desperate
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tja...die sache hatte nur einen hacken...die zeit. wir hatten beide relativ viel um die ohren, termine und dergleichen haben es aber dennoch geschafft uns fast jeden tag zu sehen und an den abenden wo wir uns nicht sehen konnten haben wir stunden lang gechattet. aber die abende die wir für uns ware, alleine in trauter zweisamkeit...die waren spärlich. es war fast immer jemand anderes mit uns dabei. ich hatte solche angst in der beziehung etwas falsch zu machen, ihn zu sehr zu bedrängen, das ich vieles nicht gesagt oder gemacht habe und letzte woche kam er zu mir und beichtete mir schweren herzens, das er mich nur noch als freundin sieht. seine gefühle reichen nciht mehr für eine beziehung. meine welt ist zerstört, weihnachten der horrortripp...
das war mittwoch...Ich habe sehr viel nachgedacht die letzten Tage, über ihn, über mich, über uns. Mir ging ständig im Kopf herum, was nicht mehr sein wird und wie sehr er mir fehlt. Er ist das, was ich mir so lange gewünscht hatte. Ein Mann, der seine Gefühle zeigen kann, mit dem ich stundenlang über Gott und die Welt, über unsere Gefühle reden kann, jemand dem ich alles anvertrauen kann, mit dem ich Spaß habe und der genau weiß was er will. Für mich der tollste Mann der Welt...nach wie vor.
Tja...wie gesagt...am Mittwoch hat er mir gestanden das er nur noch Freundschaft für mich empfindet. Er kann es nicht sagen, vielleicht wird es noch mal was mit uns, aber versprechen kann er es nicht.
Meine Eltern halten mich für verrückt, meine Freunde auch und sogar er...keiner mag es mir glauben, aber mein tollster Mann der Welt ist seltsamerweise der Einzige, der es schafft mich aus diesem tiefen Loch wieder rauszuholen.
Er hat eine unglaubliche Leere in mir hinterlassen, ein schwarzes Loch, dass alles in sich hineinsaugt und ich weiß nicht, wie ich diese Leere füllen soll...er steht wieder alleine für sich da und ist nun nicht mehr ein Teil von mir und das tut so wahnsinnig weh, es zerreißt mich. Ein sehr wichtiger Teil von mir ist mit ihm verloren gegangen und ich habe keine Ahnung wie ich dieses Loch schließen soll.
Ich habe aber keine Minute den Kontakt zu ihm abgebrochen. Am Tag danach habe ich den ganzen Nachmittag bis zum Abend mit ihm gechattet. Ihm alles gesagt, was in mir vorgeht und versucht Antworten zu finden. Habe mir bis heute immer und immer wieder die History unserer Gespräche durchgelesen auf der Suche nach einer Lösung. Gestern waren wir zusammen frühstücken. Ich konnte ihm einfach nicht in die Augen sehen, ohne wieder das zu sehen, was war und nie mehr sein wird. (Ich könnte Bücher füllen mit Dingen die ich vermisse.) Ich wollte mit ihm zusammen sein, als Freunde, aber es hat mich innerlich verbrannt. Er sagte die ganze Zeit, dass er mir nicht gut tun würde, dass er sich von mir eine Weile fernhalten sollte, bis ich besser damit klar komme. Aber so groß dieser Schmerz war ihn zu sehen, so nah und doch so fern und unerreichbar für mich, so sehr hat es mir auch geholfen diese Leere in mir ein wenig zu füllen, zu wissen, er ist nicht ganz verschwunden, er ist immer noch für mich da. Er mag mich als Freundin nicht verlieren und hat mich (so hoffe ich doch) immer noch sehr lieb, nur für die Beziehung reicht es nicht mehr. Aber ich konnte und wollte ihn nicht eine Minute gehen lassen.
Den Nachmittag und Abend haben wir wieder miteinander gechattet. Ich habe einfach Angst, bzw das Gefühl, dass er in irgendeiner Form aus meinem Leben völlig verschwinden würde, wenn ich ihn nicht mehr sehe. Er hat mir tausend mal versprochen, er wird immer für mich da sein und nie abhauen, aber ich hab, ausser wenn er da ist und ich merke, er ist immer noch er selbst, einfach das Gefühl er driftet weg...er würde auch aus meinen Erinnerungen verschwinden. Wir haben sehr viel geredet und waren gerade eben einen Kaffee trinken. Es glaubt mir keiner, aber dass hat mir sehr gut getan. Ich konnte mit ihm heute reden, fast ohne eine Träne zu vergiessen. Er hat mir noch einige Fragen beantwortet und mir damit sehr geholfen. Besser, als es jede Freundin oder jeder andere Freund hätte tun können. Ich habe mit anderen geredet, aber nichts hat mir so sehr geholfen wie er..einfach zu spüren das er mich nicht völlig verlassen hat.
Was mich die Tage irritiert hatte, war das es ihn so völlig kalt zu lassen scheint, dass wir uns getrennt haben. Ich habe ihn heute darauf angesprochen. Ich habe die letzten Tage versucht, mich in ihn hinein zu versetzen, zu fühlen wie er sich fühlt, zu verstehen welche Gefühle er noch für mich hat, wie er mich sieht und warum er einfach so locker weiterleben kann. Er hat es mir mit einer Metapher ganz gut erklärt, es macht die Situation an sich zwar nicht einfacher, aber ich verstehe zumindest, warum er nicht so fertig ist wie ich, sondern eher gelöst wirkt.
Er hat es mir wie folgt erklärt: Wir sind beide Surfer auf einer Welle, die unsere Beziehung und unsere Gefühle darstellt. Für mich sagt er, ist die Welle mit einem mal weg gewesen, wie bei einem Bluescreen wo der Film plötzlich zuende ist, mein Absturz von der Welle, der Moment wo er mir meine Welt zerstört hat, obwohl er einfach nur ehrlich zu mir war. Er dagegen kämpft schon seit einem knappen Monat mit sich.
Er hat gemerkt, seine Gefühlswelle mir gegenüber wird immer kleiner, er hat verzweifelt versucht eine neue Welle zu finden, um wieder auf die große Welle zu kommen, aber es ist immer weiter abgeflacht. Er hat Wochenlang verzweifelt nach einer Lösung gesucht, nach einem dünnen Grashalm und sich dabei fast kaputt gemacht, Nächte lang nicht geschlafen. Seine Freunde haben das auch sehr früh schon gemerkt und ihn darauf aufmerksam gemacht, das er nicht sehr glücklich scheint. Ich habe natürlich auch gemerkt, das was nicht in Ordnung ist, weil er mir erzählt hat, das er immer wieder so schlecht schläft und es gab einen Tag, da war auch mehr als eindeutig das er in ein tiefes Loch gefallen ist und ich hatte ihn damals auch angefleht, mir zu sagen was los ist, aber er meinte nur, es ist etwas, was er mit sich ausmachen müsste und er kann nicht mit mir darüber reden. Ich hatte keine Ahnung das unsere Beziehung auf dem Spiel stand. Es war der Anfang vom Ende. Besser gesagt ich hatte es gehofft, dass dem nicht so ist und irgendwie verdrängt. Ich dachte er hätte Stress mit der Uni und der Arbeit und seinen Eltern, denn davon wusste ich. Ich konnte ihn aber auch nicht dazu zwingen, mit mir darüber zu reden. Im Nachhinein erklärt sich natürlich vieles.
Ich denke mir im Moment nur irgendwie, wenn er gleich etwas gesagt hätte, als er merkte das die Gefühle einschlafen, hätte ich einige Dinge geändert, die ich sehr bereue, dass ich sie nicht viel früher geändert habe. Ich weiß, dass wäre keine Garantie gewesen, dass es nicht doch so geendet hätte, aber zum einen wäre es eine Chance gewesen, denn die Dinge die ich geändert hätte waren mitunter auch der Grund weswegen das ganze eingeschlafen ist. Zum andern wäre ich dann ein wenig darauf vorbereitet gewesen und wäre nicht so ins kalte Messer gelaufen. Ich wäre darauf in irgendeiner Weise innerlich vorbereitet gewesen, dass der Film mit der Welle zu Ende geht.
Was ich geändert hätte? Es gab sehr viele Dinge die ich ihm nicht gesagt habe und noch mehr Dinge die ich nicht gemacht habe...alles aus Angst ihn zu verlieren. Es gab zwei Sätze, die er vor unserer Beziehung bzw ganz am Anfang gesagt hat, die bei mir hängen geblieben sind.....zum einen: „ ich kann es nicht leiden wenn die Freundin so an einem klebt und mir keinen Freiraum lässt“ und zum anderen „ ich brauch dieses ewige rumgeturtel in der Öffentlichkeit nicht.“ ..diese beiden Sätze haben bei mir dann dazu geführt, dass ich große Angst hatte ihn zu sehr einzuengen...deswegen habe ich ihm alle Freiräume gelassen und ihm nie reingeredet wenn er etwas für sich geplant hat und ihn immer kommentarlos auch alleine mit anderen was machen lassen auch wenn ich mir oft was anderes gewünscht hätte. Ich wollte nicht das er sich zu sehr bedrängt fühlt. Und ich habe so oft nicht gesagt, wie sehr ich ihn mag und brauche und wie froh ich war, dass ich ihn hatte und hab so oft meine Hand zurück gehalten oder ihn nicht geküsst, aus Angst ihn würde das gerade stören. Tja...genau das waren mitunter (nicht aber allein) die Fehler.
Ich hab ihm soviel Freiraum gelassen, und mich so zurückgehalten mit vielen Dingen, dass es im Grunde wie in einer normalen Freundschaft war....zumindest was diese Bereiche anbelangte. Ich hatte solche Angst etwas falsch zu machen und ihn dadurch zu verliehren, das ich genau das erreicht habe.....Fortsetzung bei teil 2