Zitat von Manja:Mir wird vermutlich auch nichts anderes übrig bleiben als mit ihr mal zu sprechen!
Um mit ihr reden zu können, braucht es Vertrauen. Ich denke, dadurch dass ihre Mutter sie verlassen hat, hat sie sich sehr auf ihren Vater eingeschossen.
Da er ja der Einzige, der für sie da ist, zeigt, dass sie niemand anderen vertraut. Sie besitzt vermutlich weder einen gesunden Selbstwert noch Selbstvertrauen.
Der Weg würde also nur über Anerkennung und Sachlichkeit möglich sein.
Das, worüber du mit ihr Reden möchtest, ist eher nicht die Grundlage für ein vertrauensvolle Gespräch.
Vielleicht solltest du versuchen, ihr eine Freundin zu sein?
Zitat von Manja:Meine Kinder sind und bleiben immer meine Nummer 1....
Kinder, auch in einer Patchworkfamilie sollten nich in Nr. 1 und 2 unterschieden werden.
Genau aber das merkt die junge Dame wahrscheinlich unbewusst und fühlt sich abgelehnt bzw. denkt, sie muss konkurrieren. Vielleicht wollte sie deswegen auch die Wäsche abnehmen, um zu zeigen, wer sie ist. Dabei zeigt sie eigentlich, wie traurig sie ist und ohnmächtig.
Zitat von Manja:Zumal ich solche Machtspiele sehr befremdlich finde!
Sie möchten wahrscheinlich gar nicht dieses Machtspiel. Ich denke, sie empfindet euch als Eindringling in ihre bisher heile Welt. Innerlich muss sie ehr einsam sein.
Sie ist eben noch nicht erwachsen und kommt mit der Situation gar nicht klar.
Ich verstehe sie, dass sie wahrscheinlich das Gefühl hat, dass ihr Angst hat ihre einzige Bezugsperson zu verlieren.
Sie kann nicht erkennen, dass sie vielleicht etwas dazu gewinnen könnte.
Zitat von Manja:Aber meinen Partner liebe ich und auch er nimmt einen sehr hohen Stellenwert in meinem Leben ein welches meine Kids akzeptieren!
So, nun zu allerletzt bestätigt sich das Gefühl der Tochter. Sie stört, weil sie sich nicht, wie von allen erwartet, einordnen kann.
Das das zu Problemen in der Beziehung und in einem Miteinander führt, kann ich absolut verstehen.
Alle wünschen sich glücklich zu sein, doch niemand das verletzte Kind in dem jungen Mädchen.
Ich denke es ist nicht übergrifgig, ihr erst einmal zuzuhören, was sie bewegt, welche Ängste sie hat. Wie es werden soll, zieht ihr alle zusammen.