@knuspi
Zitat:Ja, ich bin selbständig, von grundauf ein Gestalter und ideenreich, aber kein Workaholic und keiner, der aus dem Beruf seine Position herzieht. Ich vernachlässige meine Familie in keinster Weise und meine Frau und ich unterstützen und ergänzen uns gegenseitig sehr gut, so dass wir uns viel schöne Zeit als Familie und auch mal als Ehepaar organisieren. Wir sind grundsolide Menschen, ohne überzogene monetäre Erwartungen - wir wollen auskömmlich und weitgehend sorgenfrei durchkommen, aber bei der Auswahl zwischen Luxus und ruhigem Camping im Grünen werden wir immer die Ruhe und Entspannung vorziehen.
Ich habe ein „paar“ Burnis damals beraten. Mitte der 90ziger kam die „Manager“ Erkrankung heraus.
Zitat:Meine Eltern mussten sich in den 90er Jahren selbständig machen und obwohl sie liebevolle Eltern waren, musste ich auch viel zurückstecken und habe mich auch eingebracht, weil ich ja intuitiv spürte, dass ihnen meine Hilfe sehr gut getan hat.
Meine Eltern waren dafür immer als Rückhalt für mich, aber als Jugendlicher und junger Erwachsener hat mir so eine liebevolle Strenge und Führung rückblickend gefehlt.
🤔 Du warst um die 5-6 Jahre alt damals ?
Parentifizierung oder Parentifikation ist eine Umkehr der sozialen Rollen zwischen Elternteilen und ihrem Kind bezeichnet wird.
Eine Parentifizierung in diesem Sinne findet statt, wenn sich das Kind
aufgefordert und/oder verpflichtet fühlt, seinerseits die nicht-kindgerechte, überfordernde und seine weitere Entwicklung blockierende „Eltern-Funktion“ gegenüber einem oder beiden Elternteil(en) wahrzunehmen.
Weil du intuitive gemerkt hast das sie Hilfe benötigen
⬆ Zitat:Ich lasse die Dinge sich nicht "verselbständigen" - lieber geregelt Dinge abwickeln und sich neu ausrichten, so wie ich / wir es gerade tun.
Weil es dir Sicherheit gibt ?
Damit du nicht existenziell
⬇ Bedroht bist.
Zitat:Daher habe ich von der Sache her keine Sorge der Existenz, dennoch ist so ein abrupter Einschnitt binnen 2-3 Jahre herausfordernd.
Zitat:Im Umfeld sind genügend Bekannte in ein Burn out geraten oder haben sich gerade so noch rechtzeitig gerettet, so dass ich sehr aufmerksam mit allem umgehe und mich selbst reflektiere und auch absolut offen mit meiner Frau über jede Sorge spreche.
Sehr lobenswert. Machen viele in dieser Ebene nicht. Weil Scham meist ein großes Thema ist.
Zitat:Wenn ich einfach morgens im Bett liege und meine Frau und Tochter da sind, dann ist das das Schönste überhaupt.
Weil es dir Sicherheit gibt ?
Zitat:Dort, wo ich meine familiäre Sorge habe, ist, dass ich mitunter (nicht immer!) durchaus auch nachdenklich bin und speziell unsere Tochter hier sehr feine Antennen hat.
Die extra Betonung der feinen Antennen ,….woher kommen diese feinen Antennen ?
Die selben feinen Antennen wie du damals bei deinen Eltern? Oder sogar hoch sensitiv (HSP)
Zitat:Ich möchte aber ihre Empathie nicht überstrapazieren.
Was bedeutet das ? Das sie nicht in die Rolle fallen soll wie du damals ?
Zitat:Für sie möchte ich auch der Papa sein, bei dem sie notwendige Sicherheit spürt und weiß, dass ich einfach da bin.
Warum soll das nicht so sein ?
Zitat:Da ich nun selbst vieles so sensibel wahrnehme, mache ich mir auch mehr Gedanken um vieles als andere.
Bist du HSP ? Woher kommt das sehr sensible ? Aus der Kindheit wo du deine Eltern unterstütz hast ?