Plötzlich bricht eine Welt zusammen

brünette

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Vorgeschichte: Wir sind zwei Jahre zusammen. Er 29, ich 28. Kennen uns allerdings schon seit ca. 10-13 Jahren. Bevor ich mit ihm zusammen gekommen bin hat er mir über Liebeskummer hinweg geholfen und zwei Jahre lang um mich gekämpft bis ich ihn das erste mal geküsst habe.

Momentaner Ausgangspunkt: Vor drei Wochen waren wir zusammen auf einem Geburtstag. Mein Freund hat gut getrunken und wollte nicht heimgehen. Ich hatte nie den Grund eifersüchtig zu sein. Ich bin ohne ihm gegangen und habe dann erfahren er hat eine Frau im Treppenhaus geküsst. Als ich zurück wollte ihn bloßstellen sah ich sie Händchen halten. Ich scheuerte ihn eine und fragte ob er unsere Beziehung wirklich wegen so einer aufs Spiel setzten möchte. Er sah durch mich durch und sagte ja. Sie ging allein und er blieb dort und wollte zu einem Freund gehen. Am nächsten Tag dann die Nachricht er muss mit mir reden. Er hat mit ihr geschlafen. An die watsche und unser treffen konnte er sich nicht mal mehr erinnern. Auch nicht wie er zu ihr kam, sie war ja eigentlich weg. Er war fertig und sagte ich war immer so stolz ein Mann zu sein der sowas nicht macht und jetzt habe ich es so schlimm abgezogen. In der Familie herrscht eine sehr starke Moral gegenüber Frauen. Ich bin dann erstmal gegangen.

Mein Freund/nicht mehr Freund hat nie über Probleme geredet sondern immer alles in sich hinein gestopft um es mir recht zu machen. Früher ist er bei Problemen immer abgehauen und hat dadurch oft wichtige Menschen in seinem Leben enttäuscht. Wir reden seit dem es passiert ist sehr offen miteinander. Anfangs sehr viel über die Nacht. Es kamen auch Erinnerungen an unser Treffen zurück und dass machte ihn noch mehr fertig. Er wollte dann herausfinden warum er zu sowas in der Lage war. Und hat dass erste mal in seinem Leben mit Freunden über seine Gefühle geredet. Er hat auch erzählt das er mit dieser Frau über unsere Beziehung geredet hat weil er nicht glücklich war. Er hat mir immer alles gegeben und ich habe ihn zurück gewiesen. Beispiel: anfangs fernbeziehung. Ich wollte keine Sachen von ihm bei mir haben, und er sollte nicht mit zu großen Koffer anreisen. Mein Reich da soll keiner rein. Er hat es gemacht weil er einfach nur froh war bei mir zu sein. Nach mehreren Monaten konnte ich dann mini Plätze für ihn frei machen. Er hat es auch akzeptiert. Er kam immer von Reutlingen nach Nürnberg und ich hab ihn immer Vorwürfe gemacht es ist doch nur Auto fahren, gar nicht so anstrengend, anstatt es zu schätzen dass er immer jedes Wochenende diese Fahrt auf sich nimmt. Nach 1,5 Jahren sagt er dann er sucht sich einen Job in Nürnberg wir könnten doch dann ... ich hab ihn dann nicht mal ausreden lassen sondern gesagt ... Nein zusammen ziehen tun wir nicht er kann ja ne Nachbarwohnung nehmen und ähnliche Vorschläge. Nach einem Gespräch mit Familie hab ich mich nach ein paar Monaten doch für eine gemeinsame Wohnung entschieden. Als wir auf dem Weg in die neue Wohnung waren war ich immer nur traurig mein reich meine wohnung aufzugeben und hab dass genauso wichtig genommen wie seine Seite... nur er ist weg von seiner geliebten Arbeit in eine nicht so schöne Arbeit und hat den Wohnort für mich geändert. Seitdem wir zusammen leben hat sich dann das Blatt ein bisschen gedreht. Ich wurde anhänglicher und er hat mehr auf sich geachtet. Wenn wir gestritten haben hat er allerdings immernoch geschaut dass es mir recht gemacht wird und alles wieder gut ist. Ach heiraten wollte er mich auch und allerdings nicht kirchlich und ich bin gläubig... dann kam von mir nur die Aussage dann heiraten wir halt nicht... so über das alles reden wir momentan die ganze Zeit. Er meinte auch wenn er aus Reutlingen kam Freitags hatte er sonntags immer das Gefühl ich bin froh meine Freiheit wieder zu haben... und er hat teilweise auch recht ... ich wusste für mich allein kann ich nicht verletzt werden ... je mehr ich zulasse desto verletztlicher bin ich Traurig

Meine Vorgeschichte war dass ich immer alles für eine Beziehung gegeben habe und immer betrogen oder beschissen wurde und so eine starke Mauer hatte die ich erst jetzt nachdem vorfall komplett abgelegt habe.

Er sagte auch zu mir: Ich hab dich soooo sehr geliebt warum konntest du dich nicht schon früher so öffnen wie jetzt. Ich weiß nicht ob ich nochmal zu uns finde und ich will kein kaltes Depp zu dir sein.
In seinen Augen seh ich auch noch die Liebe zu mir. Aber in seinen taten seh ich nur Blockade, Abwehr, er verzeiht sich auch selbst nicht was er mir angetan hat usw.

Er sagt mir auch immer was für ein Besonderer Mensch ich bin weil ich ihn beigebracht hab Freundschaften zu schätzen, Familie wichtig zu halten ... das Geld nicht alles ist usw. und dass er mich nie verlieren möchte in seinem Leben weil ich doch auch seine beste Freundin bin.

Thema S. war bei uns auch eine Problematik: Dadurch dass ich von meinen Expartnern nur als S. gesehen wurde habe ich es in unserer Beziehung immer auf ein Potest gestellt und immer verlangt dass es etwas besonderes ist mit viel knutschen kerzen usw. dabei liebe ich eigentlich immer spontanen S. aber irgendwie konnte ich die kleine Miststueck in mir bei ihm nicht rauslassen.

Ganz schön viel und doch nur ein kleiner Ausschnitt aus meiner momentanen Lage ... ich hoffe es ist nicht zu verwirrend und irgendwer kann mir helfen ...

Unser Freundeskreis/Familie stehen auch alle hinter uns und sagen ihr wart sowas besonderes schmeißt des net einfach hin. Obwohl nach so einer Geschichte kann doch gar kein Happy End mehr kommen oder?
Meine Freunde meinten auch... er hatte immer das Gefühl nicht gebraucht zu werden weil du alles allein kannst.

Ich merke auch erst jetzt wie sehr er mein Leben bereichert hat und wie sehr ich mich durch ihn ins positive verändert habe. Er sagt auch immer ich habe durch Gesten oft gezeigt wie wichtig er für mich ist aber im Alltag war einfach immer alles nur ICH-bezogen obwohl ich so im Alltag jeden helfe und selten auf mich gucke habe ich es zuHause anscheinend ganz anders gemacht.

Achja bin seit Donnerstag wieder in der gemeinsamen Wohnung und wir haben sehr gut geredet. Gestern als ich in der Arbeit war kam dann eine Nachricht, er würde jetzt weg fahren er muss raus aus Nbg er tut mir gerade im Moment nicht gut und ich soll bitte an mich denken und auf mich aufpassen. Hab es akzeptiert und auch seitdem nichts geantwortet. Hab mir vorgenommen jetzt am Wochenende erstmal wieder Kraft für mich zu tanken. Vermisse ihn nur so krass Traurig

Danke schon mal für eure Tipps!

27.09.2014 12:30 • #1


Alena-52


hallo

in welche richtung sollen denn die tipps gehen ? bisher hast du dich kaum kompromissbereit gezeigt, alles sollte so gehen wie du es dir vorstellst und irgendwann ist dann bei ihm vielleicht der punkt gekommen mit deiner distanziertheit nicht mehr weiterzuwollen, ihm fehlte vielleicht das gefühl der nähe und der verbundenheit, des zusammengehörens.

es ist für einen nähetyp schwer mit einem distanztyp glücklich zu werden und umgekehrt ist es genauso und genauso schwer ist es sich darin zu ändern.

ihr habt jetzt beide zeit über euch nachzudenken und lösungsansätze zu finden. vielleicht findet ihr noch einmal zueinander.
ob das wirklich passt, könnt ihr nur selbst für euch herausfinden.

alles gute!

27.09.2014 16:36 • #2


brünette


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Ja normalerweise bin ich auch jemand der sehr viel nähe braucht nur ich hatte so Angst wieder verletzt zu werden dass ich es anscheinend oft nicht zulassen konnte ... jetzt gerade habe ich meine Mauer total fallen gelassen und bin so verletzlich wie noch nie ...er sagt auch genau die Seite die ich seitdem Vorfall zeige hat ihn immer an mir gefehlt ... aber er hat angst dass seine Mauer nun nicht mehr weggeht

27.09.2014 16:40 • #3




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