Liebe bea!
Alles Gute zum Valentinstag, sag ich mal. Ist das von Frau zu Frau auch "was wert"? Ich möchte nämlich nicht, dass Du dich fix und alle fühlst! Und das musst Du auch nicht! Ehrllich! Sooo schrecklich und "verdammt" schwer, ist es als Alleinerziehende heutzutage dann auch wieder nicht! Im Gegenteil! Mir geht´s blendend!
Es ist einfach noch ganz viel in den Köpfen, dass zu einer Familie mindestens drei gehören. Aber ganz ehrlich, ob es zwei oder drei oder 10 sind, spielt im Grunde keine Rolle. Wir haben auch noch Tiere und die gehören auch zur Familie (nicht nur für mich). Insofern, kann ich selbstverständlich Deine Gefühle für das Pferd nachvollziehen. Aber in seinem Alter geht es ja mit dem Training nicht mehr um sportliche "Leistung", die er noch erlangen kann oder nicht. Ich nehme an, es geht einfach darum, dass er sich noch wohl fühlt und das bekommst Du bestimmt hin! Ich habe eine Freundin die hat auch ihr "uralt" Pferti noch. Sie hat 3 Kinder, alle noch nicht wirkllich selbständig. Ich sag´immer, lass´uns doch mal hinfahren. Aber sie hat ein Mädchen, das sich kümmert und fährt nur selten hin. Dem "Gaul", sag´ich mal, gehts gut, ich sehe ihn immer, wenn ich am Stall vorbeifahr auf dem Padock mit den anderen "rumstehen". Pferde sind im Grunde Vieh und "brauchen" nicht das alles, was wir glauben, sie würden es brauchen. Klar nehmen sie unsere Aufmerksamkeit gerne an, aber Gefühle des Verlassenseins, nee, die kennen die nicht. Mach´Dir da nix vor! Bei einem Hund würde ich das schon anders beurteilen.
Wenn der Kindsvater ein so (in deinen Augen) ichbezogenen Typ ist, würde ich das an Deiner Stelle einfach so akzeptieren. Ich kenne die Gedanken, dass ich mein Kind gar nicht in so eine "ungute" Umgebung "abgeben" möchte (und musste das dann auch nicht, weil man mit dem alleinigen Sorgerecht, in der Tat, sich da ganz gut "abkapseln" kann). Im Nachhinein, denke ich, das hätte es eigentlich gar nicht gebraucht. Die Kinder lieben einen dewegen nicht mehr oder weniger. Und sie haben dann im Grunde mehr Auswahl an Möglichkeiten, wenn zwei "verfügbar" sind. (Für einen selber erscheint das, grad in Deiner Situation, natürlich sehr unangenehm. Das ist aber auch egoistisch. Wenn deine Tochter 6 ist und in die Schule kommt fühlt sie sich vielleicht "stärker" wenn da zwei sitzen uns sie anmelden. (bei den anderen sind es meistens 2. Also hat sie schon einen weniger dabei. Überleg´Dir das mal! Es sind oft so Kleinigkeiten.) Du würdest "ihn" "freiwillig" aber da vielleicht nie mit hinnehmen, weil Du ja nicht musst. Ich kann das auch erst jetzt so sehen.) Mein Kind hat eben quasi nur mich als Bezugsperson. Das macht ihm nix (hoffe ich mal), er kennt es nicht anders. Aber ich muss eben auch für alles "da sein". Da gibts halt niemanden anderen, der diese Rolle auch nur annährend erfüllen kann. Und das kann schon mal eine (Extra-)Belastung sein. Das muss man sich eben überlegen (und weiß das vorher nicht. Deswegen habe ich Dir geraten, dir das mit dem geteilten Sorgerecht noch mal zu überlegen. Wenn Du ihm das '"geben" würdest, aber mehr im Zusammenhang des "unsere Wege trennen sich als "Liebespaar", denke ich, würde ihn das sehr beeindrucken. Er würde auch sehen, dass es Dir wirklich um das Wohl des Kindes geht. Denn in seinen Augen, ist er so wie er ist ok und für das Kind gut. Und das stimmt vermutlich auch. Vermutlich hätte er dann viel weniger das Bedürfnis sich einzumischen, als Du befürchtest.).
Der Ärger, wenn man den Kindsvater "mitreden" lässt, gegenüber dem "immer einzige Bezugsperson sein", das ist was Du letztendlich entscheiden musst.
Aber eins kann ich sicher sagen. Wenn Du einen auch nur irgendwie gearteten Kontakt zum Vater haben solltest, ist es für das Kind IMMER am besten, wenn Du über ihn nicht SCHLECHT denkst. Ok, er hat Deine Erwartungen nicht erfüllt. ABER als Mensch an sich solltest Du ihm zumindest neutral gegenübertreten. Das ist meine Meinung. Daran solltest Du arbeiten. Schmeiß´deine Vorwürfe und Deine Enttäuschung so schnell wie möglich über Bord! Hak´dieses Familiending (mit ihm) in Deinem Kopf so schnell wie möglich ab. Ich selbst habe danach mit einem anderen Mann viele Jahre eine wunderbare "Familie" gehabt. Alles ist möglich, nur nicht Menschen dazu zu zwingen in die eigene Vorstellungswelt zu passen. Das ist meine Meinung, heute.
LG wolfsherz