MisterPbody
Gast
ich habe in einem anderen Thread schon über die mögliche bevorstehende Trennung und die dann eingetretene Trennung geschrieben.
Daher möchte ich da im Detail nicht drauf eingehen. Wer sich einlesen will kann dies hier tun:
grosse-probleme-moegliche-trennung-nach-tod-des-vaters-t47439.html#p1447421
Aber wie jeder, der eine Trennung hinter sich hat, leide ich natürlich und stelle mir die Frage, ob ich loslassen oder kämpfen soll.
Ein kurzer Überblick zu meiner Situation:
Wir waren "nur" vier Monate in einer Beziehung. Eine Fernbeziehung (Wochenendbeziehung) um genau zu sein. Es ging relativ schnell mit uns. Aber wir waren sofort auf einer Wellenlänge. Dies spürten nicht nur wir, sondern auch unsere Freunde und Bekannten.
Wir hatten in dieser Zeit nie Probleme bzw. konnten wir bei Sorgen immer über alles sprechen.
So kam es, dass sie mir auch von ihrer schweren Kindheit, die auch psychisch behandelt wurde, erzählt (Essstärungen, Ängste), dass sie bereits verheiratet war und betrogen wurde und ihre letzte Beziehung auch durch Fremdgehen des Partners scheiterte. Ziemlich viel was da schief bzw. schlecht gelaufen ist. Aber ich liebte sie so wie sie ist, mit allen ihren Ecken und Kanten.
Ich erzählte auch von meinen Problemen und Ängsten. Wir schufen uns also eine Vertrauensbasis und schmiedeten Pläne für unsere Zukunft. Ich fühlte mich wohl, angekommen und spürte, dass sie diejenige ist (sein kann) mit der ich mein Leben verbringen möchte. Dies sagte und schrieb sie mir selber ebenfalls noch einige Tage vor der Trennung.
Die Schwierigkeiten, die letztendlich zur Trennung führten, fingen damit an, dass der Tag der Operation ihres kranken Vaters näher rückte. Ich spürte ihre innerliche Zurückgezogenheit und dass sie mehr in sich gekehrt war.
Als dann nur wenige Tage später ihr Vater verstarb, trat eine Ausnahmesituation ein. Sie wollte nicht, dass ich zu ihr komme, dass ich mich zurückhalte und dass sie Zeit braucht. Dies gönnte ich ihr natürlich und verstand dies auch.
Trotzdem kam nur wenige Tage später eine Nachricht, dass ich sie besuchen könne. Dass wir mal reden sollten.
An dem Tag des Besuchs teilte sie mir dann die Trennung mit. Mit der Begründung, dass sie für sich alleine sein will. Dass sie gemerkt hat, dass sie in der Beziehung selber nicht mehr glücklich ist, weil sie sich eingeschränkt und mit sich selber nicht gut fühlt. Dass sie nicht mit jemandem zusammenziehen will, sonder alleine wieder glücklich sein will und uns beiden so eine Beziehung nicht gut tun würde.
Das nach 3 Stunden fahrt hin. 1 Stunde reden. 3,5 Stunden Fahrt zurück.
Begründung klar. War natürlich ein Schock für mich und ich konnte die ersten Tage kaum richtig denken, geschweige denn beim Trennungsgespräch die richtigen Worte/Fragen finden.
Aber ich habe ihre Aussage akzepiert, sie auch im Kopf verstanden. Aber mein Verstand bekam und bekommt es immer noch nicht auf die Reihe, wie es so kommen konnte. Wie sie sich in so kurzer Zeit um 180 Grad drehen konnte und am Tag der Trennung so eiskalt und distanziert war.
Ich weiß, ich rede hier nur aus meiner Sicht. Und mir ist klar, dass die Ausnahmesituation sehr schwierig für sie war und ist, und auch ihre Vergangenheit sicher mit hereinspielt.
Aber wir waren wirklich ein Herz und eine Seele, konnten über alles reden. Wieso hat sie dann nicht im Vorfeld mit mir über ihre Zweifel gesprochen. Hat sie alles vergessen was wir hatten? Oder ist da noch Hoffnung?
Es fällt so schwer, wenn alles, an was ich zurückdenke gut und schön und richtig war. Und dann ist dies mit einem Male von ihrer Seite aus vorbei.
Dieser harte Cut ist es, den ich so krass finde und weswegen ich irgendwo auch noch Hoffnung und Willen für uns habe.
Es sind nun drei Wochen seit dem Trennungsgespräch um. Seitdem kein wirklicher Kontakt (nur einmal, weil ich ein Paket mit restlichen Sachen zugeschickt habe).
Ich sehe in WhatsApp auch, dass sie meine Nummer gelöscht hat (kein Profilbild mehr), oder vielleicht sogar gelöscht.
Ich hadere mit mir Loszulassen. Oder mich nochmal zu melden. Aber wann? Und wie?
Gibt es Hoffnung? Was ist ihre Meinung zu allem, zu uns?
Und wenn es nur ein letztes Goodbye ist. Denn der Abschied hat sich beim letzten Mal nicht würdig und gerecht angefühlt.