Leo_Pard
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auch ich muss mir jetzt einfach mal Luft machen. Gestern hat sich meine Freundin doch überraschend von mir getrennt. "From Hero to Zero" hab ich so in dieser Form noch nicht erlebt.
Wir wohnen seit über einem Jahren im selben Haus (schräg gegenüber). Lange Zeit haben wir uns zwar gegrüßt, aber nie wirklich groß miteinander gesprochen. Hat sich irgendwie nicht ergeben und keiner von uns beiden hat einfach den 1. Schritt gemacht.
Anfang des Jahres haben wir uns dann zufällig beim Einkaufen getroffen und haben beim nach Hause laufen ein wenig Smalltalk geführt. Noch am selben Abend hat sie spontan bei mir geklingelt und mich auf einen Glühwein eingeladen. So haben wir dann angefangen uns kennenzulernen.
Danach ging es doch sehr schnell. Wahrscheinlich auch einfach auf Grund der komfortablen Wohnsituation. Wir haben uns super verstanden, hatten zusammen Grillabende und ausgiebige Spaziergänge, manchmal auch nur einen kurzes Kaffee-Date nach Feierabend. Kurzum es hat sich einfach richtig gut angefühlt. Trotz der Nähe hingen wir aber nicht 24/7 aufeinander. Das hatten wir beide von Anfang an so besprochen, jeder sollte seinen Freiraum haben.
Nach ca. 1 Monat nach dem ersten Kennenlernen waren wir dann schon ein Paar. Ich habe sie allerdings zu nichts gedrängt. Sie hat mich gefragt, ob sie mich ihrem Umfeld als Freund vorstellen darf. Auch sollte ich relativ schnell ihre Familie kennenlernen. Am Anfang war ich schon überrascht bzgl. dem Tempo, aber es hat sich einfach so richtig und gut angefühlt. Ich hatte schon mehrere längere und kurze Bekanntschaften, bei denen ich schnell im Bauchgefühl gemerkt hab, dass da etwas nicht passt. Das war hier so gar nicht der Fall. Also habe ich mitgemacht. Zu Ostern sind wir dann auch ein paar Tage in meine Heimat gefahren und sie hat meine Familie kennengelernt. Ebenfalls auf eigenen Wunsch. Auch schmiedeten wir schon weitere Pläne zwecks anstehender Familiengeburtstage.
Sie sagte mir immer wieder wie glücklich sie wäre. Sie (27) hatte noch nie eine ausfüllende Beziehung. Entweder scheiterten sie sehr schnell oder beruhten, wie in ihrer letzten Beziehung, nur auf Sex. Keiner nahm je wirklich an ihrem Leben teil. Bei mir wäre es anders, wir wären ein Team, sagte sie. Und ich hab mich einlullen lassen.
Kurz nach Ostern führten wir ein sehr emotionales Gespräch. Ich erzählte ihr von meiner Kindheit (gewaltbereiter Vater, wenig Anerkennung usw.). Und auch das das nicht spurlos an mir vorbeigezogen ist. Logisch. Es war aber ein sehr gutes Gespräch und es war für mich wichtig, dass sie meine Vergangenheit kennt und warum ich keinen Kontakt mehr zu meine Vater habe. Ich blieb danach noch ein paar Tage länger in meiner Heimat, sie musste schonwieder zurück.
Als wir uns 4 Tage später wieder sahen, hatte ich einen anderen Menschen vor mir. Von der Zuneigung und Zärtlichkeit war fast nichts mehr übrig. Sie hatte mich vorher sehr verwöhnt, dass muss ich zugeben. Plötzlich durfte ich sie nicht mehr anfassen, wir sahen uns weniger und diese Euphorie war wie weggeblasen. Ich suchte sehr schnell das Gespräch, bekam aber nichts greifbares zu hören. Sie möchte einfach im Moment keine Nähe. Das akzeptierte ich. Ich solle mir keinen Kopf machen, alles wird gut. Das gleiche Gespräch führten wir eine Woche später nochmal, ähnliches Ergebnis. Da sie durch Heuschnupfen wirklich arg gebeutelt war, dachte ich, es liegt vllt. daran. Ihr ging es einfach auch körperlich nicht gut. Also änderte ich meine Strategie und ließ sie einfach. Wir sahen uns noch unregelmäßig, keine Zärtlichkeit und Zuneigung mehr, nur noch nebeneinander herleben. Ich hab ziemlich unter dem plötzlichen Sinneswandel gelitten, aber hab mir selbst immer eingeredet, wenn es ihr wieder besser geht, geht es auch uns wieder besser.
Gestern hat sie dann, mehr oder weniger, überraschend die Beziehung beendet. Trotz das ich es schon leicht geahnt hatte, war ich wie vor den Kopf gestoßen. Eine wirkliche Erklärung bekam ich nicht. Uns würde es ja beiden nicht gut gehen (stimmt, bei mir aber nur bedingt durch ihren emotionalen Rückzug), sie wäre die letzten 3 Wochen in meiner Gegenwart immer schlecht gelaunt gewesen und hätte gar keine Lust mehr gehabt, mich zu sehen (und sie war sonst NIE schlecht gelaunt, wurde etxra nochmal betont
Warum,wieso, keine Ahnung.Die wahren Gründe werde ich wohl nie erfahren. Ob ich zu sehr auf ein Podest gehoben wurde, Bindungsangst oder ein neuer/alter Freund aufgetaucht ist, keine Ahnung. Ich musste die Geschichte jetzt einfach mal loswerden. Und ja ich weiß, das ganze ging nur ein paar Monate. Auf Grund dieses urplötzlichen Sinneswandels, tut es aber imens weh.
Schwierig ist natürlich die Situation, dass wir quasi nebeneinander wohnen. Das macht mir neben der quälenden Frage des "Warum so plötzlich?" am Meisten zu schaffen.
Könnt ihr irgendwelche Tipps geben? DANKE!
Da brauch ich eine Weile, um Antworten zu finden. Ich gebe Rückmeldung!