Sommersonne07
Gast
Uns trennt ein Altersunterschied von 12 Jahren. Es war sehr schnell klar, dass das zwischen uns nicht die klassische Affäre ist. Wir lieben uns so sehr, der eine kann nicht ohne den anderen. Wir haben uns bereits mehrfach getrennt, beieinander geweint, diskutiert, gestritten und immer wieder in den Armen gelegen.
Er sagte immer, er will mich, ein Leben mit mir, dass die Ehe ihn nicht mehr glücklich macht (Körperlichkeiten finden nicht mehr statt) und nur das gemeinsame Kind sowie die Verpflichtungen ihn halten.
Ende April diesen Jahres dann endlich ein Fortschritt: er hat sich getrennt. Mündlich. Hat ihr gesagt, dass er nicht mehr will. Sie wollte das alles nicht wahrhaben und hat eindeutig gesagt, dass sie keine Trennung will. Seitdem ist es nach seinen Angaben anders: die beiden Unternehmen nichts mehr miteinander, er schläft bewusst, so oft wie möglich, in einem anderen Bett aber manchmal, wenn er das Kind ins Bett bringt, legt sie sich dazu und letztlich schlafen doch beide in einem Bett.
Dass das alles für mich kaum auszuhalten ist, brauche ich nicht zu erwähnen, denke ich. Dementsprechend fliegen bei uns nach wie vor oft die Fetzen. Er selbst bewegt sich nicht aus der Situation, sagt, er wüsste nicht, ob vor oder zurück. Er habe Zweifel an unserer Beziehung und Angst, dass es nicht klappt, da wir es zB finanziell in seinen Augen nicht leicht hätten. Er hat große Angst, seinem Kind durch eine Trennung zu schaden, obwohl die Alternative eisige Stimmung zwischen den Eltern sowie Streitereien sind.
Ich weiß, dass ich ihm am ehesten die Zweifel nehme, wenn wir nicht mehr so viel streiten würden, aber es ist für mich einfach so schwer, dieses offene Ende hinzunehmen. Er möchte mir keine Versprechungen machen, sagte aber auch immer wieder, wie sehr er mich liebt, dass er mich nicht verlieren will usw.
Ich weiß nicht weiter. Es fällt mir so schwer, das alles hinzunehmen, ohne in fast regelmäßigen abständen auszuflippen. Er sagt immer wieder, es sei wie eine Wohngemeinschaft zuhause, dass ich mich nicht sorgen müsste aber ich drehe einfach regelmäßig durch bei dem Gedanken, dass meine Konkurrenz jeden Tag bei ihm ist.
Ich will das mit ihm nicht aufgeben. Ich liebe ihn so sehr, alle um uns rum, die von uns wissen, sind gegen die Beziehung. Begründen es mit dem Kind. Ich bin nicht der Meinung dass streitende Eltern eine gute Alternative zu einer Trennung ist.
Ich will ihn nich verlieren, will ihn von mir, von uns überzeugen, weiß aber nicht wie. Vielleicht habt ihr nen Tipp.