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Partnerschaft nach Vertrauensbruch / Stufen des Betrugs

Trust_him


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Zitat von Sternchen0:
Weißt du ob dein Mann die andere geliebt hat? Hätte es etwas gegeben dass du nicht hättest verzeihen können?

Naja, was ich weiß ist, dass er ihr einmal scheinbar auf ihr Drängen hin schrieb, dass er sie liebt. Denn diesen Chatverlauf konnte ich neben vielen Teilen lesen. Er dachte bestimmt damals, er würde sie lieben. Da er damals aber nicht mal sich selbst lieben konnte, glaube ich ehrlich gesagt nicht, dass er sie tatsächlich liebte. Er war sicherlich hormonvernebelt, aber Liebe ist etwas anderes in meinen Augen.
Er hat ihr auch offensichtlich nie versprochen, mich für sie zu verlassen. Wäre er sich seiner Liebe zu ihr sicher gewesen, hätte er das garantiert getan. Er zog eine echte Beziehung mit ihr wohl nie in Betracht.

Ich hätte nie gedacht, dass ich meinem Mann eine Affäre würde verzeihen können. Ich malte es mir immer aus. Was wäre wenn... In meiner Vorstellung bin ich übelst ausgerastet, habe wahlweise ihn oder sie übel zugerichtet und all seinen Kram vor die Haustür geworfen und ihn aus dem Haus. In meiner Vorstellung gab es kein Verzeihen - no way!
Ich weiß nicht, was ich nicht hätte verzeihen können, denn ich habe etwas verziehen, was ich nie für möglich gehalten habe.

12.10.2021 10:53 • x 2 #16


Kummerkasten007

Kummerkasten007


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Warum sollte ich jemanden verzeihen, der wissentlich, bewusst und gezielt meine Gefühle verletzt?

12.10.2021 11:11 • x 5 #17



Partnerschaft nach Vertrauensbruch / Stufen des Betrugs

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Trust_him


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Zitat von Kummerkasten007:
Warum sollte ich jemanden verzeihen, der wissentlich, bewusst und gezielt meine Gefühle verletzt?

Niemand sagt, du solltest das tun.

12.10.2021 11:13 • x 1 #18


Matroschka

Matroschka


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Hallo ,


auch wenn es mit Euch momentan sehr happy und harmonisch läuft, kann ich Dir nur aus Bekannten Kreisen sagen , was Du hier auch viel nachlesen kannst - es ist nie eine Garantie !

Es ist absolut Positiv , dass ihr die Paar Therapie macht und das alles auf arbeitet, aber das wird ja noch eine Weile dauern , konntest Du schon erfahren , was das mit den Chats auf sich hatte - Neugierde? Früh zusammen gekommen ?

Es wäre schön 10 von 10 wenn eine Partei schon den Wunsch nach einem Treffen äussert , für mich persönlich eine 10 von 10 wenn Fotos ausgetauscht werden und es darauf möglicherweise auch " Handlungen oder Ergebnisse" zu sehen sind - das würde ich sehr persönlich nehmen , also nicht nur wenn es um den Austausch geht , was man bisher so erlebt hat - sondern schon anfängt zu flirten und Dirty Talk - so etwas projiziert halt immer Hoffnung und baut ein gewisses " Selbstbewusstsein" und Hoffnungen beim gegenüber auf .

Daher sind ehrliche und gründliche Gespräche sehr wichtig und das nicht nur innerhalb ein paar Monate , sonder regelmäßig immer mal wieder - damit der Verursacher auch die Grenze kennt .

Eine persönliche Weiterentwicklung findet auch unabhängig von einer Partnerschaft statt und wenn es dann einem alleine nicht mehr reicht ?!? Und das sind halt die Erfahrungen aus meinem Kreis - er oder auch sie, will das Leben in Ehe und mit Kindern , keineswegs das alles verlieren , es kommt zu einem Ausrutscher - aber auf 12 Jahren Beziehung kam es dann zu 7 Affären und einer Nebenher Verlobung - ich habe mir das Drama mit den Beiden 7 Jahre lang angeschaut bis zum bitteren Finale - so, da gibt es dann halt nix mehr zu reden und dann möchte man das auch als Freundin nicht mehr miterleben .

Ich wünsche Dir aufrichtig , dass Du Deine Grenzen realistisch definierst und er auch ehrlich ist , diese dauerhaft zu respektieren und es sich im Nachhinein nicht anders überlegt oder wegen ein bisschen Stress , es mit diesem Muster kompensiert.

12.10.2021 11:13 • x 2 #19


commitmentor

commitmentor


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Zitat von Trust_him:
In meiner Vorstellung gab es kein Verzeihen

Schön, wenn die Bereitschaft zum Verzeihen trotz dieser ursprünglichen Sichtweise letztendlich doch vorhanden war. Prinzipiell finde ich es schon erstrebenswert, wenn langjährige Beziehungen in denen die gegenseitige Zuneigung nach wie vor groß ist, in so einer Krise nicht direkt als gescheitert betrachtet werden.

Meine persönliche Grenze ist ein erneuter Bruch des Vertrauensvorschusses. Erleichternd kann bei mir hinzu, dass meine Frau die Affäre von sich aus aufgedeckt hat, ständige Gesprächsbereitschaft ihrerseits vorhanden war und sie Ihre Handlungen zutiefst bereut hat

12.10.2021 11:31 • x 3 #20


Trust_him


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Zitat von Matroschka:
es ist nie eine Garantie !

Die hast du allerdings in keiner Beziehung...

12.10.2021 11:34 • x 3 #21


Trust_him


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Zitat von commitmentor:
ständige Gesprächsbereitschaft ihrerseits vorhanden war und sie Ihre Handlungen zutiefst bereut hat

Das ist für mich nicht nur erleichternd, sondern eine Grundvoraussetzung für einen Neustart.

12.10.2021 11:52 • x 1 #22


Sternchen0

Sternchen0


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Zitat von Matroschka:
Hallo , auch wenn es mit Euch momentan sehr happy und harmonisch läuft, kann ich Dir nur aus Bekannten Kreisen sagen , was Du hier auch viel ...


Du hast schon auch recht, nur weil es bei uns oft schön ist sind wir noch nicht übern Berg und ich hab ja geschrieben ob es sich lohnt weiß ich vielleicht erst in ein paar Jahren. Ich schließe mich trust-him an; eine Garantie hat man in keiner Beziehung. Bis jetzt fühlt es sich aber für mich richtig an und das ist für mich das was zählt. Neben der Paartherapie machen wir beide auch je eine Einzeltherapie. Mir hilft das sehr, ich habe unsere Krise zum Anlass genommen auch meine Baustellen näher anzuschauen.

Zu den Gründen warum er die S. hatte, da kam mehr zusammen, u.a. seine Vergangenheit, unsere Kinderwunschbehandlung, fehlende Offenheit seinerseits was 6uelle Wünsche betraf.

12.10.2021 11:57 • x 3 #23


Leonhard

Leonhard


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Zitat von Sternchen0:
Was waren deine Gründe dass du euch die Möglichkeit gegeben hast an Ehe 2.0 zu arbeiten?

Ich war halt einfach davon überzeugt, dass wir nicht nur eine tolle Familie sind, sondern auch eine sehr gute Beziehung führen. Ich hatte ihr das sogar kurz vor dem Auffliegen gesagt.
Ich hätte mir selbst nicht ins Auge blicken können, wenn ich es nicht wenigstens versucht hätte. Ihre Aussagen waren ja ebenfalls eindeutig.
Mit dem heutigen Wissen waren wir beide zu naiv; auch unser Paartherapeut hat das unterschätzt. Statt an unserer Beziehung arbeiten zu können, gab es immer wieder Rückschläge weil meine Frau dem Ex-AP nie klare Kante zeigen konnte und dieser immer wieder zu Hause Thema war. Eine räumliche Trennung wäre auch eine sinnvolle Lösung gewesen. Meine Frau hätte Konsequenzen erlebt und ich wäre nicht so oft enttäuscht worden.

Aktuell ist das alles gut, doch noch zu Beginn des Jahres ging es mir noch einmal richtig schlecht und ich habe meine Frau und ihre Handlungen und unsere Zukunft sehr kritisch gesehen.

12.10.2021 12:15 • #24


NiHe

NiHe


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Zitat von Sternchen0:
Hallo ihr Lieben, angelehnt an einen aktuellen Thread möchte ich ein neues Thema eröffnen, da es mich und vielleicht auch andere interessiert. Ich ...

Also, ich habe mit meinem Ex-Freund, mit dem ich bis 2012 sechs Jahre zusammen war, eine 10/10 in punkto Betrug erlebt. Das erste Mal, von dem ich erfuhr (und erfahren habe ich ganz sicher nicht alle Fremdgängereien), war nach drei Jahren. Er hatte eine Parallel-Fernbeziehung zu einer, die er im Urlaub kennen gelernt hatte. Sie besuchte ihn sogar in seiner Heimatstadt, in die er regelmäßig fuhr, und lernte seine Eltern kennen. Zu gleicher Zeit kam durch Nachforschungen meinerseits heraus, dass er in den ersten Monaten unserer Beziehung noch eine Freundin in eben dieser Heimatstadt sowie diverse andere Frauenbekanntschaften hatte, was mir den Boden unter den Füßen weg riss. Noch heute, wenn ich an diese Zeit denke, triggert es mich ungemein. Es war eine der schlimmsten Zeiten meines Lebens, diese über mich herein brechenden Wahrheiten zu verarbeiten und trotzdem nicht loslassen zu können, von beiden Seiten aus. Er beendete den Kontakt zu seiner Parallelbeziehung.

Wir trennten uns nicht und blieben zusammen, allerdings habe ich all das nie ganz verwunden, war ständig in Alarmbereitschaft, das Vertrauen dauerhaft zerbrochen. Auch, weil er persönlichkeitsbedingt ein sehr extrovertierter, gewinnender, eloquenter und bestätigungssuchender Mensch war, der berufsbedingt viel Kontakt zu anderen Frauen hatte, hatte ich ständig Kopfkino. Meine Liebe zu ihm, die Verlustangst und sicher auch emotionale Abhängigkeit machten es mir unmöglich zu gehen - es war die Hölle, doch es gab auch gute Zeiten, die mich das alles ertragen ließen.

Nach weiteren drei Jahren der nächste Betrug - diesmal mit Gefühlen für die andere. Ob er bis dahin treu geblieben war, ist fraglich. Wieder wurde ich in die altbekannte Hölle aus Schmerz und Angst zurückgeworfen - ein alptraumartiges Déja-vu. Er beschloss, die Sache mit der anderen zu beenden, war mir gegenüber aber deutlich distanziert, obgleich er von Liebe sprach, und erbat sich Zeit. Ich fühlte mich wie lebendig begraben, nahm Medikamente, um nicht durchzudrehen. Und begab mich, einfach um den Schmerz zu stillen, in die Arme ein, zwei anderer Männer. Einer von ihnen schaffte es mich festzuhalten - aus heutiger Sicht überstürzt und aus Sehnsucht nach Heilung und Liebe ließ ich mich komplett darauf ein, erzählte dem "Alten" davon, ohne jedoch den Kontakt gänzlich abzubrechen. Ich schlitterte also auf den Scherben der Vergangenheit direkt in eine neue Beziehung hinein, die nach wenigen Monaten nicht anders enden sollte als die alte: Mit Betrug seinerseits, da auch er nach langjähriger Beziehung und Trennung noch nicht frei für was Neues war, obgleich er von Liebe sprach.

Für mich begann Déja-vu Nr. 2 und ich war inzwischen gefühlsmäßig so drin, dass es nicht weniger schmerzhaft war als bei meinem langjährigen Nun-Ex-Partner. Ich trennte mich aus Selbstschutz in einer Hauruck-Aktion und litt noch auf unbestimmte Zeit wie ein Tier. Es war zuviel für mich - wie viel kann ein Herz tragen?

Mein langjähriger Ex ging im Übrigen in dieser Zeit eine Beziehung mit der Frau ein, mit der er mich betrogen hatte. Diese hielt immerhin 5 Jahre bis sie ihn für einen anderen verließ.

Auch mit diesem Mann gab es in den Folgejahren immer wieder vereinzelte Kontakte, die für ihnjedich eher 6uell motiviert waren, was mich immer wieder erneut killte. Wobei eine Beziehung mit einem so verlogenen Menschen null Chance gehabt hätte, was ich jedoch nicht wahr haben wollte. Das Gefühl, das er mir anfangs gerade ineiner Zeit, in der ich enorm empfänglich dafür war, vermittelt hatte, habe ich bis heute nicht wieder erlebt, trotz neuer langjähriger Beziehung. Auch da ist etwas in mir kaputt gegangen, das sich bis heute nicht wieder regeneriert hat. (Dieser Mensch hat seit seiner Trennung von meiner langjährigen Vorgängerin im Übrigen bis heute keine ordentliche Beziehung auf die Reihe gebracht.)

Kurzum: NEIN, ich bin erfahrungsgemäß nicht der Ansicht, dass nach massivem Betrug wieder eine innige, vertrauensvolle Bindung wachsen kann. Hängt aber auch stark mit der Persönlichkeit des Betrogenen zusammen - wer hart gesotten ist und Vergangenes gut ausblenden kann, dem ist es vielleicht möglich.

13.10.2021 23:22 • x 3 #25


Shakira3

Shakira3


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@Sternchen0 Ich habe im Mai (oder so) hier im Forum ebenfalls mein Leid geklagt und erzählt, wie mein Mann mich betrogen hattees war furchtbar! Ich habe mich auch entschieden zu verzeihen und bin in der Ehe geblieben. Wir haben einen 13 jährigen Sohn zusammen. Ich muss zugeben, dass das einer der Hauptgründe damals war für mich nicht alles hinzuschmeißen. Der Betrug war für mich definitiv 10+.Obwohl "objektiv" betrachtet andere Frauen wohl wesentlich schlimmes erleben mussten. Für mich war es mega sch. inzwischen sind die Flashbacks viel seltener und -so wie bei Euch- ist jetzt oder seit dem (es ist nun fast 9 Monate her) von vorne betrachtet eigentlich sehr schön zwischen meinem Mann und mir. Viel Nähe, Gespräche, mehr Vorsicht und Verständnis. Ich bin auch in einer Therapie. Sogar Traumatherapie. Das hilft mir sehr! Aaaber: Ich muss dennoch trotz allem sagen, dass mein Vertrauen in die die Beziehung nun, es ist erschüttert worden und leider futsch. Es ist schlimm, einerseits liebe ich ihn und ich sehe und spüre WIE sehr er sich bemüht, er bereut, er mich liebt usw. Andererseits ist da was Fremdes. Außerdem habe ich verdammt das Gefühl, ich möchte es ihm immernoch quasi heimzahlen. Bzw. ich denke: na, dann darf ich das ja wohl jetzt auch. Irgendwie ist ein Ungleichgewicht entstanden, mein Stolz ist so verletzt worden. Mein Selbstwertgefühl sonstwo in den Keller gerauscht. Einerseits fühle ich mich getragen von unserem Neuanfang, dann wiederum Zweifel ich plötzlich alles an und dann habe ich einfach nur Angst vor der Zukunft . Die Gefühle und Handlungen ind Worte meines Mannes sind authentisch. Das macht es so schwer für mich . Er meint es ernst mit mir. Aber die Menschen ändern sich nicht. Ich glaube, ich lebe mit einem Risiko. Vielleicht war ich einfach nur zu ängstlich um zu gehen. Also es ist gut, sogar viel besser als vor der Affäre weil jetzt mehr Respekt da ist. Ob das von Dauer sein wird ? Ich setze mir innerlich immer so Etappen. Am 30.11. wird es ein Jahr her sein, dass ich es herausgefunden habe. Ich hatte mir mal gesagt, wenn ich es bis dahin nicht "geschafft habe, gehe ich doch ! Jetzt habe ich ehrlich gesagt etwas Sorge es kommt mir so unwirklich vor alles. Ich versuche zu vertrauen und das klappt zwar, die Unbeschwertheit hat sich aber noch nicht wieder eingestellt. Meine Freunde sagen alle "das braucht Zeit.aber wie lange? Ich habe vollstes Verständnis für meinen Mann u d die damalige Situation. Das macht es mir so schwer, dass ich immer alles genau verstehe. Ich verstehe auch, dass er so ist wie er ist. Es kann wieder passieren. Und dann fühle ich mich wahrscheinlich wie der letzte Depp, dass ich geblieben bin. Manchmal denke ich, vielleicht passiert es mir ja auch mal. Aus meinem heutigen Gefühl heraus hätte ich dann gleichgezogen. Vergolten. Auch mal diese "Macht gespürt. Mein Mann würde das aber , wie ich ihn einschätze nicht aushalten und ausrasten. Daher wäre es unserem Neuanfang bestimmt NICHT zuträglich und die Genugtuung von kurzer Dauer. Ich bemühe mich mein eigenes Leben mehr zu fokussieren. Nicht dauernd über meinen Mann und uns nachzudenken. Und auch, die Affäre nicht immer wieder zu Thematisieren.Das fällt oft schwer, denn die Trigger sind überallEs hilft mir sehr, wenn ich mir sage : Ich liebe ihn, er gehört mir nicht. Ich bin frei und mein Leben ist wunderbar, ob mit oder ohne ihn. Also ich brauche etwas innerhalb Distanz um die Angst zu bekämpfen.

Gestern 00:59 • x 6 #26


ElGatoRojo

ElGatoRojo


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Nun, es war schon eine Affäre mit Gefühl dabei und über mehrere Monate - aber mit Ansage, dass nicht fehlende Liebe der Grund war sondern die Gesamtsituation (2 kleine Kinder, kein großer finanzieller Spielraum, Überlastung) und eben das Bewußtsein, sich früh gebunden zu haben und daher die Suche nach Abenteur, Freiheit und Aufregung, die Jahre vorher möglicherweise zu kurz kam. Wichtig war ihre konkrete Aussage, von ihr aus die Ehe auf keinen Fall beenden zu wollen. Lief dann im Rahmen einer zeitweise geöffneten Ehe. Auch das ist nicht ohne Probleme, aber man weiß woran man ist. Gab auch einige kuriose Situationen. Dessen ungeachtet kam wie erwartet der Punkt, wo sie selbst genug davon hatte und sie es beendete.

Danach ein sauberer Cut. Keine weiteren Fragen, keine weiteren Kontakte zur Affäre. Vertrauen in ihre Versprechen (das nicht enttäuscht wurde)

Gestern 01:26 • x 3 #27


StillerLeser

StillerLeser


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Zitat von Shakira3:
Es ist schlimm, einerseits liebe ich ihn und ich sehe und spüre WIE sehr er sich bemüht, er bereut, er mich liebt usw. Andererseits ist da was Fremdes.


Ähnlich wie dir geht es mir auch. Das hast du schön und auch auf mich passend beschrieben.

Heute, bald drei Jahre nach meinem persönlichen 9/11, ist es immer noch nicht verheilt. Das bedingungslose Urvertrauen von einst wurde durch die Lügerei und Skrupellosigkeit komplett demontiert und zerstört.
Es gibt noch heute immer wieder Situationen, die zwar komplett harmlos sind, aber in den ersten Sekunden mein Herz wummern lassen und mir unbehaglich sind. Genau daran merke ich sehr deutlich, dass da noch immer etwas im Argen in mir ist. Aber es wird besser. Ob das jemals komplett verheilt, weiß ich nicht. Ich würde es mir wünschen.
Ich bin derzeit aber immernoch der Auffassung, mit Ehe 2.0 richtig gehandelt zu haben. Und es fühlt sich gut und richtig an. Allerdings mit besagten Nebenwirkungen

Unsere Geschichte kann ich nur schwer auf einer Skala bewerten. Vielleicht eine ehrliche 5 / 10. Sie hat eheschädliche Handlungen vollzogen, über einen längeren Zeitraum die rote Linie überschritten und mir damit fürchterlich weh getan.
Da aber (nach meinem Wissen) nichts Körperliches stattfand, habe ich einem neuen Start zugestimmt.
Wäre sie mir zusätzlich zum Virtuellen auch körperlich fremd gegangen, wäre das eine 99 / 10 für mich und unverzeihbar. Käme so etwas raus (auch jetzt noch), wäre ich beim Scheidungsanwalt.

Gestern 17:54 • x 5 #28


Sternchen0

Sternchen0


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Zitat von NiHe:
Also, ich habe mit meinem Ex-Freund, mit dem ich bis 2012 sechs Jahre zusammen war, eine 10/10 in punkto Betrug erlebt. Das erste Mal, von dem ich ...


Du hast ja eine ganze Menge ertragen, mich erschreckt etwas dass du so mit dir hast umgehen lassen. Aber du schreibst ja auch emotionale Abhängigkeit. Denkst du das könnte dir so nochmals passieren, dass du so lange nicht keinen Schlusstrich ziehst? Danke für deinen Beitrag!

Gestern 20:34 • #29


Sternchen0

Sternchen0


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Zitat von Shakira3:
@Sternchen0 Ich habe im Mai (oder so) hier im Forum ebenfalls mein Leid geklagt und erzählt, wie mein Mann mich betrogen hattees war furchtbar! Ich ...


Auch ich erkenne für mich vieles in deinem Beitrag wieder. Ja, wenn man Kinder wirft man einfach nicht so schnell alles hin. Wobei ich nie nur wg des Kindes bleiben würde.

Die Gedanken "jetzt darf ich aber auch mal" hatte ich auch, aber ich weiß dass mir das einfach nichts bringen würde. Wenn in meinem Herzen kein Platz ist kann ich auch nichts 6uell starten. Und wenn in meinem Herzen Platz wäre dann wäre es sowieso für mich vorbei.

Gestern 20:38 • x 1 #30



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