Zitat von alleswirdbesser: Die TE hat ganz klar beschrieben, was die Affäre für sie war, das war nicht nur 6. und für den Betrogenen ist 6 im Rahmen einer Affäre, nicht gerade das Schlimmste, was ihn verletzt. Der Verrat, die Lüge, das Hintergehen….. Muss ich jetzt nicht alles durchkauen.
Ja, das ist ja immer dasselbe.
Meine (schwachsinnige) Meinung ist da aber eben andere. Ohne lügen und betrügen wird es halt in den meisten Fällen nicht gehen, weil sonst ja eh gleich alles explodiert. Also was denn tun, wenn einem in der Beziehung etwas Wesentliches fehlt? Alles gleich gestehen? Dann ist es ohnehin, in solchen überempfindlichen Fällen, gleich vorbei.
Und wenn man einmal bedenkt, dass es im Lauf der Zeit in der Hälfte der Beziehungen, Ehen zu Fremdgehen kommt, so könnte man diese Form des Miteinanders ja gleich vergessen, wenn es notwendig zu "Geständnissen" kommen müsste, die dann nicht ausgehalten werden.
Ich begreife in meiner Schwachsinnigkeit eben nicht, was an 6 denn gar so dramatisch ist, dass man gleich alles hinschmeißen muss.
Mir fiele das jedenfalls nicht ein, wenn ich zu einem Menschen (einer Frau in meinem Fall) eine tiefe, liebende Beziehung habe. Mir ist das ein großes Lebensgeschenk, und würde ich da gleich erbost abhauen, weil meine Geliebte mal Sex mit einem anderen hat, so wäre für mich das Schwachsinn, ja geradezu eine Selbstentlarvung dessen, was ich als Liebe verkauft habe.
Mir scheint immer mehr, dass Liebe, das, was dafür gehalten wird, etwas mehr oder weniger rein Sexuelles ist, eine Begehrlichkeit, und alle Liebe daran hängt, exklusiv zu Gange sein zu können. Aber das entspricht eben so gar nicht meinem Verständnis von Liebe. Für mich schließt Liebe alles ein, auch, das halt mal auch nicht so Erfreuliches vorkommen kann, und nicht nur das Schöne und Glückselige, und wäre dem nicht so, so würde ich von Liebe auch gar nicht reden. Sondern vielleicht von einer F....-Inbeschlagnehmung oder so etwas.
Mag ja sein, dass meine Schwachsinnigkeit mir das eingibt, aber für mich ist Liebe, eine ernsthafte, ein tiefes Gefühl, dass ja gar nicht zerbrechen kann, wenn da mal eine Fremdlust aufkommt, und wenn dem so wäre, so wäre das für mich der deutliche Bewis dafür, dass ich eben gar nicht geliebt habe.