Peter19
Gast
Wir haben wirklich alles, was wir und und - vor allen Dingen auch sie sich - wünschte: Kinder, eigenes Haus, Job, etc
Ich vermute, dass sie einen anderen kennengelernt hat, mit dem sie sich eine zeit lang getroffen hat. Meine Frau arbeitet nicht fest angestellt, sondern freiberuflich. Die Kinder sind vormittags nicht da und nachmittags haben wir ein Aupair. sie hätte also Zeit dazu. Das ist für mich aber mittlerweile fast nebensächlich.
Sie hat seit zwei Jahren die Gespräche mit mir und die Körpersprache gegenüber mir sukzessive immer weiter zurückgefahren (Sex gibt es sowieso nicht mehr). Mittlerweile geht garnichts mehr. Wir haben mehrmals und zum letzten mal noch vor zwei Monaten länger gesprochen. Da ging es allerdings immer mehr nur noch um Organisatorisches und weniger um emotionale Themen.
Sie will nicht mehr und äußert auch, dass sie nicht weiß, wie es weitergehen wird. Sie habe sich eine solche Situation auch nie gewünscht. Letzteres glaube ich ihr sofort!
Eine Paartherapie habe ich bereits vor mehr als 18 Monaten vorgeschlagen und danach mehrmals wieder. Sie lehnt diese sehr vehement ab.
Daraufhin war ich alleine bei einer Therapeutin, die mir in manchen kritischen Momenten half. Ich habe wirklich viel zur Rettung der Beziehung getan, aber ich will jetzt nicht mehr machen, weil bislang nichts zum Erfolg geführt hat. ich habe mich mit der Situation abgefunden.
Ich fühle mich einsam in einer Ehe und mit 4 Kindern! Es klingt sehr paradox, aber so ist es wirklich.
Ich habe schon die erste Phase des nicht wahrhaben Wollens und des in der Vergangenheit nach meinen Fehlern suchens abgeschlossen. Die zweite Phase des trauerns ist ebenfalls durch. Ich befinde mich gerade in der dritten Phase, dem mich selber wiederfinden, auch wenn ich regelmäßig unter Selbstzweifeln leide - obwohl ich eigentlich recht selbstbewusst bin. Ich treffe mich mit Freunden, unternehme Dinge mit den Kindern alleine, treffe mich mit Freundinnen alleine (nur freundschaftlich), gehe notfalls auch alleine ins Theater, etc.
Mittlerweile habe ich mich auch entschieden, gegenüber meinen besseren Freunden ehrlich zu sein und ihnen zu sagen, wie es um unsere Ehe steht. Ich habe keine Lust mehr auf Theaterspielen in der Gesellschaft.
Ich merke, dass andere Frauen für mich wieder interessanter werden und ich mich verlieben könnte. Allerdings passt das nicht ganz in mein Weltbild. Wir wohnen noch in der Familie zusammen, auch wenn es sich eher WG ähnlich anfühlt und ich denke ernsthaft an eine neue Beziehung. Auch wenn ich mit netten Frauen im Gespräch bin, werde ich ab dem Moment, ab dem ich von meiner Lebenssituation spreche, für die Frauen uninteressant - zumindest nehme ich das so wahr. ich möchte ihnen aber auch nicht gleich zu Beginn von meinen Eheproblemen erzählen - das kommt mE auch nicht so gut an.
Ich frage mich nun, ob ich mich trennen soll. Dann wäre die Sache klar für alle.
Allerdings spricht viel dagegen, u.a.
- Ich werde die Kinder vermissen und sie mich, weil wir uns sehr nah sind
- ich habe Angst, dass in einem solchen Fall Phase 1 und 2 wieder aufbrechen, die ich gerade überwunden habe
- Finanziell wäre es schwierig das Haus und zuhause der Kinder zu halten
- Zudem würde es dann auch heißen: der Midlifecrisis Vater lässt seine gesamte Großfamilie im Stich. Es war aber ganz anders, nur das glaubt einem dann Keiner mehr. Auch deshalb erzähle ich die ganze Geschichte meinen engeren Freunden.
Sehr kompliziert. daher habe ich folgende Fragen an euch, bzw würde gerne eure Meinung dazu wissen:
- Trennung Ja/ Nein?
- wann und wie kommuniziere ich die Eheprobleme gegenüber anderen?
- gibt es Gleichgesinnte, die sich auch mal treffen, um solche Themen zu besprechen? Ich bin sicher nicht alleine auf dieser Welt