( von außenstehenden)
In der Therapie sind wir gerade dabei, mein inneres kind zu entdecken. ich bin gespannt wie es wird.
es kam schon einiges zum vorschein und ich mache seit dem viel mehr für mich selbst.
ich habe zb ernährungswissenschaften als mein hobby entdeckt und bisther 37kg abgenommen.
So genau wurde es noch nicht diagnostiziert. in der klinik hieß es nur ptbs.
ich schreibe die auslöster offen, aber nur in stichpunkten, zu genau möchte ich es nicht vertiefen.
es gab mehrere traumata die es ausgelöst haben. die frühgeburt meiner zwillinge, wovon eine tod geboren wurde aber wieder zurück geholt werden konnte. dann mein seelisch und körperlich gewalttätiger exfreund. er hat mich regelrech gefangen gehalten in meiner eigenen wohnung. dann ist durch eine vergewalltigung mein sohn entstanden. er wollte aber den beweis seiner tat beseitigen, was er zum glück nicht schaffte, egal wie er mich zusammen geschlagen hat und dann holte ich mir schutz und leuten, die ich garnicht kannte aber als sehr gute menschen herausstellte. seit der geburt meiner zwillinge hatte ich einen stalker, (der sich später zum dem besten freund meines ex entwickelte) der auch noch misshandlungen betrieb.
ich musste meine kinder in sicherheit bringen und gab sie zu einer bekannten und floh zu meinem vater. meine kinder weg zu geben war das schlimmst, was ich jemand machen musste, es hat sihc angefühlt als würde ich sterben, aber sie waren ja noch da, nur nicht bei mir. also fand ich die kraft mir hilfe zu holen. leider wurde kurz danach bei meinem vater krebs diagnostiziert und ich pflegt ihn bis er nach nichtmal 3 monaten verstarb, das war eine sehr schlimme zeit für mich in der aber mein "neuer" freund (und jetziger) mir zur seite stand.ich hatte ihn erst ca 3-4 monate vorher in der klinik kennen gelernt.
es sind so viele punkte, dass mein therapeut mehr wert auf behandlung als auf genaue diagnose legt im moment.
mir geht es dank ihm und meinem freund ( auch wenn es ihm gerade schlecht geht) viel besser.
ja ich möchte mich vorbereiten, um sich entsprechenden situationen nicht hilflos da zu stehen.
mitlerweile habe ich zum glück gelernt (oder bin noch dabei) mir nichtmehr so viel abzufordern.
ja wegen dem stress, ich hatte sehr lange rastlosigkeit, wenn mich jetzt etwas ein bischen trigger, schurbbe ich das ganze haut blitz blank sauber, gehe ins fitnessstudio und mache kraftsport. danach sitz ich ein paar minuten heulend auf dem boden wenn ich total ko bin und dann ist es wieder besser, dann bin ich stolz, wie ich damit umgegangen bin.
Ich werde mir den rat zu herzen nehmen und ihm nichtmehr helfen, außer er bittet mich explizit darum.
ich muss es auch noch mehr schaffen in diese "beziehung" platz für mich zu schaffen. ich habe nächsten montag nochmal einen termin bei meinem therapeuten und werde alles auch mit ihm bereden.
es ist übrigends eine tiefen und traumapsychologische therapie.