Kamille27
Gast
ich würde mich über Meinungen zu folgendem Beziehungsproblem sehr freuen.
Mein Partner sieht sein Kind jedes zweite Wochenende und einen weiteren Tag unter der Woche. Ich muss jedes zweite Wochenende arbeiten.
Schon alleine deswegen können wir nicht jedes Wochenende gemeinsam verbringen. Ich kenne sein Kind, bin aber eher selten mit dabei wenn die beiden sich sehen. Zum einen weil wir dem Kind die Möglichkeit geben wollen sich an die Situation mit neuer Partnerin langsam zu gewöhnen, zum anderen weil ich es den beiden gönne die gemeinsame Vater-Kind Zeit.
Dh es kommt regelmäßig vor, dass mein Partner und ich uns eine knappe Woche nicht sehen. Es ist also überhaupt nicht so, dass er sich dauerhaft auf mich einstellen oder sich um mich kümmern muss. Für meine Einschätzung hat er auch viel freie Zeit, in der er persönliche Interessen, Freundschaften etc. pflegen kann.
Nun fällt mir aber schon auf, dass wenn tatsächlich Wochenenden sind an denen wir uns komplett sehen und Zeit miteinander verbringen könnten, auch mal Ausflüge planen könnten usw. seitens meines Partners kurz davor Zusatztermine seinerseits reingeschoben werden. Es ist meistens so, dass es dann heißt "Samstag treffe ich noch den und den, aber danach komme ich dann wieder zu dir".
Letztes Wochenende fand ich es dann schon sehr heftig. Es hieß zunächst er träfe Freitag einen Kollegen, dann wurde das Treffen auf Samstag verschoben, dann auf Sonntag. Er meinte, er könne da nichts sagen, weil er beruflich von ihm mehr oder weniger abhängig sei. Sonntag morgen lagen wir noch im Bett, da klingelte das Telefon 3x hintereinander zunächst besagter Kollege, dann seine Schwester, dann sein Kind und die Ex-Frau.
Mittags traf er sich mit seinem Kollegen, gegen Nachmittag hatten wir dann mal eine schöne ruhige Stunde als es hieß ob er seine Ex zurückrufen könne, die hätte wohl bereits wieder 3x angerufen. Ich meinte, dass sei kein Problem. Nun habe ich die letzten beiden Wochen 2x Telefonate mit Ex bzw. Kind mitbekommen weil ich nebendran stand und mir fiel zudem auf wenn von deren Seite die Frage kam, wo er gerade sei, er nicht meinte "bei meiner Freundin" sondern antwortete mit "unterwegs". Als ich ihn darauf ansprach wieso er nicht sagt, dass er bei mir sei, antwortete er "aus Privatsphäregründen".
Klar, sowohl das Kind als auch die Ex wissen, dass es mich gibt und dass wir fest zusammen sind, aber ein schönes Gefühl ist es nicht, wenn man den Eindruck hat, dass man thematisch ausgespart wird.
Nun ist es die Woche auch wieder so, dass wir nicht viel gemeinsame Zeit haben. Nur 3 Abende wo wir uns abends spät treffen und morgens wieder los müssen.
Jetzt war vor kurzem so ein gemeinsamer Abend und ich saß kaum, da meinte er, er müsse am nächsten Morgen sehr früh weg, weil Termin vergessen, am Tag darauf würde das Kind früher kommen, hätte er auch nicht mehr auf dem Schirm gehabt und Abends würde er gerne mit einem Freund telefonieren.
Als ich dann meinte, ob ihm klar ist, dass wir uns die kommenden Tage wieder nicht sehen können aufgrund bestehender fester Termine sowohl von ihm als auch von mir, meinte er, dass wir uns dann gerne Sonntag Abend treffen könnten. Ich sagte daraufhin ob ihm nicht auffalle, dass er munter die Pläne ändert umstellt und von mir Flexibilität erwartet wird. Dann hieß es plötzlich, er könne sein Telefonat mit dem Kumpel auch verschieben.
Da frage ich mich weshalb er nicht von Anfang an das Telefonat (die beiden reden normalerweise 3-5 Stunden) nicht auf einen Tag gelegt hat an dem wir uns sowieso nicht sehen. Da immer wieder einfordern zu müssen Zeit mit mir zu verbringen macht schließlich auch keinen Spaß.
Dann sagte ich, unsere beiden festen Termine im Kopf, ob er dann nächste Woche Freitag Zeit habe. Da hat er einen Vereinstermin, ich könne aber gerne gegen 22:30 Uhr abends zu ihm kommen.
Schließlich sagte ich, ok. Ist es dann zumindest möglich den kommenden Samstag störungsfrei zu treffen. Da meinte er, er denke schon.
Summa summarum bedeutet das: ich kann ihn gerne bis dahin noch 1-2 x sehen, wenn ich meinen Zeitplan flexibel auf ihn ausrichte, ansonsten sieht man sich 10 Tage nicht. Meine Argumentation war, dass er doch viele Termine in die Zeit legen kann, an der wir uns sowieso nicht sehen.
Quintessenz des Gesprächs war, dass ich intolerant sei und kein eigenes Leben habe. Und die gemeinsame Zeit die wir hätten mit unnötigen Diskussionen versauen würde.