Dumbledore
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Guten Abend,
ist thematisch vielleicht etwas anders als das typische Beziehungsproblem, aber passt hier wohl noch am besten hin und hier haben einige Forenuser bestimmt auch gute Gedanken dazu.
In der Familie meiner Freundin befanden sich Fälle von genetischer Amyotropher Lateralsklerose (ALS). Ihr Großvater mütterlicherseits und ihre Mutter sind daran gestorben und wenn ich es nicht missverstanden habe, besteht somit auch bei ihr eine 50%ige Wahrscheinlichkeit, dass sie das entsprechende Gen von ihrer Mutter geerbt haben könnte.
Es kommt vielleicht nicht täglich und auch nicht wöchentlich vor, aber hin und wieder mache ich mir einfach nur Sorgen um sie. Der Gedanke ist verdammt hart, dass ihr Leben von einem Münzwurf abhängt, und manchmal trübt es einfach jeden Gedanken an unsere Zukunft. Selbst WENN sie das Gen hat, es muss ja nicht ausbrechen - aber selbst in nur fünf Jahren könnte es schon plötzlich soweit sein. Und selbst wenn es bei ihr "still liegt", würde ja die Gefahr bestehen, es an unsere Kinder weiterzugeben (falls wir uns irgendwann zu diesen entschließen sollten).
Manchmal überlege ich, sie auf einen Gentest anzusprechen - danach hätte man (mit Glück) die Gewissheit, dass sie aus dem Schneider ist. und andernfalls könnte man immer noch drauf hoffen, dass das Gen sich bei ihr nicht aktiviert oder die Forschung in den nächsten Jahren krasse Fortschritte macht. Aber a) sie hätte inzwischen vermutlich schon längst einen machen lassen, wenn sie es wollte und b) weiß ich nicht mal selbst, ob ich das Ergebnis schwarz auf weiß lesen wollen würde. Ich meine, was würde ich tun, wenn sie es hat? Drauf hoffen dass es sich nicht aktiviert? Ich weiß nicht wie hoch die Chance dafür ist, vermutlich nicht besonders hoch. Ich würde es hassen, wenn unsere Beziehung darunter leiden würde. Ich würde sie nie deswegen allein lassen können, und trotzdem graut es mir bei dem Gedanken, wirklich vor dieser Wahl stehen zu müssen - ich will doch nicht mit Anfang, Mitte 30 Witwer sein.
Das musste einfach mal raus, auch wenn das vermutlich kein Problem ist, auf dass es eine tolle Antwort geben kann. Vielleicht hat ja trotzdem jemand Ratschläge, oder auch ähnliche Geschichten o.ä.
Danke fürs Lesen jedenfalls schon mal!
Dumbledore
ist thematisch vielleicht etwas anders als das typische Beziehungsproblem, aber passt hier wohl noch am besten hin und hier haben einige Forenuser bestimmt auch gute Gedanken dazu.
In der Familie meiner Freundin befanden sich Fälle von genetischer Amyotropher Lateralsklerose (ALS). Ihr Großvater mütterlicherseits und ihre Mutter sind daran gestorben und wenn ich es nicht missverstanden habe, besteht somit auch bei ihr eine 50%ige Wahrscheinlichkeit, dass sie das entsprechende Gen von ihrer Mutter geerbt haben könnte.
Es kommt vielleicht nicht täglich und auch nicht wöchentlich vor, aber hin und wieder mache ich mir einfach nur Sorgen um sie. Der Gedanke ist verdammt hart, dass ihr Leben von einem Münzwurf abhängt, und manchmal trübt es einfach jeden Gedanken an unsere Zukunft. Selbst WENN sie das Gen hat, es muss ja nicht ausbrechen - aber selbst in nur fünf Jahren könnte es schon plötzlich soweit sein. Und selbst wenn es bei ihr "still liegt", würde ja die Gefahr bestehen, es an unsere Kinder weiterzugeben (falls wir uns irgendwann zu diesen entschließen sollten).
Manchmal überlege ich, sie auf einen Gentest anzusprechen - danach hätte man (mit Glück) die Gewissheit, dass sie aus dem Schneider ist. und andernfalls könnte man immer noch drauf hoffen, dass das Gen sich bei ihr nicht aktiviert oder die Forschung in den nächsten Jahren krasse Fortschritte macht. Aber a) sie hätte inzwischen vermutlich schon längst einen machen lassen, wenn sie es wollte und b) weiß ich nicht mal selbst, ob ich das Ergebnis schwarz auf weiß lesen wollen würde. Ich meine, was würde ich tun, wenn sie es hat? Drauf hoffen dass es sich nicht aktiviert? Ich weiß nicht wie hoch die Chance dafür ist, vermutlich nicht besonders hoch. Ich würde es hassen, wenn unsere Beziehung darunter leiden würde. Ich würde sie nie deswegen allein lassen können, und trotzdem graut es mir bei dem Gedanken, wirklich vor dieser Wahl stehen zu müssen - ich will doch nicht mit Anfang, Mitte 30 Witwer sein.
Das musste einfach mal raus, auch wenn das vermutlich kein Problem ist, auf dass es eine tolle Antwort geben kann. Vielleicht hat ja trotzdem jemand Ratschläge, oder auch ähnliche Geschichten o.ä.
Danke fürs Lesen jedenfalls schon mal!
Dumbledore
