Oh Mann oh Mann oh Mann ... Wie das innerlich brodelt, manchmal denk ich man dreht irgendwann komplett durch. Letzten Dienstag war der eigentlich kleine Streit mit Einhängen wegen einer Lächerlichkeit. Mittwoch schrieb ich komm Donnerstag bitte nicht. Das erste Mal in 5 Jahren. Und seit dem - toootale Funkstille!
Die ersten Tage fühlten sich richtig gut an - für mich. Ich dachte jeden Tag den ich durchhalte bringt mich einen Schritt weiter weg aus dieser Beziehung und bringt inneres Loslösen. Eigentlich hatte ich mich im Kopf ja schon x-mal getrennt weil ich ja mehr unglücklich als glücklich war mit ihm. Dieses ewige Warten - klar, er sagt: Warum wartest Du? Dieses Hoffen es kommt mal - Du fehlst mir... Sowas, Dieses Warten auf das nächste Wochenende an dem wir uns sehen ... Und diese zig Telefonate am Tag die zwar hie und da schön waren aber die mir irgendwie zu verstehen gaben eigentlich führe ich eine Telefonbeziehung - irgendwie. Und dann das endlich akzeptieren wollen daß ER verdammt noch mal nicht mehr möchte. Und immer wieder von ihm zu hören man muß nicht fragen - hast Du mich lieb - man muß: WISSEN.
Aber wie kann man denn wissen wenn für Einen selbst Liebhaben mit: Zusammensein, gemeinsame Aktivitäten, Liebe in Worte ausdrücken, Zukunft planen, Kuscheln und so zu tun hat und für den Anderen Liebhaben eine völlig andere Sache ist. Wie für ihn. Eben den Anderen nicht vermissen wenn man ihn nicht sieht, nicht das Bedürfnis haben ihn jetzt in den Arm zu nehmen, nicht zu glauben Liebe wächst durch gemeinsame Aktivitäten, nicht ständig zu überprüfen sind wir auf dem guten richtigen Weg, nicht eine gemeinsame Zukunft sondern nur: HEUTE zu leben? Nicht zu sagen unsere Liebe ist auch ein Produkt der vergangenen Jahre ... Wenn man so völligst unterschiedlich liebt - der Eine der öfter hören möchte Du fehlst mir - der Andere der sich Zuhause gemütlich zurücklehnt und sichs gut gehen läßt, auch alleine ... (ist ja okay aber irgendwann sollte dann doch auch die Sehnsucht einsetzen, oder nicht?).
Und nun - fast eine Woche Totenstille. Je mehr Tage vergehen desto mulmiger wird mein Gefühl. Desto mehr Übelkeit, Herzklopfen, Fragen, Unverständnis wächst in mir. Ich verstehe es einfach nicht. Warum er sich nicht meldet. Warum hat er nicht das Bedürfnis mich anzurufen und zu fragen wie wir weiter machen? Wie kann das denn sein? Gekränkter Stolz? Bisher sagte er immer zu mir "Du bist ein offenes Buch für mich"!
Nach jedem! Streit (bis auf einmal) war ich diejenige die spätestens am 3. Tag wieder ankam. sms, Anruf ... Einmal schrieb er sogar: Ätsch, länger ausgehalten als Du. Dieses daß ich ständig wieder ankam machte mich klein. Macht ist kein schönes Wort in einer Beziehung. Aber auf eine Art bin ich mir sehr sicher daß er wußte: Sie schreibt zwar ich soll nicht kommen aber ----- SIE wird nicht lange durchhalten und kommt wieder an. Ich sehe ihn Zuhause auf dem Sofa sitzen, gemütlich, abwartend.
Kann Sowas denn Liebe sein? Wenn ich nur dieses blöde Gefühl das ständig im Kopf kreist abstellen könnte. Ich will mich nicht mehr ärgern wegen ihm. Ich will nicht mehr an die schönen Stunden denken. Ich will nicht mehr hoffen wird es noch was ..... Ich WILL das einfach nicht mehr.
Und doch häng ich irgendwie an ihm. Oder - ist es Gewohnheit? Weiß ich doch im tiefsten Inneren daß diese Beziehung niemals das sein wird was ich mir mal erträumt habe. Ja, das weiß ich. Aber trotzdem war da immer irgendwie Jemand da für mich. Auch wenn er sehr oft auf meinen Gefühlen herumtrampelte indem er das Telefon einhängte, dann nicht mehr dran ging, mir klar sagte nein ich ziehe nicht in die Nähe.
Es ist derzeit wie ein Traum und ich hoffe aufzuwachen.
Blöd noch daß ich wegen meinem Bein noch mindestens 3 Wochen in der Bude sitzen muß was die Situation nicht grad leichter macht.
ABER - ich habe einen wunderbaren Sohn. Sind ja grad Sommerferien. Er war früher der "Mann im Haus". Das gefiel ihm, das weiß ich. Er ist es derzeit wieder. Er hat so oft gesagt Mama warum bist Du noch mit ihm zusammen wenn Du so oft wegen ihm unglücklich bist? Er würde unter einer Trennung 0 % leiden - ganz im Gegenteil. Die Beziehung hat ihn eher belastet. Wenn ich mit Sohnemann unterwegs war und auf eine SMS von meinem Freund wartete die nicht kam ... und ich dann mich nicht gut im Griff hatte und meine Laune sank. Wenn mein Freund Samstag Abend einhängt und ich daraufhin wütend war, auch das bekam mein Sohn mit. Und vieles mehr. Wenn ich die Beziehung nicht für mich beenden ... kann dann doch zumindest für meinen Sohn. DAS hab ich im Hinterkopf, das gibt mir Kraft. Mein Sohn ist eher unglücklich mit diesem meinem Partner. Und das darf ja eigentlich nicht sein.
Ihr Lieben ... Ich bin derzeit so angewiesen auf dies Forum. Meine Freundin will ich nicht ständig mit diesem Thema belatschern. Meinen Sohn schon grad gar nicht, das geht nicht. Und wenn ich wie jetzt Daheim sitze dann kriecht dieses traurige, wütende, hilflose Gefühl in mir hoch ... Und - ich muß es aushalten! Und das ist so verdammt schwer.
Ich glaube es ist schwerer als eine endgültige Klärung:
Darüber reden ob wir weiter versuchen oder ob wir uns trennen. Dieser Schwebezustand ist zermürbend und macht kaputt. Aber ich kann daran nichts ändern weil - ich kann nicht anrufen! Es wäre einfach nur lächerlich.
