whataboutus
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Ich schäme mich fast, schon wieder einen Beitrag zu schreiben. Vor etwas mehr als einem Jahr war ich nämlich schon am gleichen Punkt: tieftraurig und im Tränenmeer in diesem Forum. Damals habt ihr mir sehr viel geholfen, über mich selbst nachzudenken, vielleicht hat der ein oder andere ja auch diesmal einen Denkanstoss.
Zum Hintergrund
Ich habe ihn (32) vor ziemlich genau einem Jahr kennengelernt, da war ich etwa 1,5 Monate Single. Er war gerade zurück aus dem Ausland und wir wollten uns deshalb gaaanz langsam kennenlernen. Aber es hat einfach gepasst, wir haben völlig gegen unsere Abmachung viel Zeit miteinander verbracht und uns die persönlichsten Dinge anvertraut. Wir waren offiziell aber nicht zusammen, weshalb er auch allen ernstes noch ein Date mit 'ner anderen vereinbart hatte. Er behauptet bis heute, es wäre eine alte Schulfreundin, er hätte kein romantisches Interesse an ihr gehabt. Irgendwann wurde mir alles zu bunt, ich fühlte mich zu wenig ernstgenommen und ich hab diese Halb-Beziehung beendet, weil ich entweder die einzige sein will oder gar keine. Das war letzten Sommer.
Das Zusammenkommen
Nach ca. 3 Wochen Trennung habe ich mich dann bei ihm gemeldet (ein Fehler, ich weiss!
Die aktuellen Probleme
- Ich hab dieses Wochenende Schluss gemacht. Er hatte versprochen, an einen für mich sehr wichtigen Termin mitzukommen. Er kam nicht, weil er bis morgens um 6 Uhr feiern war und deshalb den Zug verschlief. Ich war so enttäuscht, dass ich alles hingeworfen habe. Ich frage mich ehrlich gesagt, ob er ein Alk. hat. Normale Leute haben sich doch soweit im Griff, dass sie wissen, wann sie aufhören müssen zu trinken, um am nächsten Morgen einigermassen fit zu sein?
- Der Vorfall mit dem verpassten Zug ist nicht der einzige. Ich fragte mich schon davor, ob wir zusammenpassen. Das habe ich ihm auch gesagt. Ich bin sehr sportlich, er nicht. Ich bin sehr fleissig, er nicht.
- Neben dem eventuellen Alk. vermute ich noch weitere psychische Probleme bei ihm. Ich bin kein Arzt, aber er ist sehr antriebslos, launisch und seit Juni arbeitslos. Zudem denkt er immer, die Welt sei böse und er ist nie Schuld. Er hat mir immer wieder versprochen eine Therapie zu machen, aber hat er noch nicht gemacht bis jetzt.
- Der Tiefpunkt: Nachdem ich Schluss gemacht habe hat er meiner kleinen Schwester geschrieben, dass er traurig sei. Mehr nicht.
Wie weiter?
Ich habe die Beziehung nicht aus fehlender Liebe beendet, sondern weil ich einfach keine Kraft mehr hatte. Sein Verhalten hat mich zu oft verletzt. Er belagert mich jetzt auch wieder mit Nachrichten, dass ich alles wegschmeissen würde und ihm keine Chance liesse, sich zu bessern. Ich bin selber sehr traurig, aber er saugt mir sehr viel von meiner Energie weg. Ich finde eigentlich, dass Paare auch schlechte Zeiten durchstehen sollten. Aber ich bin wirklich an einem Punkt, wo es mir selbst wegen ihm nicht mehr gut geht.
Meine Fragen an euch:
- Denkt ihr, dass er sich irgendwann ändern wird/ kann, sodass eine funktionierende Beziehung möglich wäre?
- Wie schaffe ich es, die Trennung durchzuziehen, ohne ihn zu stark zu verletzen?
Danke falls sich das jemand durchgelesen hat

