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Liebe Leute, Ich habe mich vor zwei Wochen von IHM getrennt. Ich mache mir total Sorgen um ihn und frage mich ständig, ob es ihm gutgeht. Er ist psychisch labil und konsumiert auch verschiedene Stoffe. Jetzt kreisen meine Gedanken darum, dass er sich was antun könnte. Ich musste mir ständig Sorge um ihn machen, weil er sein Leben Null im Griff hatte. Und psychisch labil, wie gesagt. Jetzt habe ich mich getrennt und mache mir umso mehr sorgen. Hoffentlich gehts ihm gut. Hoffentlich verträgt er meine Abfuhr. Ja, ich liebe ihn auch noch. Aber das reicht manchmal nicht. Ist es normal, dass man nach einer Trennung solche Pseudo Panik schiebt und unbedingt wissen muss, ob es dem anderen gutgeht?
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#1
S
1-Satz_zeigt Mitglied
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Das ist Liebe - oder Verantwortungsgefühl
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#2
A
Pseudo Panik
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D
DieDirekte Mitglied
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Mitglied seit:
Liebe Pienats,
das was du beschreibst (kreisende Gedanken, Unruhe, sich viele oder ständig Sorgen machen um ihn) geht evtl. schon ein bisschen in Richtung "Co Abhängigkeit". Bitte google den Begriff, vielleicht erkennst du dich etwas darin wieder.
Du beschreibst, er ist labil und nimmt verschiedene Stoffe.
Da stellen sich die Fragen, geht es bei ihm schon Richtung S.ucht? Wie alt ist er denn? Hat er sonst sein Leben einigermaßen im Griff oder noch andere Probleme? Finanzen, Job?
Du hast ihn kennengelernt, warst mit ihm etwas zusammen. Dein Alarmsystem hat gesund angeschlagen, du hast die Konsequenzen gezogen und dich getrennt, weil Liebe eben nicht immer ausreicht.
Menschen mit S.uchtthemen können oft unglaublich sympathisch, anziehend und locker wirken. Und jeder Mensch hat auch generell gute und attraktive Seiten, Eigenschaften.
Jetzt hast du dich getrennt. Du kannst ihn nicht retten. Du bist auch nicht seine Retterin, Therapeutin, Krankenschwester oder sein ständiges Auffangbecken.
Er darf so leben, wie er will. Er ist erwachsen. Und wenn er wirklich möchte, kann er sich jederzeit Hilfe holen oder organisieren (Hausarzt, Suchtberatung, Selbsthilfegruppen, auch die Sanitäter wissen wo sie ihn hinfahren sollen). Aber er muss selbst wollen.
Schau‘ wieder auf deinen eigenen Weg, wenn möglich. Auf dich selbst. Auf deine eigenen schönen Dinge im Leben.
(Ich hoffe, ich kann dir mit meinen Sätzen, Impulsen, Wissen einen Millimeter weiterhelfen. Alles Liebe, alles Gute) 🌷
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P
Pienats Gast
Co-Abhängigkeit passt. Ich würde ihn am liebsten jetzt sofort anonym anrufen, nur um zu hören, ob es ihm gutgeht. Wenn er rangeht ist super! Aber ich kann ihn nicht kontrollieren, ich kann ihn nicht beschützen. Das ist nicht meine Aufgabe. Ich liebe ihn. Ich liebe ihn für seine Lockerheit. Für seine Unbekümmertheit. Für seinen tiefentspanntes Lächeln. Danke für deine tolle Antwort!
@pienats liebst du ihn auch für seine Labilität, den Substanzenmißbrauch und dafür, dass er sein Leben nicht im Griff hat?
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P
Pienats Gast
Seine Ruhe und Entspanntheit finde ich unglaublich anziehend. Ich sehne mich förmlich danach. Wahrscheinlich ist dies jedoch auf seinen Substanzmissbrauch zurückzuführen. Natürlich finde ich es weniger cool, dass er konsumiert etc. Deshalb habe ich ja auch Schluss gemacht. Ich kann ihn nicht beschützen vor sich selbst. Auch wenn ich ihn liebe.