Wunschdenken
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Ich (w 27) möchte mich heute gerne über das Thema Depressionen im Kontext mit Partnersuche austauschen.
Ich wage mich in ein paar Tagen nach 6 Monaten liebeskummer wieder in die Männerwelt hinaus und obwohl ich mich auf das anstehende Date freue habe ich leider auch viel Angst.
Ich bin seit über 5 Jahren depressiv und gerade mal wieder in Behandlung. Ich habe Tage an dennen ich fast gesund bin und dann auch wieder niederschmetternde Phasen in dennen ich von Weinkrämpfen geschüttelt bin. Meine Freunde mögen mich trotzdem und sind an meiner Seite, ich bin auch inzwischen geschult darin es zu verbergen- bzw einfach zuhause zu bleiben und mich mit meinen hobbies für mich allein zu beschäftigen bis es vorüber geht.
Mein letztes verliebtsein endete aufgrund meiner erkrankung leider in einem desaster und wurde nicht erwiedert, weil ich stets von grossen verlustängsten begleitet werde und stets aufhöre zu sprechen wenn sie mich packen. ich wirke dann dumm und desinteressiert, ich lache auch nicht mehr, lächle aber debil vor mich hin .Mich auf jemanden einzulassen fällt mir sehr schwer da mir bisher von jedem mann den ich mochte das herz geborchen wurde und ich in den letzten 2 Jahren leider beinah meine gesamte Familie beerdigen musste. Ich fühle mich trotz guter Freunde oft sehr einsam und hatte noch nie eine Beziehung die länger als ein paar Wochen hielt.
Nun steht nach langer Zeit mal wieder ein Date an. Und obwohl ich weiss, dass ich witzig, spritzig und charmant sein kann, habe ich doch angst davor zu erzählen wie die letzten Jahre meines lebens aussahen da ich immer und sofort in Tränen ausbreche wenn ich erzähle ,dass ich zur zeit nicht arbeiten gehe da ich vom geld meiner toten mutter lebe , die ich jahrelang gepflegt habe und daher oft zu schwach bin um zuverlässig arbeit zu leisten. Mein Bruder ist geistig behindert und eine grosse last für mich. Dann werde ich nach meinen letzten Beziehungen gefragt... ebenfalls alles eher traurige geschichten.
ich habe angst vor diesen fragen und meinen antworten darauf, denn es verdirbt jede lockere atmosphäre. wenn ich sage ,dass ich mich lieber wannanders darüber unterhalten würde, malen sich die herren oft sonstwas aus das ich zu verbergen habe und halten mich für verschlossen und verlieren das interesse. das nervt mich unglaublich. und oft wenn ich denn mit der sprache rausrücke ernte ich mitleid das ich nicht mehr ertrage. Viele Menschen sind auch einfach völlig überfordert mit der grossen trauer die bei mir zu tage kommt wenn sie ein oder zwei persönliche fragen stellen.Das tut mir dann auch leid, ich habe das gefühl sie zu belasten obwohl man sich doch einen schönen abend machen wollte. Oft denke ich ,dass ich vielleicht niemals eine Beziehung führen werde da traurige, melancholische menschen nunmal nicht die anziehendste gesellschaft sind. Es ist eine verzwickte situation.
Gibt es hier noch andere im Forum die ähnlich mit ihrer Psyche zu kämpfen haben? Wie geht ihr mit euch und neuen bekanntschaften um?

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