J_Eulenspiegel
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Mein letzte Beziehung war eine Patchworkfamilie, sie hatte ein Junge und ein Mädchen und bei mir kommt regelmäßig meine Tochter. Vor 6 Jahren - meine Tochter war 6, ihr Sohn 16, ihre Tochter 12 - gab es Probleme mit ihrem Sohn. Manchmal werde ich auf das Thema angesprochen und ich mache mir manchmal Gedanken darüber, mich würde eure Meinung dazu interessieren, wie ihr darauf reagiert hättet.
Ihr Sohn war sozial problematisch, er hat bei mir/uns oft Geld gestohlen, zum Teil habe ich es wieder zurück bekommen und zum Teil nicht - wird sicher 4 stellig sein was er im Laufe der Jahre gestohlen hat. Mit ihm konnte man nicht reden oder belohnen oder bestrafen (z.B. Handyverbot), das prallte einfach an ihm ab. Wenn er nichts sagen wollte, sagte er nichts. Nur so vorne weg.
Zur eigentlichen Geschichte, meine Tochter hat einen jüngeren Bruder und da hat sie ihrer Mutter beim wickeln gesagt, dass sie so einen P. schonmal in größer gesehen hat. Darauf hin wurde meine Ex-Frau hellhörig und hat meine Tochter einige Sachen gefragt, ohne zu große Aufmerksamkeit diesem Thema zu schenken. Dabei kam raus, dass sie beim abendlichen Gute Nacht sagen bei dem Jungen das mal gesehen hat. Der Sohn hat sie gefragt ob sie auch mal anfassen möchte und noch mehr in die Richtung, ich war zu diesem Zeitpunkt immer den Raum neben an und meine Tochter war immer nur ein paar Minuten bei ihm. Als das Thema bei mir angekommen ist, habe ich sofort den Kontakt zwischen den beiden unterbunden. Meine Ex-Freundin hat das Problem nicht verstanden. Meine Ex-Frau wollte ihn mehr oder weniger anzeigen ich ihm helfen. Da er ein "Problemkind" ist, habe ich mit den Ämter für einen freien Platz bei den schwererziehbaren Jugendlichen, also betreutes wohnen mit Psychologen etc. gesorgt. Meine Ex-Freundin wollte das nicht, macht doch aus dem nicht so ein großes Fass, wer weiß ob da jemals was war. Das braucht es doch alles nicht. Ich konnte mich durchsetzen und der Sohn von ihr musste ausziehen. Darunter hat natürlich die Beziehung gelitten.
Mir wurde das natürlich immer vorgeworfen, dass ich ihren Sohn von ihr getrennt habe. Sie hat das Thema einfach ausgeblendet und nie bearbeitet, 2 - 3 Jahre später wollte ich mit ihr zusammen zu einer Paar - Therapie gehen. Ihre Antwort war geh du hin, wenn es dir gut geht, dann ist bei uns auch wieder alles in Ordnung.
Ich habe die Therapie in Anspruch genommen und mich von ihr getrennt.
In meinem Freundeskreis gibt es viele unterschiedliche Meinungen, wie hättet ihr auf so eine Situation reagiert?
Das ist bei mir schon verarbeitet, dennoch denke ich manchmal noch daran, vor allem wenn ich eine neue Frau kennen lerne die einen Sohn hat. . Wobei ich natürlich nicht alle in eine Schublade stecke - garantiert nicht. Ich denke aber ihr könnt das nachvollziehen, dass man da etwas andere Gedanken hat.