Zitat von TimTaler99: Nun seit(!) dieser Zeit eigentlich täglich viel Kontakt per MS-Teams + häufig auch 1-2 mal zum Kaffee zu zweit oder auswärts zum Mittagessen. Habe ich nicht gleich Zeit am morgen zu schreiben schreibt sie mir.
Seit 2 Jahren hast du zu dieser Kollegin intensiveren Kontakt als zu anderen Kollegen/Kolleginnen. Der Kontakt beschränkt sich, soweit ich das verstanden habe und mit Ausnahme dieser SMS am Morgen, rein auf die Zeit innerhalb des Berufsleben (in der Mittagspause mal gemeinsam auswärts essen zähle ich da mit rein). Ihr unterhalte euch über "Gott und die Welt", euch gefallen die Gespräche und der geistige Austausch. Du hast keine romantischen Gefühle für sie(?) und sie hat dir gegenüber auch keine romantischen Gefühle ihrerseits angedeutet (?). Es ist also für euch beide und eure Partner klar, dass es sich um einen rein freundschaftlichen Umgang handelt. Eure jeweiligen Partner wissen beide davon, es wird daheim auch nichts verschwiegen und eure Partner sind okay mit dem Umgang.
Wo genau ist jetzt das Problem?
Oder anders gefragt: Was hat sich in dir verändert, dass du es nach 2(!) Jahren für notwendig empfindest um aufgrund einer Freundschaft um Rat zu fragen?
Einer Freundschaft die-mal nebenbei erwähnt, wenn ich es richtig verstehe - mit deinem "privaten ICH" wenig Berührungspunkte hat. Damit meine ich Treffen, Telefonate etc. nach der Arbeitszeit.
Zitat von TimTaler99: Ich weiß echt nicht, sollte man das ganze lieber beenden?
Das wirst nur du allein entscheiden können, denn nur du allein bist in der Lage diese Verbindung vollumfänglich einschätzen zu können. Voraussetzung wäre wirklich tief in sich zu gehen und sich nicht selbst zu belügen bzw. sich etwas vorzumachen, klein zu reden oder sonstiges.
Wieviel Raum nimmt diese Freundschaft in deinem Leben ein? Würdest du diese Verbindung überhaupt als Freundschaft bezeichnen? Oder wie würdest du es stattdessen bezeichnen?
Wieviel Platz nimmt diese Frau in deinen Gedanken ein? - und dann mal im Vergleich zu dem Platz den deine Ehefrau in deinen Gedanken einnimmt?
Zitat von TimTaler99: Die Gesprächsthemen wollen einfach nicht enden. Über Gott und die Welt.
Unglaublich humorvoll und tiefgründige Gespräche.
Das ist der Knackpunkt. Zumindest sehe ich das so, vlt. liege ich auch falsch.
Vermisst du das in deiner Ehe? Welche Art der Gespräche führst du mit deiner Ehefrau?
Seit ihr da - wie so viele andere auch dem Alltag zum Opfer gefallen und ganz schleichend drehten sich eure Gespräche hauptsächlich nur noch um organisatorisches und To-Do-Listen?
Ich kann mir vorstellen, dass euch (Arbeitskollegin und Du) die Gespräche auf einer intellektuellen Gespräche auf einer Ebene fördern und geistig bereichern, wie ihr es aus der Ehe nicht mehr in dem Umfang erlebt. Was nicht heißt das diese Art von Kommunikation mit dem Ehepartner nicht (mehr) möglich ist. Es muss nur bewusst werden und kann glücklicherweise auch wieder neu gelernt werden.
Zitat von TimTaler99: Man hilft sich auch beruflich gegenseitig wo es nur geht, geht es einem nicht gut stützt man sich gegenseitig.
Wie sieht es in dem Punkt so verglichen mit deiner Ehe aus?
Zitat von TimTaler99: