Hallo Answer,
Ihr Lieben alle,
danke für diesen Thread Answer.
Dass Du Dich hier öffnest ist für mich ein Geschenk des Lebens !
Ich kann Kinder gut fördern, sie da abholen, wo sie stehen, und ihr Selbstvertrauen stärken. Das mache ich beruflich und das macht mich froh, ein Kind bei einem Stück Wachstum zu begleiten.
Was Du schreibst, bestätigt mich in der Liebe zu meinem Mann, von dem ich zwei Jahre getrennt war und seit Weihnachten wieder im gemeinsamen Haus bin.
Ihm mangelt es an Selbstwahrnehmung. Das erklärt mir seine Streitereien mit mir, in denen er bestimmte Sätze zu mir sagt, die zu ihm passen, nicht zu mir,
z.B. 'Deine Wahrnehmung ist
gestört'. Auf diesen Satz antwortete ich nach der ersten Verblüffung, dass jemand so etwas sagt, ziemlich bald: ' Warum stellst DU so eine Frage?', 'Verschiedene Meinungen sind doch selbstverständlich!'
Sind sie für ihn nicht, er hat nicht
leicht eine eigene Meinung, er hat Wahrnehmungsschwierigkeiten.
Wir haben eine gemeinsame Tochter, erwachsen, die nachsichtig
mit ihm ist und zu mir sagt, wenn ich mich mal wieder mit ihm gestritten hatte: Mama, Du musst zu ihm deutlich sagen, was Sache ist und dann gehen, er kann privat nichts ausdiskutieren.
Ein kluges, gereiftes erwachsenes
Kind,
Gottseidank hat sie einen 'normalen' Freund.
Mein Mann ist beruflich sehr erfolgreich und hat viele Verhandlungen mit streitenden
Parteien im Personalbereich großer Firmen. Darin ist er gut und gefragt,
und mir war über Jahre unbegreiflich, warum er das privat nicht kann.
Ich besuchte über Jahre immer
wieder die kirchliche Beratungsstelle hier in der Großstadt, das half mir, mein Co-Verhalten nachträglich zu erkennen und zu vermeiden.
Ich brachte ihn dazu, zum Leiter der Beratungsstelle mit mir zur Eheberatung zu gehen. Dort waren
wir genau drei Mal. Sein einziges Thema war ich und dass meine Wahrnehmung gestört sei.
Der Therapeut ist gut, er bat mich und meinen Mann jeder möge ein Thema für sich mitbringen.
Mein Mann sagte, er hätte kein
Thema, sein einziges Problem wäre ich, die ihn nicht in Ruhe lassen könne.
Verärgert brach ich die Eheberatung ab und sagte, dass Ich keiben Sinn darin sähe, einen solchen Mann zur
Eheberatung zu schleppen.
Kurz danach zog unsere Tochter aus und ich zog spontan auch aus und mietete mir ein möbliertes Appartment, in dem ich zwei Jahre blieb, bis Weihnachten.
In der Trennungszeit begann er,
allein zum Leiter der Beratungsstelle zu gehen, das tut er einmal im Monat immer noch.
Was mir durch Deine Beiträge klar geworden ist, Answer, sind seine Selbstwahrnehmungsschwierigkeiten.
Ich habe so böse Sätze zu ihm gesagt wie: 'Du bist ein Ar. ohne Kopf und Herz'.
Wir nähern uns an, doch sind noch i n getrennten Zimmern.
während der Trennungszeit hatte ich ein halbes Jahr einen Freund, für den ich eher ne Freundinplus war, so lebt er seit seiner zweiten Scheidung würde ich sagen. Er hat mich so wahrgenommen wie ich bin!, und sich selbst so wahrgenommen wie er ist, das war und ist für mich eine solche Wohltat, dass ich auf lange Sicht mit ihm befreundet bleiben werde, dadurch war er für mich die
Liebe meines Lebens.
Der leicht geistig und körperlich spastisch behinderte Sohn meines Mannes aus erster Ehe ist bei uns aufgewachsen, er ist gut geraten, geht seinen Weg, ich dachte immer mein erfolgreicher Mann drückt sich
vor seinem behinderten Sohn und nahm im Endeffekt die nötigen Entscheidungen die Hand. Heut denke ich : Mein Mann tut sich schwer, seinen behinderten Sohn so wahrzunehmen, wie er ist !
Uns allen alles Liebe !