Zitat von Dummda2:
Genauso wie sich für mich die Frage stellt, wie man seinem Mann eine dreijährige Affäre verzeihen kann, so frag ich mich auch, wie man als AF einen Mann nach drei Jahren Affäre noch haben will.
Aber nach Deiner Definition von Selbstwert gehör eich eh nicht in die Kategorie potentielle AF, was mich ja beruhigt. Puuuhh
Und ja, ich würde nicht um einen Mann kämpfen, weder als AF noch als EF. Entweder will ich einen oder ich will ihn nicht. Umgedreht gilt es genau.
Ja, das weiß ich auch nicht. Mir geht es da ähnlich wie Dir, Rumgeeier finde ich total abtörnend und nicht anziehend. Deshalb war bei mir ja auch an der Stelle, an der das Geeier losging, Schluss.
Dass Dein Selbstwert Dich davor bewahrt, eine Affäre einzugehen, glaube ich Dir. Allerdings ist auch Dein Selbstwert Schwankungen unterlegen, hast Du ja auch gemerkt, nachdem Dein Mann Dir den Betrug gebeichtet hat, da hat der erstmal eine Kerbe bekommen. Und so kann es auch Dir passieren, dass Du mal in eine Lebenssituation kommst, in der Dein Selbstwert aus welchen Gründen auch immer angeknackst ist. Und ja, dann ist man empfänglicher für allen möglichen Blödsinn - Affäre, Alk, Dr.... whatever.
Die Frage, warum gebundene Männer oft anziehender wirken ist auch leicht geklärt. Gebundene Männer sind nicht bedürftig, daher meistens souverän einer ungebundenen Frau gegenüber. Sie können locker und entspannt sein in so einer Affäre, denn sie sind ja die Überlegenen, die "nur" eine Affäre wollen, weil ihre Grundbedürfnisse von einer anderen Frau gestillt werden. Als Frau gerät man fix in die unterlegene Position, und dann hängt man da halt drin. Es ist verdammt schwer, sich aus einer unterlegenen Beziehungsposition zu befreien. Leider funktioniert die Liebe nach dem Mechanismus, dass wir das, was schwer (oder gar nicht) zu kriegen ist, am meisten wollen. Die Liebesgefühle werden ja deshalb in Affären auch so viel stärker empfunden als in "normalen" Beziehungen. Und da es keine eindeutige Zurückweisung gibt (die man ja verschmerzen würde), sondern immer mit Hoffnung gearbeitet wird, hängt man meist viel länger in so was fest als man möchte. Rational zu verstehen ist das nicht, von niemandem, der es nicht mal selbst erlebt hat.
Ich habe neulich eine Frau getroffen, deren Oma seit 40 Jahren (!) eine Affäre ist. Sie ist inzwischen 78, er über 80. Seine Frau lebt aber auch noch

und die Oma kämpft seit 40 Jahren darum, ihn ganz zu bekommen. Die ganze Familie ist schon deswegen zerstritten. Sehr wahrscheinlich werden die beiden Damen ihn überleben ... Sachen gibt's ...