Zitat von PapaEmeritus: Genau. Die Menschen sind in einem Moment abwertend und dann wie von Zauberhand wieder nett.
Ich finde das nicht ungewöhnlich wenn man bedenkt, dass eine psychische Störung selten alleine kommt.
Die NPS ist bekanntermaßen eine komorbide Erkrankung zu BPS und umgekehrt. So erfüllen ca 40% der Menschen mit einer diagnostizierten Narzisstischen Persönlichkeitsstörung (NPS) gleichzeitig auch die Kriterien für eine Borderline-Persönlichkeitsstörung.
Die Stimmungsschwankungen bei BPS sind ja bekannt. Das ist auch nicht verwunderlich, da beide Störungen häufig auf frühen Bindungstraumata oder emotionaler Vernachlässigung in der Kindheit wurzeln. Es gelingt den Betroffenen nicht, ein stabiles, gesundes Selbstwertgefühl aufzubauen.
Ich habe mal in einem BL-Forum eine Betroffene mit einer DIS kennengelernt.
Sie beschrieb, dass sie bei ihrer Therapeutin sass und innerhalb weniger Sekunden in das kleine Kind von damals switchte und die Therapeutin ablehnte.
Das erklärt, dass sie Dich abwertet und sobald jemand anderes den Raum betritt, das destruktive Verhalten innerhalb weniger Sekunden abspaltet und ablegt.
Natürlich kann auch vieles Charakter sein und nicht jeder mit einer NPS zeigt dieselben Symptome. Aber ich denke, die Persönlichkeitsstörung hat den Nährboden für den späteren Charakter gelegt.