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Nebeneinander statt Miteinander

Arjuni

Arjuni


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Sunny,

wie sieht das denn aus mit Deinen Interessen? Womit beschäftigst Du Dich so in Deiner Freizeit? Hast Du Hobbys, Freunde etc.? Machst Du regelmäßig Dinge für Dich alleine ohne ihn? Oder wartest Du, dass er mit Dir gemeinsam was macht?

22.11.2020 16:26 • x 1 #16


Pieps

Pieps


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Hallo Sunny, schade sowas lesen zu müssen, aber dafür gibt es ja hier diese Seite, um sich austauschen zu können.

Was ich so herauslese ist, eigentlich macht ihr gar nichts mehr gemeinsam. Er ist mit der Situation zufrieden, denn es läuft ja alles, da Du alles machst. Und sehen will er Dich auch nicht mehr und wertschätzt Deine Anwesenheit gar nicht mehr.

Ich würde an Deiner Stelle, wie hier schon jemand geschrieben hat, einfach mal ein paar Tage zu Freunden oder Eltern gehen, ohne das er weiß wo Du bist. Zettel auf den Küchentisch "Bin in ein paar Tagen wieder zu Hause". Wenn er versucht Dich zu erreichen, einfach nicht rangehen, vielleicht wird er dann wach, was ich aber etwas bezweifel. Du bist zur Selbstverständlichkeit geworden und er duldet Dich.

Stell Dir mal die Frage, was Du bei einer Trennung verlieren würdest. Das Haus - sind auch nur vier Mauern (habe ich selber hinter mir) - Glücklichsein - das bist Du doch auf eine Art nicht mehr - Liebe - naja ist es wirklich noch Liebe oder doch eher die Gewohnheit?

Mit ihm reden - ohne Vorwürfe - vielleicht hört er dann mal zu. Für ihn ist es bequem, er brauch nichts machen, hat sein Handy und schaut fern - Welt in Ordnung - aber nur für ihn.

Ich sage mir immer, man bekommt keine Sekunde seines Lebens mehr zurück - also überlege Dir, ob Du wirklich noch glücklich bist und mit diesem Leben zufrieden bist. Man kann immer neu anfangen, auch wenn das nicht immer einfach ist, aber manchmal einfach der bessere Weg für einen selbst.

24.11.2020 10:51 • #17



Nebeneinander statt Miteinander

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Schlurfi2020


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Zitat von Sunny826:
Welchen Sinn ergibt das alles?


Gegenfrage:

Warum hast Du ihn geehelicht?

Du wusstest doch vorher um seine Arbeitszeiten und seinen Lebenswandel. Oder etwa nicht?

Hat sich was daran dann mal geändert? Vielleicht suchst Du Dir dann auch einen Nachtjob. Klaro, das ist ein anderes Lebensmodel, nicht unbedingt die Wunschvorstellung mancher Menschen, aber manchmal nicht zu ändern. Wenn er sich darin wohlfühlt, warum soll er das ändern?

Dir passt es nicht, schon klar. Aber nochmal meine Frage vom Beginn: Warum hast Du ihn geheiratet? Hatten Dir die Schmetterlinge so sehr die Sinne vernebelt, dass Du das nicht wenigstens erahnen können?

Ich hatte mal eine kurze Beziehung mit einer Frau, die in der Pflege tätig war. Immer zu bestimmten Zeiten Rufbereitschaft, viele Nachtschichten, oft auch Einspringen für kranke Kollegen. Pflegebedürftige Menschen, nehmen wie derzeit Corona darauf keine Rücksicht.

Alternativvorschläge:

Du suchst Dir einen Job im Nachtbereich, damit hättet ihr gleiche zeitliche Strukturen.
Er sucht sich einen anderen Job, um Deinen Zeiten näher zu kommen.

Beides in Zeiten von Corona wohl kaum zu machen ....

Du suchst Dir eine Abwechslung, z.B. eine Affäre, das wäre der typische Klassiker, um auszubrechen und Aufmerksamkeit zu erzwingen, ein geradezu typisches Affärenmerkmal.

Oder, der letzte konsequente Schritt, Trennung und gegebenenfalls Scheidung.

Denn die vorerst beste Variante, das Miteinander reden, fällt ja leider aus. Also ist diese Option hinfällig.

Tendenziell und aus meinen vorherigen Erfahrungen mit vielen Affärenfrauen wird es letztlich darauf hinauslaufen. Oder auf ein Ende.

24.11.2020 11:06 • #18


Sunny826


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Hallo Zusammen,

vorallem erstmal, danke für Eure Antworten.

Ich mache viel Sport, verabrede mich mit Freunden....ich bekomm mich auch ohne meinen Mann gut beschäftigen. Darum geht's nicht.

Es ist viel mehr dieses: Es spielt keine Rolle ob ich da bin oder nicht - sein Tagesablauf ist der gleiche. Bzw. die Möglichkeiten zu unserem " Wieder-Näher-Kommen" beizutragen nutzt oder sieht er nicht. Und ich gehe langsam aber sicher daran kaputt, das er emotional und körperlich soweit weg ist. Ich kann gar nicht soviel arbeiten um in meinem Kopf damit klar zu kommen. Abgesehen davon das mir die ganze Arbeit sicher bald um die Ohren fliegt.

Warum habe ich ihn geheiratet? Weil das zu dem Zeitpunkt einfach richtig war und es bis heute ist. Es war meine Entscheidung für diesen einen Menschen unabhängig äußerer Umstände. Dabei geht es nicht um unser Haus oder irgendwelche materiellen Dinge. Ein bisschen braucht man sie, aber es gibt Wichtigeres denke ich. Unser Haus - vermutlich wäre es für uns besser gewesen, es nicht zu bauen. Da bin ich inzwischen sicher.

Schichtdienst oder nicht - es würde sich nichts ändern, kehrte ich dahin zurück. Er kann trotz Schicht einen Teil zu unserem gemeinschaftlichen Leben beitragen, macht er aber nicht. Und jetzt bewohnen wir beide ein Haus, das ihm so wichtig war und wo ich von Anfang an gesagt habe, wenn dann darf es nicht so sein, das ich da gefühlt alleine lebe. Aber genauso ist es jetzt eben doch. Und ich habe einfach nicht damit gerechnet, das wir uns so sehr auseinander entwickeln könnten. Und ich nicht weiss wie wieder zusammenhalten.

Eine Affäre kommt definitiv nicht in Frage, da bin ich nicht der Typ dafür. Bei dem Gedanken wird mir schon ganz anders.

Bei einer Trennung bin ich ziemlich strikt, es würde bedeuten, ich gehe und zwar ganz woanders hin. Weil unser gemeinsames Umfeld ist recht gross und recht gemeinsam. Da würde ich raus wollen. Der Gedanke ist zur Zeit nicht mehr so abwegig wie noch vor ein paar Tagen. Allerdings leider ich noch nicht genug wie es aussieht. Und im Moment gibt er sich ein bisschen Mühe. Aber es ändert nicht wirklich etwas.

Sunny

28.11.2020 20:14 • #19


CaveCanem

CaveCanem


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Zitat von Sunny826:
Weil das zu dem Zeitpunkt einfach richtig war und es bis heute ist.


Es war mal richtig.

Aber es hat aufgehört, das zu sein.

Du gehst an seiner Gleichgültigkeit kaputt.

28.11.2020 22:07 • #20


Sunny826


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Das trifft es ziemlich gut.

Die Frage ist, warum ich den Punkt zu gehen noch nicht habe.

Ich denke mir oft genug, das ich alleine im Moment eher glücklich bin. Vermutlich.

29.11.2020 10:26 • #21


marina1974


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@Sunny826
Zitat:
Ich denke mir oft genug, das ich alleine im Moment eher glücklich bin. Vermutlich.


Das wäre für mich ein starkes Argument gegen eine Fortführung der Ehe. Ich würde an deiner Stelle wirklich mal für eine Woche ausziehen und ihm einen Brief schreiben, der alles klar darlegt, auch das, was im Zitat steht. Bezeichne es in dem Brief als Beziehungspause. Wenn er sich klar für dich entscheidet, dann mache ihm auch klar, dass du Taten sehen willst. Ich würde es eine "Weiterführung der Ehe auf Probe" nennen. Auch eine Paartherapie wäre eine Möglichkeit.
Sollte er sich nicht merklich bewegen, dann geh!
Aber denke bitte daran, von alleine wird er nichts ändern, er hat sich ja so gut eingerichtet. Wenn du die Ehe retten willst, musst du auch erst einmal die Initiative ergreifen. Einfach nur abzuwarten und noch einmal ein wenig reden wird wohl nichts helfen.
Solltest du die ganze Sache wirklich anschieben und es passiert nichts, dann kannst du dich auch guten Gewissens trennen und wirst wissen, das Richtige gemacht zu haben.

marina1974

29.11.2020 20:11 • #22


Baumo


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Ganz nachvollziehen kann ich dein Problem nicht. Er ist doch so wie er schon immer war. Das was du jetzt gleichgültig nennst hättest du früher ruhig und gemütlich genannt. So ist er wohl schon immer gewesen.
Dass er dich stört wie er ist liegt also nicht an ihm sondern an dir. Er fühlt sich wohl in der ehe. Du fühlst dich nicht wohl.
Dann werdr doch mal aktiv und mach was du dir wünschst mit ihm. Was habt ihr am Wochenende gemacht? Da hättest du ihn dir doch einfach schnappen können und was unternehmen

29.11.2020 22:34 • #23


Heffalump

Heffalump


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Zitat von Sunny826:
Erst war er schockiert, dann beleidigt.

Ist doch ne schöne Sache, da kann man(n) sich prima ins Schneckenhaus zurück ziehe und gut.
Zitat von Sunny826:
Weil das zu dem Zeitpunkt einfach richtig war und es bis heute ist.

Dieser Satz ist der Hammer, du machst dir selbst die Türe zu und wunderst dich, warum du dir eingesperrt vorkommst.
Er ist so, er war schon immer so, nur sind die Vernebelungsdüsen verstopft und dein Blick wird klarer.
Er ist bestimmt ein toller Mann, säuft nicht, geht nicht Hopping in acht Kneipen und ist brav zu Haus.
Leidenschaft ist ja nur in wenigen Anfangsmonaten spürbar und nun verflogen.
Zitat von Sunny826:
Und ich nicht weiss wie wieder zusammenhalten.

Wenn er nicht will, kannst du es alleine nicht ändern - außer du gehst. Nur dann änderst du es - für Dich. Hättest du dich in seine Richtung entwickelt, wäre es dir sch. egal, alles wäre pinkrosa.

Nur bist du, entwicklungstechnisch, in ne andere Richtung gelaufen. Ist eine Chance sich selbst besser kennen zu lernen und zu versuchen, zu verstehen, was man für sich will im Leben.

30.11.2020 04:19 • #24


Schlurfi2020


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Zitat von Sunny826:
Hallo Zusammen, vorallem erstmal, danke für Eure Antworten. Ich mache viel Sport, verabrede mich mit Freunden....ich bekomm mich auch ohne meinen Mann gut beschäftigen. Darum geht's nicht. Es ist viel mehr dieses: Es spielt keine Rolle ob ich da bin oder nicht - sein Tagesablauf ist der gleiche. Bzw. die Möglichkeiten zu unserem " Wieder-Näher-Kommen" beizutragen nutzt oder sieht er nicht. Und ich gehe langsam aber sicher daran kaputt, das er emotional und körperlich soweit weg ist. Ich kann gar nicht soviel arbeiten um in meinem Kopf damit klar zu kommen. Abgesehen ...



@Sunny826

Ich kann mir nicht helfen, ein wenig klingt es auch nach selbstgemachtem Leid und der Zeitpunkt darauf hinzuweisen, dass es Dir jetzt nicht mehr gefällt, kommt spät - zu spät, wie ich finde. Wenn Du immer noch findest, er ist der richtige Ehemann und es war und ist immer noch richtig, diesen Mann geheiratet zu haben, dann sind Deine Klagen ein wenig daneben, denn diese Entwicklung war keine, sondern ist Bestandteil von Beginn an. Und die materiellen Dinge, die ihr angehäuft habt sind Dir (sorry) nicht unwichtig, vermutlich wichtiger als sein Bedürfnis an Nähe zu Dir, sonst wärest Du vielleicht schon weg. Im Moment kommt es mir auch ein wenig vor wie ein zickiges trotziges Kind, dass jetzt aufbegehrt, nachdem es nicht bekommt, was es will.

Ich denke, dass ist ein generell großer Fehler bei Frauen, das habe ich auch oft bei meinen AFs gehört über deren Männer. Sie beklagten nie Wohlstand, Vermögen, PKW und Status, aber immer hätten sich die "Männer" nie weiterentwickelt. Vermutlich ist es wohl auch so, denn diese permanenten Entwicklungsstoff ist Mann irgendwann leid. Der will ankommen und Ruhe haben. Frauen dagegen sind immer unruhig und werden noch unruhiger, wenn nicht immer was los ist und sich nicht alles um sie dreht. Das ist fast schon eine Krankheit. Dann werden sie auch anfällig für Fremdgehen, Affären und Nebengeschichten. Manchmal, aber sehr selten, gehen sie jedoch ganz weg, schließlich sind sie dann auch wie die männlichen Affärennutzer, man will das angehäufte Vermögen ja nicht einfach so aufs Spiel setzen. Also schön den Mund halten und gute Miene zum bösen Spiel machen.

Deinen Mann kann ich ein Stück weit verstehen, dass er jetzt sauer und beleidigt ist, jetzt nach zig Jahren soll er sich mir nichts dir nichts einfach mal eben so ändern und Dir nach Deinem Gusto handeln. Das solltest Du mal bei mir versuchen, ich hätte nicht beleidigt reagiert, sondern Dir die Tür gezeigt, die Koffer vor die Tür getragen und dann raus Madame. So nicht, liebes Fräulein, hätte ich noch als Schlusszitat gebracht.

Mi tust Du ein wenig leid, aber nochmal sorry, selbst gemachtes Leid, was bekannt war bei Eheschließung. Und die Annahme, dass sich automatisch jeder Mensch beziehungsweise dieser Deine Mann ändert - Fehlanzeige. Er ist nicht gerade der Vorzeigemann, zugegeben, aber er war ja schon immer so und sei Dir sicher, groß verändern wird der sich nicht mehr. Was ich auch verstehen kann, denn ihm geht es gut so.

Du hast Dir halt den falschen Mann genommen, so einfach ist das. Da bleiben Dir nur zwei Möglichkeiten: Entweder Du änderst Dich und Deine Denkweise und passt Dich seiner an. Oder Du musst gehen - mit allen Konsequenzen, die dazu gehören, positive wie negative!.

Er wir sich nur ändern, wenn er das selber will - und überhaupt noch kann, was ich sowohl bezweifle als auch ausschließen möchte anhand dem, was Du über ihn/Euch geschrieben hast/habt.

30.11.2020 09:40 • #25



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