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Neuanfang mit älterem Partner und Kind?

Blackandwhite

Guten Morgen,

tja, wo fange ich an?

Vielleicht bei meiner Ehe, die seit 3 Jahren nur noch auf dem Papier besteht. Und das nach nicht mal 9 Jahren Ehe. Ich bin 32 Jahre, mein Mann 39 Jahre.

Zusammen sind wir seit 13 Jahren und wir haben eine 5 jährige Tochter. Wir haben im letzten Jahr eine Therapie gemacht, aber auch das half nur kurzfristig. Die generellen Ansichten vom Leben und von einer Beziehung gehen meilenweit auseinander. Hauptthema ist dabei, dass er sich ein Hausmütterchen wünscht und auch weitere Kinder. Ich liebe meinen Beruf und habe mich bewusst gegen weitere Kinder entschieden.

Nachdem also die Therapie im letzten Jahr nicht anschlug, war ich frustriert und meldete mich auf einem Portal an. Ich war neugierig und suchte etwas Abwechslung. Und dann kam er: 50 Jahre, auch in einer unglücklichen Ehe (die zweite, keine Kinder) und wir merkten schnell, dass wir auf einer Wellenlänge liegen.

Er hat sich mittlerweile von seiner Frau getrennt und sich ein eigenes Häuschen gekauft.

Der Altersunterschied ist kein Problem, ich hatte vor meiner Ehe 2 Beziehungen mit jeweils 14 Jahren Unterschied. Am Alter sind diese Beziehungen nicht gescheitert. Rückblickend fühlte ich mich in diesen Beziehungen glücklicher, es tat mir gut, jemanden an meiner Seite zu haben, der reifer war.

Uns trennen 200 km, da er beruflich ortsgebunden ist, wünscht er sich sehr, dass ich mit meiner Tochter zu ihm ziehe.

Ich Idiotin kriege es einfach nicht hin, mich von meinem Mann zu trennen. Wir wissen beide, dass diese Ehe keine Zukunft mehr hat, aber unser Umfeld spielt auch eine große Rolle: Wir leben ländlich direkt neben meinen Schwiegereltern. Es gäbe einen großen Knall, wenn wir uns trennen. Und ich glaube kaum, dass er einem Umzug mit meiner Tochter zustimmen würde.

Ich habe Angst, dass er mich vor die Tür setzt und ich mein Kind nicht mehr sehe. Er kann sehr aufbrausend werden, wenn es nicht nach seiner Nase läuft. Zärtlichkeiten gibt es seit 3 Jahren nicht mehr.

Ich weiss einfach nicht, wie es weitergehen soll.

Gibt es hier jemanden, der in einer ähnlichen Situation war? Wie habt ihr das für euch gelöst?

Danke für's lesen, auch wenn der Text etwas länger geworden ist

Blackandwhite

12.06.2018 08:50 • #1


Vegetari

Vegetari


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Zitat:
Zärtlichkeiten gibt es seit 3 Jahren nicht mehr.


Eure Ehe funktioniert nur noch. Traurig.

Ich vermute , ihr habt euch beide verloren.

Ein Warmwechsel von einem zum nächsten Partner führt in aller Regel irgendwann zur Bruchlandung. Kannste hier tausendfach nachlesen.

Auch im Sinne Deines Kindes : Tue ihr einen Ortwechsel 200 km wegen neuem Typen nicht an! Sie braucht ihr Umfeld.

Mein Tipp zur persönlichen Weiterentwickung:
Räumliche Trennung !
Lerne erstmal allein zu leben , Dich selbst auszuhalten ohne wieder einen " älteren " Retter um Dich zu scharren .

Finde Dich erstmal selbst , damit Du unabhängig wirst und lernst was Du wirklich willst ! Und dito das Gleiche für Deinen Mann ! Wahrscheinlich nur so kann es zur Weiterentwicklung und Verhaltensänderung kommen.

Mag ja sein , das in einem Jahr Du und Dein Mann euch wieder findet über den Weg der Distanz und er Dir sagt : " Es war alles Humbug was ich von Dir verlangte mit Haumüttchen usw. "
Kann ja sein , dass er nur so begreift Deine wahren Bedürfnisse zu verstehen und ihr euch emotional dann tiefer begegnen könntet ?


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12.06.2018 09:07 • x 4 #2



Neuanfang mit älterem Partner und Kind?

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EchtJetzt


Wenn es so ist,wirst du wohl bei deinem Mann bleiben müssen.Es wird immer äußere Umstände geben,die gegen eine Trennung sprechen und eigentlich jede Trennung ist erst einmal ein großer Knall.
Mit dem Kind von einem Nest ins nächste ziehen würde ich auch nicht.Wie geht es dem Kind,wenn sich erst die Eltern trennen, dann wird es aus seinem Umfeld entrissen und ihm wird ein anderer Mann vor die Nase gesetzt ?Könnte ich meinem Kind gegenüber nicht verantworten.Ich würde mich erst trennen,mir ein eigenes Nest bauen und dann in Ruhe abwarten und schauen,wie es sich mit dem Mann entwickelt.Ihr kennt euch nicht wirklich, habt keinen Alltag und dann unter den Umständen 200km wegzuziehen ist schon ein sehr risikoreiches Unterfangen. Für eine Einzelperson weniger als für dich als Mutter mit Kind.Wenn es mit euch nicht klappt,steht die nächste Trennung für das Kind an verbunden mit einem erneuten Ortswechsel.
Also : Erst sauber trennen,auf eigenen Beinen stehen und dann eventuell zum Freund ziehen.Einen Schritt nach dem Nächsten.

12.06.2018 09:54 • x 3 #3


Gast999


Ein Kind mit einem älteren Typen aufziehen? No good idea. Bad idea.

Wenn Du so auf Beruf/Karriere schielst, warum hast Du ein Kind in die Welt gesetzt und dann noch einen Mann geheiratet, der klare Vorstellungen hat von "seiner" Frau? Hast Du ja sicherlich nicht erst jetzt bemerkt, oder? War da das Kind wieder als der angeblich rettende Anker gedacht? Schwer daneben gegangen, oder?

Also, entweder ziehst Du alleine aus, das Kind bleibt mal schön beim Mann, ist ja klar. Gewohntes Umfeld, kein "Opi" als neuer Dad (unglaublich sowas) und stabiles Umfeld.

Oder passe Dich an und nimm´ Deine Rolle an. Wer a sagt, muss auch b sagen.

Immer die gleiche Masche: Wenn es einem Partner nicht mehr passt, will der oder die abhauen und einen Trümmerhaufen hinterlassen. Aber erst alles anders gesehen haben .. . ja, ja, ja. Wer´s glaubt. Plötzlich sind alle gemeinsamen Lebensmodelle passé etc. Tja, damit musste leben.

Wie heißt es: Erst nachdenken, dann aktiv werden. Nicht umgekehrt.

12.06.2018 09:55 • x 1 #4


Blackandwhite


Ich muss wohl etwas klarer in meinen Aussagen werden:

Unsere Ehe ist gescheitert, da gibt es auch kein zurück mehr.
Ich habe nicht vor, Hals über Kopf meine Sachen zu packen und zu meinem Freund zu ziehen. Da ich beruflich auf eigenen Beinen stehe, ist es mir durchaus möglich, mir eine eigene Wohnung zu nehmen. Und das ist auch der erste Schritt.

Zu Beginn unserer Beziehung haben wir uns natürlich über die Familienplanung unterhalten, aber zu dem Zeitpunkt war auch noch nicht absehbar, das ich mich beruflich so gut entwickeln kann.

Ich liebe meine Tochter über alles, deshalb mache ich mir ja auch so viele Gedanken. Sie hier zurückzulassen und alleine auszuziehen kommt nicht infrage. Zumal mein Mann auch vom beruflichen her gar nicht in der Lage wäre, sie umfassend zu betreuen.

In erster Linie geht es um Sie, ich stelle mich und meine Bedürfnisse da gerne hinten an. Mein Freund will sich auch gar nicht an die Stelle des Papas drängen, er hat 2 erwachsene Kinder aus erster Ehe und steht einem Neuanfang mit uns offen gegenüber. Das weiß ich sehr zu schätzen.

Und auch wenn wir anfangs pendeln müssen, wäre es machbar. Da sind wir uns einig.

Ich suche jetzt nach dem richtigen Weg für meine Tochter und mich und ich möchte diese Ehe so ruhig wie möglich beenden. Finanziell gibt es nicht viel zu regeln, wir hatten immer getrennte Konten und das Haus gehört ihm.

12.06.2018 10:59 • #5


kaaaaa72

kaaaaa72


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Mit dem pendeln ist doch schon mal eine gute Idee.
Das Kind würde ich nicht aus seinem Umfeld nehmen, mal abgesehen davon würde ich als Vater da sowieso nicht zustimmen das mein Kind 200 km weg zieht.
Gott sei dank habe ich als Vater das Recht es zu verbieten.

12.06.2018 11:09 • x 3 #6


Brightness


Wenn du eine Karriere anstrebst, wirst du euer Kind auch nicht "umfassend" betreuen können, eben so wenig wie dein Mann. Ergo brauchst auch du externe Betreuungsmöglichkeiten. Ist also kein Argument, euer Kind aus der gewohnten Umgebung zu reißen und 200km Entfernung zum Vater zu schaffen.

12.06.2018 11:11 • #7


Deion


Zitat von kaaaaa72:
Mit dem pendeln ist doch schon mal eine gute Idee.
Das Kind würde ich nicht aus seinem Umfeld nehmen, mal abgesehen davon würde ich als Vater da sowieso nicht zustimmen das mein Kind 200 km weg zieht.
Gott sei dank habe ich als Vater das Recht es zu verbieten.


Dem stimme ich auch zu. Wenn das Kind ein gutes Verhältnis zum Vater hat, dann würde ich einem solchen Umzug auch nicht zustimmen. Wieder mal sind die Kinder ein oder "das" Problem, geschaffen von Erwachsenen. Ob das so gut ist, wenn das Kind bei Dir bleibt, ist auch fraglich. Man kann nicht alles haben und so wie es sich bisher liest, scheint das Kind hier das Zünglein an der Waage zu sein.

Vielleicht einfach den anderen Typen vergessen, abhaken und bei dem Jetztmann mal richtig arbeiten an der Beziehung. Vielleicht muss ja eine/r von Euch mal zurückstecken in der beruflichen Entwicklung. Wenn das keiner von Euch will, warum habt ihr ein Kind in die Welt gesetzt? Das ist völlig normal, dass sich die Prioritäten ändern, wenn ein kleiner Sprössling da ist. Da musst Du halt ggf. Dein Leben umstellen. Oder Dein Nochmann seines. Einfach nur einen neuen Mann anhimmeln, ist schwach. Zudem soviel älter - nicht gut. Vor allem nicht für´s Kind. Und für Deine eigene Entwicklung, liebe TE:

12.06.2018 11:22 • #8


Vegetari

Vegetari


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Blackandwhite,

weiss Dein Mann jetzt Bescheid?
Er weiß vom anderen Mann?

Wenn er es erfährt, stell Dich auf große Widerstände ein,wenn er noch Gefühle für dich hat!

Es kann noch ganz anders kommen!

Der neue Warmwechsel -Partner hat oft eine unbewusste Funktion :

Sprungbretthilfe oder Retterfunktion.

Oft treffen zwei Bedürftige aufeinander und später kann es oft nichts Ganzes werden.

Um sich vom Partner endgültig zu lösen, dauert es meist mindestens 1,5 Jahre, um später innerlich frei für einen Neuen zu fühlen . Die Zeit fehlt dir. . möglicherweise kompensiert Du mit dem Neuen etwas.
Oft ist es so ,wird eine Ehe schnell als "tot" erklärt, sobald eine 3.Person involviert ist. Komisch . ohne 3.Person wird es meist so nicht ausgedrückt. .
Da Du dich vorher nicht "sauber" getrennt haSt, läuft m.E Dein Neuer unter Affäre.

12.06.2018 11:33 • #9


Blackandwhite


Ich arbeite vormittags im Büro und kann Dank guter Absprachen nachmittags im Home Office arbeiten. Meine Tochter geht vormittags in den Kindergarten, nachmittags bin ich generell zu Hause. Somit kann ich mich trotz Beruf sehr gut um Sie kümmern.

Ich würde hier einfach gerne mal was positives hören.

Man erlebt so viele Trennungen in seinem Umfeld und immer ist das nur negativ behaftet.

Ich bin ja nun nicht alleine Schuld am Ende unserer Ehe. Mein Mann flüchtet sich seit Jahren mehr und mehr in seine Arbeit und seine Hobbys und ich soll das Familienleben und den gesamten Haushalt alleine organisieren. Das kann es doch wohl auch nicht sein?!

12.06.2018 11:36 • #10


Vegetari

Vegetari


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Zitat von Blackandwhite:
Ich arbeite vormittags im Büro und kann Dank guter Absprachen nachmittags im Home Office arbeiten. Meine Tochter geht vormittags in den Kindergarten, nachmittags bin ich generell zu Hause. Somit kann ich mich trotz Beruf sehr gut um Sie kümmern.

Ich würde hier einfach gerne mal was positives hören.

Man erlebt so viele Trennungen in seinem Umfeld und immer ist das nur negativ behaftet.

Ich bin ja nun nicht alleine Schuld am Ende unserer Ehe. Mein Mann flüchtet sich seit Jahren mehr und mehr in seine Arbeit und seine Hobbys und ich soll das Familienleben und den gesamten Haushalt alleine organisieren. Das kann es doch wohl auch nicht sein?!



Mädel,

Du bist frisch verliebt. . natürlich verständlich, dass Dein Mann jetzt schlechter da steht.
LiebesHormone vernebeln ja auch den Verstand. .


Was ihr an Eheproblemen habt: Stress beruflichen Streß, Kind. . kommt ganz häufig vor ,wenn man sich als Paar im Alltag verliert und die Paarebene verlässt und sich nicht mehr um Pflege der PaarbeZiehung kümmert. . Da tragen 2 die Verantwortung.
Es liegt an euch:Hausaufgaben angehen ,versuchen mit neuer Paarberatung (neue Einflüsse)
Oder Nicht- lösen, trennen.
Man kann an Problemen wachsen oder nicht.

Rettung der Ehe geht aber nur nach vollständiger Entliebung vom AP (Affärenpartner )

12.06.2018 11:43 • x 1 #11


Deion


Zitat von Blackandwhite:
Ich würde hier einfach gerne mal was positives hören.


Was soll man da groß Positives beschreiben? Geplante Trennungen/Scheidungen sind nie positiv.

Zitat von Blackandwhite:
Man erlebt so viele Trennungen in seinem Umfeld und immer ist das nur negativ behaftet.


Natürlich, damit gehen i.d.R. massive weitere Zerstörungen einher. Ich habe noch nie eine "positive" Trennung erlebt.

Zitat von Blackandwhite:
Ich bin ja nun nicht alleine Schuld am Ende unserer Ehe. Mein Mann flüchtet sich seit Jahren mehr und mehr in seine Arbeit und seine Hobbys und ich soll das Familienleben und den gesamten Haushalt alleine organisieren. Das kann es doch wohl auch nicht sein?!


Doch, das kann es sein, denn DU selbst hast es ja jahrelang zugelassen und machst jetzt die "Diva" o.ä., kommt ein bisschen spät, findest Du nicht?


Kommunikation heißt das Schlüsselwort, aber einen Dritten ins Boot holen, wird Deine Probleme nicht lösen, eher verschärfen.

12.06.2018 11:45 • x 2 #12


Liessa

Liessa


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Keiner spricht sich gegen eine Trennung aus, lies mal richtig. Alle raten nur, dich nicht Hals über Kopf in die nächste Beziehung zu stürzen und schon gar nicht, mit dem Kind 200 km vom Vater weg zu ziehen. Aber wie gesagt, das kann er ja verhindern und wäre ich an seiner Stelle, würde ich das auch tun. Kinder bekommen hat nämlich etwas mit Verantwortung zu tun und dazu gehört auch, dem Kind Vater UND Mutter zu erhalten, auch wenn die Beziehung zerbricht.

12.06.2018 11:47 • x 4 #13


Brightness


Liebe Blackandwhite,

das Problem besteht darin, dass du so selbstverständlich davon ausgehst, eure Tochter vom Vater trennen zu dürfen. Du könntest dir auch eine Wohnung in der Nähe des Vaters suchen und gemeinsam mit ihm über ein Wechselmodell nachdenken. Ideal dafür ist, dass die Schwiegereltern nebenan wohnen und vielleicht gerne die Zeit überbrücken, wenn Papa noch arbeitet. Wenn dein Mann ein Familienmensch ist, wie eingangs beschrieben, vielleicht mag er auch kürzer treten und sich mehr um Tochter kümmern?

Mich stört, dass deinerseits Pläne geschmiedet werden sollen, ohne den Vater einzubeziehen. Unter einer für dich selbstverständlichen Prämisse, dass Tochter zur Mama gehört. Obwohl du eingangs sagtest, dass dir Karriere wichtiger ist als weitere Kinder. Warum nicht gemeinsam planen?

12.06.2018 11:48 • x 5 #14


kaaaaa72

kaaaaa72


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Keiner will Dich angreifen aber es sind die Erfahrungen der User.

Selten kommt bei so einer Situation was gutes dabei raus.

Wenn Du Dich unbedingt trennen möchtest dann tu es jedoch Schritt für Schritt die "richtigen" Entscheidungen treffen.
Man sollte wenigstens versuchen nicht nur verbrannte Erde zu hinterlassen.
Trenn Dich sauber, nimm Dir eine Wohnung in der Nähe und mach eine Wochenendbeziehung mit dem neuen Mann.
So schadest Du deinem Kind am wenigsten.

Was den Haushaklt usw angeht sprechen viele Partner nie darüber sondern fressen alles in sich rein, irgendwann kocht das Fass über und man glaubt es bleibt nur noch die Trennung übrig.
Bist Du dir sicher das dein neuer Mann ein Hausmann ist?
Wenn nicht dann stehst Du in ein paar Jahren an der selben stelle.

12.06.2018 11:50 • x 1 #15



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