Ohne Grund

Frankenabo

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hallo,

ich bin 49 jahre alt, lebe bei n├╝rnberg und wurde (von ihr aus gesehen wahrscheinlich ende januar diesen jahres, f├╝r mich war der stichtag der 30.april) von meiner gro├čen liebe verlassen. ganz pl├Âtzlich, ohne vorwarnung in einem telefonat (ok, den umst├Ąnden geschuldet) und bis heute ohne einen nachvollziehbaren grund. ihr w├Ąre es ├╝ber nacht gekommen, dass (wir waren noch nicht verheiratet) ich doch nicht derjenige f├╝r ehe und f├╝r immer sei. und das nach gut 8 1/2 jahren und nachdem ich ein paar tage vorher nochd er mann war, mit dem sie alt werden wollte. wir hatten keinen streit, alles war gut und normalerweise verf├╝ge ich ├╝ber eine gro├če empathie, aber das hat mich dann doch kalt erwischt.
nun, dass sie die frau meines lebens war, das kann ich gut beurteilen, da ich vorher schon einiges erlebt habe, um diesen punkt richtig einordnen zu k├Ânnen.
nun habe ich diese trennung zwar "├╝berlebt", stelle aber fest, dass ich mich dadurch auch sehr ver├Ąndert habe. keine ahnung, ob zum besseren oder schlechteren. die hoffnung, das vertrauen der vorherigen jahre, das vorbehaltlose zugehen auf andere ist weg!
ich lebe, ich lache auch, aber die tiefen positiven empfindungen sind weg. ich denke ich bin gleichg├╝ltig geworden (das leben ist halt so, wie es ist und vertraue keinem gl├╝ck, denn es wird dir eh wieder genommen). ich lebe eher nach dem motto : if you ain't got nothing, you ain't got nothing to lose! keine tiefen gef├╝hle mehr, so kann man auch nicht verletzt werden.
nun gibt es oftmals tage die ok sind, aber manchmal auch immer noch tage die nicht so toll sind. immer dann, wenn ich an die gemeinsame vergangenheit denke. nat├╝rlich habe ich alle verpflichtungen, die aus der gemeinsamen zeit entstanden sind ├╝bernommen, obwohl das auch f├╝r mich nicht so ganz einfach ist. und einen teil ihrer sachen (z.b. klavier) f├╝llen immer noch meine wohnung, da sie bei sich zu wenig platz hat. aber an den ├╝berwiegend "guten" tagen sehe ich diese dinge nicht und denke nicht nach. wenn ich aber mal ins nachdenken komme (nat├╝rlich gerne abends/nachts und bei entsprechender musik), dann f├╝hle ich mich traurig und leer.
interessant ist, dass ich von anfang an (im gegensatz zu einer vorherigen trennung) gut schlafen konnte, sobald ich im bett war und auch keine irgendwie panischen aktionen durchgezogen habe. vielmehr reagiere ich sehr bewusst, manchmal schon k├╝hl und logisch. schon ende januar, wo ich noch hoffnung hatte, habe ich beschlossen in meinem umfeld und in meiner einstellung bestimmte ver├Ąnderungen vor zu nehmen, sollte dies tats├Ąchlich das ende der beziehung werden. und dies habe ich dann auch nach dem 30. april schritt f├╝r schritt umgesetzt.
nun lebe ich mein leben, nicht unbedingt in farbe, aber wenigstens in grau. bin durchaus mehr als vorsichtig geworden und was beziehungen und gef├╝hle betrifft eher zynisch. habe beschlossen nichts mehr zu erwarten, nurmehr zu ├╝berleben - jeden tag. nur manchmal ├Ąrgern mich noch diese abende, an denen diese dummen, alten gef├╝hle hoch kommen und mich aus meiner gleichg├╝ltigkeit rei├čen. in meinem umfeld und in meiner arbeit reagiere ich allerdings durchaus immer noch sehr menschlich, empathisch und helfend und verst├Ąndnisvoll. doch f├╝r mich erhoffe ich diesbez├╝glich nichts mehr.keine ahnung, ob dies so toll ist, aber denke mal, selbst wenn das leben mich ├╝berraschen wollte, w├╝sste ich nicht, ob ich diese ├╝berraschung ergreifen w├╝rde, denn wie tom waits singt :

Sun is red; moon is cracked
Daddy's never coming back
Nothing's ever yours to keep!
Close your eyes, go to sleep
If I die before you wake
Don't you cry, don't you weep

Nothing's ever as it seems
Climb the ladder to you dreams
If I die before you wake
Don't you cry, don't you weep
Nothing's ever yours to keep!
Close your eyes; go to sleep

03.10.2012 14:17 • #1


Alena-52


Zitat von Frankenabo:
ich lebe, ich lache auch, aber die tiefen positiven empfindungen sind weg. ich denke ich bin gleichg├╝ltig geworden (das leben ist halt so, wie es ist und vertraue keinem gl├╝ck, denn es wird dir eh wieder genommen). ich lebe eher nach dem motto : if you ain't got nothing, you ain't got nothing to lose! keine tiefen gef├╝hle mehr, so kann man auch nicht verletzt werden.

nat├╝rlich habe ich alle verpflichtungen, die aus der gemeinsamen zeit entstanden sind ├╝bernommen, obwohl das auch f├╝r mich nicht so ganz einfach ist. und einen teil ihrer sachen (z.b. klavier) f├╝llen immer noch meine wohnung, da sie bei sich zu wenig platz hat. aber an den ├╝berwiegend "guten" tagen sehe ich diese dinge nicht und denke nicht nach. wenn ich aber mal ins nachdenken komme (nat├╝rlich gerne abends/nachts und bei entsprechender musik), dann f├╝hle ich mich traurig und leer.

nun lebe ich mein leben, nicht unbedingt in farbe, aber wenigstens in grau. bin durchaus mehr als vorsichtig geworden und was beziehungen und gef├╝hle betrifft eher zynisch. habe beschlossen nichts mehr zu erwarten, nurmehr zu ├╝berleben - jeden tag. nur manchmal ├Ąrgern mich noch diese abende, an denen diese dummen, alten gef├╝hle hoch kommen und mich aus meiner gleichg├╝ltigkeit rei├čen. in meinem umfeld und in meienr arbeit reagiere ich allerdings durchaus immer noch sehr menschlich, empathisch und helfend und verst├Ąndnisvoll. doch f├╝r mich erhoffe ich diesbez├╝glich nichts mehr.
willkommen

wer sich vor dem leben verschliesst, lebt am leben vorbei - nur in einer grauzone zu leben entzieht dem leben die h├Âhen und tiefen.

du bist noch nicht bereit dich wieder dem leben und der liebe zu ├Âffnen, die angst wieder entt├Ąuscht und verletzt zu werden ist noch zu gross. aber wenn du wieder lieben willst, muss du auch wieder den mut haben m├Âglicherweise wieder entt├Ąuscht zu werden. das geh├Ârt einfach mit dazu - sonst kann ich nicht vorbehaltslos lieben.

ein leben ohne hoffnung, tr├Ąume und w├╝nsche nimmt die motivation und l├Ą├čt uns "stillstehen" im leben.

vielleicht ist es besser f├╝r dich die alten erinnerungen, z.b. auch das klavier aus deinem leben zu entfernen.

die gemeinsamen verpflichtungen k├Ânnen/ m├╝ssen auch gemeinsam erf├╝llt werden und f├╝r ihre klamotten ist sie selbst verantwortlich.
schlage ihr einen abholtermin vor, ansonsten kannst du ihre dinge entsorgen lassen, die rechnung bekommt sie.
steige aus deiner opferrolle raus!
du selbst bist der herrscher ├╝ber dein leben und hast es selbst in der hand wie du es leben m├Âchtest - ganz in grau oder bunter - es ist allein deine entscheidung wo du hin willst und wie du leben willst.

alles braucht seine zeit. du hast dich ver├Ąndert - und kannst dich wieder ver├Ąndern, unser leben ist entwicklung und gerade trennungen, verluste sind oft chancen sein leben neu zu ├╝berdenken und zu leben.

alles gute f├╝r dich!

03.10.2012 14:35 • #2



Ohne Grund

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minna


du versuchst dein gef├╝hle zu kontrollieren, und lebst daf├╝r in grau.

das ist als wenn du einen schweren unfall h├Ąttest, mit vielen op┬┤s und schmerzen und danach verl├Ą├čt du das haus nicht mehr um dich keinen gefahren mehr auszusetzen....

so lebst du jetzt...

nur wenn du mut hast und dich wieder traust anderen zu vertrauen, dann kann dein leben noch sehr sch├Ân werden....es liegt an dir....

03.10.2012 14:38 • #3


Frankenabo


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danke f├╝r die bisherigen kommentare!

nun ich denke, dass das problem bei mir auch daran liegt, dass ich vor gut 9 jahren schon eine sehr schmerzhafte trennung hatte (nat├╝rlich verlassen worden, damals wollte die frau in ihrem leben nochmals komplett durchstarten und ich bin dabei ├╝ber bord gefallen). damals reagierte ich recht emotional, panisch nahezu, war ohne hoffnung. und dann kam diese frau und hat mir dann tats├Ąchlich das gef├╝hl gegeben, dass noch mal licht ins leben kommen kann. ich habe sie mehr als irgendwas geliebt, sie mich ja auch - bis wohl ca. ende januar. sie hat mein leben weider bunt gemacht. auch ich ahbe ihr viel gegeben. und sie war f├╝r michsowas wie die antwort auf all deine gebete oder die erf├╝llung deiner hilflosen tr├Ąume. ich wurde von einem pessimisten zu einem optimisten. ich dachte : endlich! all das was vorher war, diente dazu mich zu ihr zu f├╝hren. manchmal, wenn ich nachts aufgewacht bin, habe ich sie lange nur angesehen und mir kamen vor freude die tr├Ąnen.
jetzt halte ich s├Ątze wie : " wo sich eine t├╝r schlie├čt, da geht eine andere auf" eher f├╝r platt. damit will man sich nur selber aufbauen. jetzt denke ich oftmals, dass es besser ist zu akzeptieren, dass die t├╝ren zu bleiben, denn wenn man meint eine w├╝rde sich einen spalt weit ├Âffnen, wird sie eh irgendwann dir vor der nase wieder zugeknallt!

03.10.2012 14:49 • #4


Alena-52


das ist eine art selbstschutz von dir, den du aufgrund deiner ├Ąngste aufgebaut hast.

deine angst wieder verlassen zu werden ist, meiner einsch├Ątzung nach, so gross, dass du damit genau die menschen in dein leben ziehst, die dich wieder die erfahrung : verlassen sein - machen lassen.

es kann bedeuten, dass du dich deinen alten ├Ąngsten stellen "musst" damit diese energie aus deinem system verschwinden kann - dann wirst du auch andere menschen in dein leben ziehen k├Ânnen.

das licht, was du dir von einer anderen erhoffst, musst du erstmal selbst in dir finden. schaue dir genau an - was dieses licht in dir ├╝berdeckt, welche gef├╝hle und ├Ąngste es sind und wo sie herkommen.

einer ist nicht alle - und irgendwo in dieser welt gibt es auch wieder jemanden, der die freude am leben und der liebe mit dir teilen wird.

das zitat mit der t├╝r finde ich absolut wahr. aber das kann nur wahr werden, wenn ich von alten dingen, die mich einengen auch loslassen kann - soweit bist du noch nicht.
also t├╝re zu - erst dann kann sich die n├Ąchste ├Âffnen.

03.10.2012 15:00 • #5


Frankenabo


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@ alena,

danke f├╝r deinen kommentar. nur sehe ich es nicht ganz so.
denn in den letzten jahren habe ich eigentlich alles, was mich vorher innerlich bedr├╝ckt oder gefangen gehalten hat verarbeitet. ich war auch ind er beziehung z.b. nie ein ├Ąngstlicher mensch und eifersucht z.b. war mir fremd. ich hatte durchaus die kraft zu vertrauen und dies eigentlich in diesem falle zu recht. war auch in der lage meine bed├╝rfnisse zu artikulieren und wir legten viel wert auf das "miteinander reden". daher ist mir, so denke ich, die fehlende begr├╝ndung ihrer trennung immer noch ein m├╝hlstein an meinem emotionalem hals. aber da verweigert sie sich bisher komplett!
da ich eh aber grunds├Ątzlich ein etwas nachdenklicher mensch bin, denke ich, dass ich jetzt noch mehr zu meinem inneren selbst gefunden habe. ich denke wir haben keinen anspruch auf gl├╝ck! und wenn ich mir viele paare ansehe, wie die so nebenher leben, auch f├╝r viele jahre, gar f├╝r immer, dann m├Âchte ich nicht mit ihnen tauschen. aber f├╝r mich ist eben fakt, dass manchen diese gl├╝ck verg├Ânnt ist, manche haben und verlieren es und manche haben es niemals. wichtig ist einfach die realit├Ąt anzuerkennen und mit ihr umgehen zu k├Ânnen. das lerne ich gerade. denn man muss auch mal den mut haben, um zu sehen, dass in manchen bereichen keine t├╝ren mher aufgehen. ich habe berufsm├Ą├čig viel mit dem sterben zu tun und da sehe ich oft, dass irgendwann der punkt erreicht ist, an dem menschen nurmehr ruhe finden, wenn sie das unausweichliche akzeptieren und sich nicht mehr an komplett illusorische hoffnungen klammern. das leben ist, wie es ist und niemand hat uns ein happy - end garantiert!

03.10.2012 15:18 • #6


Alena-52


ja, ich kann mir gut vorstellen wie es ist - so ohne anhaltspunkt was die trennung ausgel├Âst haben k├Ânnte dazustehen, es macht es schwerer zu verarbeiten und besch├Ąftigt uns dann auch hinterher noch sehr oft.
der haupftgrund wird sein, das die liebe zu dir sich gewandelt hat.

sie will sich dir da nicht ├Âffnen und du kannst es leider nicht ├Ąndern. nur versuchen das zu akzeptieren.
Zitat:
ich denke wir haben keinen anspruch auf gl├╝ck! und wenn ich mir viele paare ansehe, wie die so nebenher leben, auch f├╝r viele jahre, gar f├╝r immer, dann m├Âchte ich nicht mit ihnen tauschen. aber f├╝r mich ist eben fakt, dass manchen diese gl├╝ck verg├Ânnt ist, manche haben und verlieren es und manche haben es niemals. wichtig ist einfach die realit├Ąt anzuerkennen und mit ihr umgehen zu k├Ânnen. das lerne ich gerade. denn man muss auch mal den mut haben, um zu sehen, dass in manchen bereichen keine t├╝ren mher aufgehen. ich habe berufsm├Ą├čig viel mit dem sterben zu tun und da sehe ich oft, dass irgendwann der punkt erreicht ist, an dem menschen nurmehr ruhe finden, wenn sie das unausweichliche akzeptieren und sich nicht mehr an komplett illusorische hoffnungen klammern. das leben ist, wie es ist und niemand hat uns ein happy - end garantiert!
zum teil stimme ich dir zu. es liegt doch am menschen selbst ob er sich entscheidet neben dem anderen herleben zu wollen. f├╝r sein gl├╝ck oder ungl├╝ck ist jeder selbst verantwortlich, nat├╝rlich gibt es auch dinge, die wir akzeptieren lernen m├╝ssen weil sie ausserhalb unserer m├Âglichkeiten des handelns oder einschreitens liegen.

ich komme urspr├╝nglich aus dem med. bereich, leben und sterben liegt nahe beieinander - jede minute unseres lebens ist ein geschenk.
f├╝r viele sterbende menschen war es am ende das sch├Ânste in ihrem leben, mit dem gef├╝hl geliebt worden zu sein gehen zu k├Ânnen.

ich sehe es nicht als mein schicksal ungl├╝cklich oder allein zu sein - ich habe gen├╝gend handlungsfreiheit mein leben gl├╝cklich und zufrieden zu gestalten und ich mache es nicht von einem partner abh├Ąngig.
ich kann mich auch ohne partner gl├╝cklich f├╝hlen - das leben ist so bunt und bietet mir reichlich f├╝lle. ein passender partner ist nur ein zus├Ątzliches geschenk des lebens an mich.

welcher weg der richtige f├╝r dich ist, kannst nur du selbst wissen und sp├╝ren. wenn das dein weg, deine vorstellung ist - ist das f├╝r dich so.
am besten ist es nat├╝rlich wenn du dich damit gl├╝cklich f├╝hlen kannst - und das ist f├╝r mich an erster stelle immer den weg, die t├╝r zu mir selbst zu ├Âffnen, da liegt der schl├╝ssel.

alles gute!

03.10.2012 15:44 • #7


Engel13


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Hallo Frankenabo,

ich kann das sehr gut nachvollzihen. Meine Trennung ist 7 Monate her und eine neue Beziehung kommt f├╝r mich nicht in Frage. Noch mal so einen Schmerz zu erleben, m├Âchte ich nicht. Nat├╝rlich kann sich das auch wieder ├Ąndern, aber wenn dann dauert das. Ich sehe auch so viele P├Ąrchen, wo ich einfach nur froh bin alleine zu sein. Ist mir fr├╝her nie so aufgefallen.
Mir f├Ąllt auch auf, egal mit wem ich zusammen bin, mir fehlt das vertraute, dass ich vor 7 Monaten noch hatte. Es f├╝hlt sich alles fremd an. Trotzdem muss das Leben ja nicht grau sein. Ich achte jetzt mehr auf mich selber, und tu mir bewu├čt gutes und genie├če es. Und es ist ein gutes Gef├╝hl, dass ich auch mit mir alleine zufrieden bin. Nat├╝rlich f├╝hle ich mich auch manchmal einsam, aber in einer Beziehung ist man auch nicht ununterbrochen gl├╝cklich.

Liebe Gr├╝├če
Engel

03.10.2012 16:20 • #8


Mona Lisa

Mona Lisa


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Oh oh, da versucht sich aber jemand mit aller Gewalt gegen das Gl├╝ck, was niemanden verw├Ąhrt oder einfach so geschenkt wird, zu stellen!
Du hast eigentlich eine recht positive und realistische Einstellung zum Leben, nur kannst du weder Freud noch Leid in deinem Leben voraussehen! Du kannst dich deinen Erfahrungen verschliessen oder dich ihnen ├Âffnen. Nat├╝rlich strahlt nicht gleich die Sonne durch den T├╝rspalt wenn man sie ├Âffnet, es zeigt nur neue Wege die man gehen kann, aber nicht muss! Ist eine T├╝re zugefallen, verharrt man erstmal in einem Raum voller Leere und Sinnlosigkeit. Einen Ausgang (Ausweg) gibt es immer! Wenn man bereit daf├╝r ist, die T├╝re nach aussen (Leben) zu ├Âffnen, ├Âffnest du dich damit! Siehst du keinen Sinn darin, wirst du irgendwann an dein Selbstmitleid und Selbstzweifeln ersticken! Viel Spass dabei!

Du hast eine Reihe an bitteren Erfahrungen im Leben machen m├╝ssen, das pr├Ągt das Bewusstsein und sch├╝rt die Angst. Aber wer sagt dir, das du nie wieder gl├╝cklich wirst, nur weil du es im Moment nicht f├╝hlen und erleben kannst! Auch ich lebe nach dem Motto: "Nichts ist f├╝r die Ewigkeit..." Aber das heisst nicht das man nicht daran glauben kann, es bedeutet nur, das man kein Anspruch darauf hat und es f├╝r nichts im Leben eine Garantie gibt! Das worauf es im Leben am meisten ankommt, k├Ânnen wir nicht voraussehen. Die sch├Ânste Freude erlebt man immer da, wo man sie am wenigsten erwartet hat. Und genau so ist es mit dem Leid! Entt├Ąuschung ist das Ergebnis falscher Erwartungen.
Du lebst im Grau, weil du die Farben nicht wahrnehmen willst! Du glaubst die Welt ist f├╝r alle anderen bunt, nur dir steht es nicht zu! Wieso? Weil du entt├Ąuscht bist? Weil du deine gro├če Liebe verloren hast? Es ist immer schmerzhaft zu erkennen, das im Leben Dinge anders laufen, wie man sich erhofft oder gew├╝scht hat. Aber es sind letztendlich nur Erfahrungen die jeder Mensch mehr oder weniger machen muss! Das Gl├╝ck festhalten zu k├Ânnen w├Ąre sch├Ân, ist aber utopisch! Aber sich selbst im Wege stehen, nur weil man sich vom Leben benachteiligt f├╝hlt, bringt niemanden voran. Auch dich nicht! Du wirst weiter in deinen leeren trostlosen Raum verharren und dich gef├╝hlsm├Ąssig in die dunkelste Ecke verkriechen. Du vermisst das Gef├╝hl geliebt und gebraucht zu werden. Liebe zu geben und die Welt bunt auszumalen! Warum versuchst du es dann auszubremsen?
Im Leben tritt man oft auf einer Stelle, und am hat das Gef├╝hl "des nicht vorankommens", gerade dann wenn man gro├če Entt├Ąuschungen oder Leid erfahren musste. Man wird verletzt. Man blutet innerlich. Man leidet. Man qu├Ąlt sich mit nicht endenden Fragen und "was-w├Ąre-wenn"-M├Âglichkeiten. Und alles bringt nichts mehr. Man gibt auf. Man will nicht mehr existieren. Nicht mehr leiden..und doch verstreichen die Sekunden, in denen man weiterlebt. Zeit heilt nicht alle Wunden, man gew├Âhnt sich nur an den Schmerz. Und trotzdem muss ich sagen, in vielen Weisheiten liegt ein Korn der Wahrheit! Aber auch davor kann man sich die Augen verschliessen. Man betrachtet die Dinge eben nur aus seinen eigenen Blickwinkel und l├Ąsst keinen anderen zu, wenn man nur an das Schlechte im Leben und im Menschen glaubt. Hoffnung heisst nicht zu glauben, dass etwas gut aus geht. Hoffnung heisst zu wissen, dass es einen Sinn hat, egal wie es aus geht. Deine Geschichte hat auch diesen Sinn, auch wenn du das nicht h├Âren m├Âchtest, weil sich alles nur gefloskelt anh├Ârt! Aber du wirst ihn erkennen! Und dann sag mir bitte Bescheid! Bin mir n├Ąmlich ziemlich sicher! Auch dass das bei dir nicht das Ende vom Gl├╝ck und gl├╝cklichsein ist! Deine innere Haltung blockiert dich! Und so k├Ânnte dir es verborgen bleiben! (noch so'n dummer Spruch, was? )

So lieber Frankenabo, nun kannst du dich weiter in Selbstmitleid suhlen, oder mal versuchen den Ausgang zu finden!

Viel viel GL├ťCK w├╝nsche ich dir! Und das aus tiefsten Herzen...

Mona Lisa

03.10.2012 16:24 • #9


Frankenabo


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danke wieder mal f├╝r die kommentare,

@ mona lisa : nun das gef├╝hl sich nach einer emotionalen niederlage sich verkriechen zu m├╝ssen, die wunden zu *beep* und auch mal dem selbstmitleid zu fr├Ânen, das kenne ich bereits. das ist ├╝blich und passiert einem im leben immer wieder mal. jedoch "suhle" ich mich jetzt eigentlich gar nicht in selbstmitleid. ich konstatiere, dass ich den wertvollsten menschen in meinem leben verloren habe. und ich glaube nicht, dass menschen einfach austauschbar sind, also ist diese eine person f├╝r mich verloren. aber das nehme ich hin. so ist eben das leben. so wie bei manchen autounf├Ąllen menschen ├╝berleben und bei anderen menschen sterben. das ist einfach so. man kann seinen teil zur sicherheit beitragen, aber letztendlich sch├╝tzen kann dies dich nicht. hier gilt es zu akzeptieren, dass dies immer wieder passiert und auch mal einen selbst, oder einen nahestehenden treffen kann. und wenn ich mal schlechte tage habe, dann ist dies inzwischen wohl eher mit dem gedanken an den verlust und einer gewissen melancholie verbunden, ganz so, als wenn man manchmal an die vergangenen tage der jugend denkt. aber im gro├čen und ganzen f├╝hle ich mich soweit gefestigt, dass ich nicht rumjammere. im gegenteil ich war und bin jemand der anderen schon oft und gut in ihren krisen und beziehungsprobleme geholfen hat. ich war nun einmal der ├╝berzeugung gewesen, dass, auch wenn es ja mal probleme geben kann, diese beziehung, diese liebe von dauer ist. aber das hat nicht sollen sein und so habe ich mich eben von diesem gedanken verabschiedet! darauf zu hoffen w├╝rde ich f├╝r mich als nurmehr als ein realit├Ątsfernes und selbstbetr├╝gendes m├Ąrchen halten. anerkennung der realit├Ąt ist dies, was mir zumindest hilft. und wenn ich mich auch nur kurz mal in der welt umsehe, dann stelle ich fest, dass hoffnungen und tr├Ąume eher selten ein erfolgreicher teil unserer welt sind.

@ engel 13 auch ich tue mir gutes. ich teile mir meine freizeit so ein, dass ich sachen mache, die mir gefallen. auch meine arbeit habe ich vor fast 3 jahren danach rausgesucht. also ich lebe nicht durchwegs negativ. nur in diesem einen punkt habe ich beschlossen nicht mehr aktiv zu werden. wenn das leben mich w├╝rde ├╝berraschen wollen, dann muss es dies ohne mein zutun machen. denn meine energie an letztendlich irrigen hoffnungen zu verschwenden, das werde ich nicht mehr. sicher kein besonders attraktiver anblick f├╝r jemanden, der sich einem n├Ąhern will, aber ich erwarte dies ja auch nicht. und zum grau - nun letztendlich ist das leben an sich wohl grau und leider nicht bunt.

03.10.2012 19:03 • #10


Engel13


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Ich habe auch monatelang alles grau, bzw. sogar schwarz gesehen, aber es gibt mittlerweile auch immer wieder Momente, die bunt sind. Es kommt ja auch drauf an, was wir erwarten. Das Gl├╝ck ist ein Mosaik aus winzig kleinen Freuden. Wenn dir deine Arbeit z.B. Spa├č macht, dann ist das doch auch schon bunt, oder?

03.10.2012 19:12 • #11


Mona Lisa

Mona Lisa


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@Frankenabo

ich spreche es dir ja nicht ab, das es ein gro├čer Verlust im Leben ist, Menschen zu verlieren die man liebt und auf bezaubernde Weise einzigartig sind. Insofern kann ich deine Beweggr├╝nde absolut nachvollziehen und sogar verstehen! Auch ich bin durch und durch ein Realit├Ątsmensch, halte mich eher an Fakten als an Tagtr├Ąumereien. Auch wenn man glaubt nie wieder (so) lieben zu k├Ânnen, ist das genauso Illusion wie der Glaube an "ewige Liebe"! Dies ist nur der Wunsch und das Ziel eines JEDEN Menschens, und man sollte trotz der realistischen Umst├Ąnde, die einen immer wieder die Wege kreuzen, sich bewusst werden das Gl├╝ck relativ ist, wie die Zeit! Es kann dich jederzeit treffen, auch in unerwarteter Haltung, die du gerade einnimmst.
Ich verstehe sehr gut, was deine Haltung verursacht und du die Dinge nur noch im grauton siehst. Aber anders als wie bei dir, bin ich eine optmistische Realistin, und ja es tut weh auf die Schnauze zu fallen, wenn man vorher guter Dinge war... Aber du hast dich mit dem Pessimismus angefreundet, der l├Ąsst dich zwar nicht so tief fallen, weil man mit nichts gutem rechnet, aber er l├Ąsst einem das Leben eben auch nur grau und trostlos erscheinen!
Keine Angst Frankenabo, versuche dich nicht zum optimistischen Realist umzupolen, ich finde einfach nur das du eine sehr gesunde und realistische Lebenseinstellung hast, und es schade finde, dass du diese mit so einer trostlosen Verbitterung unterstreichst. Das Leben ist nicht immer nur bunt, aber eben auch nicht immer nur grau!

Aber wenn du f├╝r dich im Moment nur diese eine Farbe augew├Ąhlt hast, ist das auch in Ordnung. Vielleicht kommt ja irgendwann wieder etwas Farbe ins Spiel! W├╝nsche es dir, den hoffnungslosen Realisten!

Mona Lisa

03.10.2012 23:17 • #12


Kl├Ąrchen


Ich kann so gut verstehen, wie es dir gerade geht. Dieses Gef├╝hl, zu existieren, aber ohne Farbe, ohne wirkliche Emotionen...
Ist bei mir gerade auch die meiste Zeit so. Und auch ich kriege es ├╝berhaupt nicht hin, mich wieder jemandem zu ├Âffnen.

Allerdings bin ich auch wild entschlossen, aus dieser "Grauzone" wieder rauszukommen. Denn ich habe einige Freunde und Bekannte, die teilweise seit etlichen Jahren solche "emotionalen Kr├╝ppel" sind. Die keine Beziehungen mehr hinbekommen und teilweise auch gar nicht wollen. Die sich auf andere nicht mehr wirklich einlassen. Und sie alle umgibt so eine traurige Ausstrahlung.

So will ich nicht leben! Das wei├č ich. Und ich werde alles daf├╝r tun, dass das auch nicht passiert.

Denn auch, wenn ich jetzt zum zweiten Mal so wahnsinnig verletzt wurde - ich gebe die Hoffnung nicht auf. Ich werde meine wunden *beep* und irgendwann auch heilen. Und dann werde ich es wieder wagen! Ich habe keine Ahnung, wie. Und im Moment ist das auch kaum vorstellbar. Aber ich bin wild entschlossen.

Es braucht Zeit.

04.10.2012 00:04 • #13



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