Guten Morgen @Sajolu
ja mir tut das auch leid, wenn hier Menschen die nach Hilfe suchen dann plötzlich als die bösen Täter dargestellt werden.
Aber wie ich schon schrie, baue ich da dann darauf, dass du gut differenzieren kannst.
Ich glaube sogar, dass das eine deiner großen Stärken ist, sonst hättest du vermutlich auch mich deinen Job.
Ich muss aber auch sagen, dass ich mir das gestern abends durchgelesen habe und erstmal nicht wusste wie ich das jetzt einordnen soll.
Du darfst natürlich nicht vergessen, dass wir dich alle nicht kennen und nur aus dem was du schreibst oder wie du schreibst, darauf schließen müssen, wie oder wer du vielleicht bist.
Bei manchen ist das nach kurzer Zeit zu erkennen, wie du ja leider feststellen durftest, und man merkt, dass da etwas schwer im argen liegt.
Bei dir hatte ich aber das Gefühl, dass du sehr bedacht und klar damit umgehst.
Diese Klarheit und dieses sehr Beachte, ist etwas das man leider bei Menschen mit psychischen Problemen irgendwann lernt bzw lernen muss, da sonst keiner mehr in der Realität bleibt.
Man darf aber dabei nicht vergessen, dass das schon ein Teil der Co-Abhängigkeit ist.
Menschen mit Persönlichkeitsstörungen ziehen einen quasi in diese Abhängigkeit und das größten Teils durch Manipulation.
Diese läuft, meiner Meinung nach, gar nicht zwingend bewusst ab, gehört aber zum Muster.
Mir hat mal eine Borderlinerin wörtlich gesagt "du brauchst doch nicht glauben, dass der andere nicht weiß was er tut..." und genau das ist der Punkt.
Diese Menschen wissen was sie tun und wenn es nicht gerade in dem Augenblick ist, dann auf jeden Fall danach.
Sie wissen auch, dass mit ihnen etwas nicht stimmt, nehmen aber in Kauf, dass sie damit andere verletzen.
Manipulationen kommen diesem Menschen auch sehr entgegen, da sie so ein Gefühl von Kontrolle und auch Macht haben.
Somit ist bei ihnen ein Gefühl von Pseudosicherheit da, dass sie nicht verletzt werden können.
Wie so oft, stammt das meistens aus der Kindheit und lässt den Gedanken zu, dass sie vermutlich in der Familie wenig oder keinen Halt hatten.
Ich denke, dass dir das bekannt vorkommt, auch aus deiner Kindheit.
Zitat von Sajolu:Er hat viel erzählt von tiefen Verletzungen seiner Ex-Partnerinnen! Und von seiner Mutter! Er sagte, bisher war ihm keine Frau so viel wert wie ich! Immer wenn es schwierig wurde, hat er die Beziehung beendet und es kam eine andere...
Eigentlich habe ich dir genau das schon geschrieben.
So lange diese Menschen die Kontrolle haben ist alles "gut".
Werden deine Bedürfnisse wichtig, wirst du terrorisiert und wenn du leer bist ausgetauscht. Dann muss neues Futter her.
Vieles läuft da leider über eine verdrehte Wahrnehmung und deshalb kann es auch sein, dass er wirklich glaubt, dass seine Partnerinnen die Bösen waren.
Leider tendiere ich bei ihm aber in eine andere Richtung.
Natürlich nur anhand deiner Beschreibungen, aber bei ihm vermute ich, auch weil du ihn eher als stark und dominant beschrieben hast, zu einer anderen Theorie.
Zitat von Sajolu:Das Ende der Therapie war, dass ich gelernt habe diesen "Sack der Vergangenheit" fest zu verschließen. Er wird niemals aus meinem Leben verschwinden, aber er ist fest verschlossen und tut mir nicht mehr weh.
Ich denke, dass du diesen Sack ein Stück öffnen werden musst.
Du wirst hier auch nicht ganz ohne Verletzungen rausgehen.
Das weißt du ja auch und hast ja schon bemerkt wie weit das alles sich auf dich ausgewirkt hat.
Du hast dich schoneinmal befreit und ich glaube, dass es jetzt an der Zeit ist, dass du eine weitere Stufe, auf dem Weg zu dir, nehem wirst.
Alles Liebe