Ex-Mitglied
Gast
Mein Mann muss ich dazu sagen war schon immer etwas emotional distanziert zu mir. Er blockt auch gerne ab oder drückt sich um manche Themen einfach rum. Er sagt mir dann auch deutlich dass er darüber nicht sprechen möchte. Es hat mich auch nicht wirklich gestört. Ich meine jeder ist ja anders und geht anders mit manchen Dingen und Problemen um. War für mich ok. Wir waren dann 5 Jahre zusammen, waren sehr verliebt, hatten eine tolle Beziehung und dann kam knapp 2 Jahre nach unserer Hochzeit unser sohn. Alles war weiterhin wunderbar, alles in Ordnung. Kommunikation gut nicht super aber gut. Wir sind alle gut klar gekommen, dann kam aber was was unser Leben komplett auf den Kopf gestellt hat. Zumindest meinst weil ich bis heute nichts über seine Gefühle weiß. Also unser Sohn 3 Jahre alt war, wurde ich wieder schwanger. Es war ein Wunschkind von uns beiden. Wir wollten 2 Kinder haben. Dann das trauma. Das Kind verstarb mit 3 1/2 Monaten in meinem Bauch herzstillstand. Fehlgeburt- Was ein ganz schlimmes Wort ist. Unsere kleine Seele hatte sich verabschiedet, was mit sprichwörtlich den Boden unter den Füßen weggezogen hat. Ich war am Boden zerstört. Familie ist mir sehr wichtig und meine Kinder erst recht. Ich habe sehr lange gebraucht um damit klar zu kommen. Aber ok, wir haben am anfang geredet darüber, aber weiß bis heute nicht wie es ihm ging. Ich habe immer gefragt wie es ihm geht. Aber es war so dass er wohl trauert aber er hat das mit sich alleine ausgemacht. So mein Eindruck. Ich habe so oft gefragt wie geht es dir. Aber es kam nicht viel. Im Endeffekt war ich dann auch mit meinen Emotionen und Gefühlen alleine. Wenn ich heute 5 Jahre später versuche darüber mit ihm zu reden oder al todestag ne karte anzünden möchte bin ich derjenige der das alleine macht. Er denkt nicht mal dran oder vergisst die Tage und wundert sich dann wenn ich schlechte Laune Habe weil ich da alleine durch muss. Egal aber. Dann nach 1 Jahr haben wir es nochmal probiert. Wieder schwanger und nach 2 Monaten die nächste fehlgeburt. Diesmal war unser Gespräche dazu schon viel distanzierte. Ich wollte auch einfach nicht mehr nerven, hatte immer das gefühlt dass ich ihn nerve obwohl es unsere beiden Kinder waren. Er gab mir immer das Gefühl obwohl es bestimmt nicht so war dass ich die Kinder verloren hätte oder damit klar kommen müsste. Einmal.hatten wir si Streit, dass er irgendwann meinte, ich soll mal mit jemand anderem darüber reden nicht immer mit ihm. Was ok ist, aber wir haben noch nie richtig darüber geredet. Weder die Glaubensfragen was mit den Kindern wohl ist noch ob wir mit ihnen reden sollen beten usw. Habe dann mit Psychologen gesprochen und Pfarrer so bis miene antworten einigermaßen hatte und gut zurecht kam. Dann die Frage nochmal probieren
Ich wollte es gerne mit ihm zusammen entscheiden ob wir es nochmal probieren sollten weil wir ja so probleme hatten. Hatte auch kurz überlegt mich zu trennen weil ich gefühlsmäßig so alleine war. Dann haben wirs aber nochmal probiert, ich wurde endlich schwanger mit unserem 2 oder 4 kind. Das weiß ich bis heute noch nicht. Für mich sind es 4 für ihn 2. Es hat gehalten und unsere Tochter kam gesund auf die Welt. In der schwangerschaft musste viel liegen da Blutungen auftraten 2 Wochen im Krankenhaus und daheim 3 Monate. Was echt an meinen Nerven zog. Aber es hat gehalten. Da kam auch nicht viel, außer wie geht es dir körperlich. Nicht wie geht Es dir seelisch. Ich finde toll was du alles für unsere Kinder durchmachen, nichts in der Richtung. Es kam immer nur reg dich nicht auf Rede nicht über unsere Toten Kinder, die kleine könnte es im bauch hören. Also habe ich alles runter geschluckt. Aber sie kam dann gesund zur Welt. Es war alles gut.
Nur wir hatten ein Problem. Diese weite Distanz die sich gebildet hatte zwischen diesem ganzen emotionalen Chaos. Ich bin ein sehr ehrlicher emotionaler Mensch der sagt was er denkt und von ihm kommt halt nicht viel. Egal was jetzt ist im Alltag mit den Kindern. Er wünscht sich mehr nähe was mit einem 1 1/2 jährigen Kind schwierig ist. Es ist einfach sehr viel Raum zwischen uns. Ich habe auch einfach das Gefühl das das Vertrauen einfach sehr viel schaden genommen hat. Ich liebe ihn und er ist ein wirklich toller Mann und ein wirklich toller Papa. Aber dies emotionale Distanz oder anders gesagt wenn es schwieriges ist rennt er gerne davon und lässt mich alleine. Ich versuche es immer allen recht zu machen und dass ich mir viel Zeit für alle nehme, müssen ihm moment halt auch sehr viel getrennt machen, da der große mal etwas ohne die Schwester machen möchte und umgekehrt. Kommen als paar nicht alleine zu viel. Körperlich und emotional isz da so viel platz zwischen uns. Und ich weiß einfach nicht weiter. Ich wünsche mir so sehr dass es besser wird und funktioniert. Ich bin auch einfach nicht mehr der Mensch wie vor den fehlgeburten. Ich finde ich bin daran zwar erst zerbrochen, aber daran dann gewachsen aber er sieht es nicht. Er wirft mir nur immer vor dass ich jetzt so anders wäre. Aber was hat er erwartet wenn man 2 Kinder verliert. Ich bin so stolz auf mich dass ich es daraus geschafft habe und es hat mich soviel gelehrt, dass ich jetzt sehe was wichtig ist. Das ich zu schätzen weiß, was ich habe. Aber wir leben komplett jetzt unterschiedlich leben. Er hängt sie noch an Kleinigkeiten auf, während ich das große Ganze sehe. Können sie vielleicht meine situation einschätzen ?
Habe ich irgendetwas falsch gemacht habe ich zu wenig gekämpft für unsere Familie?
Vielen Dank für Ihre Einschätzung und vielleicht Ratschläge.