Manchmal_Hexe
Mitglied
- Beiträge:
- 313
- Danke erhalten:
- 850
- Mitglied seit:
heftige Geschichte, die du miterleben musstest. Vorweg: Ich finde dein Verhalten war sehr verantwortungsvoll und schutzorientiert!
Mit 16 ist es oftmals schon recht spät, um tiefere Erziehungsmaßnahmen zu vollziehen. Ja, man lernt ein ganzes Leben, aber ich denke nicht, dass Handyverbote usw. bei Stehlen langfristig etwas gebracht hätten.
Sinnvoller würde ich finden, herauszufinden warum er gestohlen hat, wofür er das Geld brauchte. Dann einen Job für nach der Schule besorgen, wenn er mehr Geld verbraucht als sein Taschengeld ist. Und daheim seine Schulden mittels Umsetzungsplan abarbeiten lassen, zum Beispiel durch Rasenmähen und Haushaltsgeschichten.
Deinen Erzählungen nach zu beurteilen, war das Verhalten des Jungen auch nicht mehr als altersgerechte Neugier einzuordnen, sondern ein grenzverletzendes Verhalten, was sofort abgeklärt werden muss. Super, dass du deine Tochter mit deinen dir gegeben Möglichkeiten bestmöglich geschützt hast!
Problematisch war die fehlende Aufarbeitungsbereitschaft der Mutter. Das Ausblenden und Leugnen hat den Schutz deiner Tochter und die notwendige Intervention bei ihrem Sohn verhindert. Dass die Beziehung gescheitert ist, finde ich nachvollziehbar. Ich verstehe auch, dass es dich weiterhin beschäftigt, aber du brauchst dir am Ende des Tages keine Vorwürfe zu machen, dass du nicht genug gemacht hast. Du hast alles gegeben, was du konntest, um dein Kind zu schützen. Und der Junge hätte professionelle Unterstützung gebraucht, die du ihm nicht geben konntest - auch seine Mutter nicht.