mona59-1
Mitglied
- Beiträge:
- 325
- Themen:
- 17
- Danke erhalten:
- 71
- Mitglied seit:
möchte auf meinen anderen Beitrag verweisen - das ist der eigentliche Anlass für meine Gedanken.
also: siehe Bereich "Neuanfang & Single-Dasein"
Thema: "Komplimente - mit Vorsicht genießen - eine Warnung"
Ja viele Komplimente bekommen - über 9 Monate verteilt - auf Nachfrage die Antwort der Herr wolle ehrlich sein - er wolle nur S..
Hatte fast 3 Monate ein schmerzliches Gefühl - das dann nochmal 3 Monate sporadisch - jetzt ist das zum größten Teil erledigt.
Es geht mir darum, nicht jedes Risiko des Schmerzes zu vermeiden, sondern diesen etwas schneller wieder los zu werden. Natürlich ist auch wenn beide grundsätzlich wirklich an mehr interessiert sind, die Möglichkeit gegeben, dass man in der Kennenlernphase feststellt, das geht für den einen oder anderen doch nicht in Richtung Beziehung. Aber da gibt es eine Chance und ein beidseitiges Risiko, das ist die Chance mir schon wert.
Aber die obige Sache war es ja wirklich nicht wert - rationell betrachtet.
Habe mich in dieser Phase auch viel mit Büchern zum Thema Trennung und Loslassen beschäftigt. (auch wenn das nicht meine erste Trennung ist und auch ich schon in Situationen befand, dass sich jemand für mich interessierte, mit dem ich mir gar nichts vorstellen konnte)
Das ist wohl so, wie Epikur und so manche griechischen Philosophen das betrachten, dass die Ursache des Schmerzes unsere eigenen Bedürfnisse und Wünsche sind und nicht die Umstände.
Unter anderem fand ich eine Aussage recht zutreffend, dass die Erkenntnis der Tatsache eigentlich nur kurz schmerzt und der längere Schmerz an unserem Festhalten liegt.
Trotzdem fällt es mir schwer in solchen Situationen oder erst recht, wenn da wirklich ein mehr oder weniger langer Kennenlernprozeß dabei war, nicht in ein seelisches Loch zu fallen, in dem mich der Verlust des erhofften/erwünschten Glückes (das ich ja
wohl gar nicht hatte) schmerzt.
Sicherlich geht es mit etwas Selbsthypnose den Status zu beeinflussen, indem man sich, wenn sich die Gedanken im Kreise drehen, sagt "das ist nicht mehr wichtig", "das ist egal".
Das hatte sich bei mir im letzten Falle von alleine eingestellt
Einer Freundin hatte ich erzählt "der sagt mir erst, ihm würde gefallen, dass ich in der Wohnung neben an wohne und dann sagt er das er nur S. wolle - wie der sich das vorstellt" - bekam die Antwort "das müsste Dir in dem Falle dann egal sein". Nun ich wäre nie wegen so etwas in eine andere Etage gezogen (wir wohnen sowieso im selben Hochhaus-Block, das aber so groß ist, dass man Begegnungen gut vermeiden kann).
Diesen Satz hat mir mein Unterbewusstsein dann im richtigen Moment wieder präsentiert, als meine Gedanken immer wieder kreisten und ich wissen wollte, ob er wohl zu Hause sei - half es mir - mir zu sagen "das ist doch egal" und irgendwann fühlte es sich auch so an. - wohl ein Stück Autosuggestion
Atemübungen, Meditation und Konzentrationsübungen (3 x denken was sehe ich, 3 x denken was höre ich, 3x spüren was man fühlt - hilft einen wieder etwas mit den Gedanken in das Hier und Jetzt zu kommen - mit der Erweiterung noch 2 x denken was mochte ich nicht an ihm sehen - sehe ihn auf der Treppe stehen wie er mir das Antwortet - ich hasse das
Sicher kann ich vom Kopf versuchen, mich nicht einfach in jemanden zu verlieben, der kein eindeutiges Interesse daran zeigt, mich wirklich erst einmal kennenzulernen. Da sind aber auch meine Bedürfnisse und Wünsche, die wohl die Ursache für den Schmerz sind.
Ich frage mich, warum mich so eine Zurückweisung so sehr verletzt.
Das Gefühl auslöst, von niemanden wirklich geliebt zu werden. Die wohl im Moment wichtigste Frage ist für mich, wie viel von der Bedürftigkeit aus dem Gefühl fehlender Liebe in der Kindheit kommt und wie viel einfach normal ist und jeder in so einer Situation erlebt.
Habe schon einiges an Selbsterfahrung in jüngeren Jahren gemacht, habe im Moment aber nicht so richtig die Zeit dafür. Deshalb hoffe ich auf ein paar Gedankenanstöße von Euch.
Hat es jemand von Euch geschafft, so eine Tendenz der Gefühle (so leicht lange und tief verletzt zu sein) grundsätzlich in den Griff zu bekommen? (ich habe eigentlich kein Problem, mich von schwierigen Männern, die ich für Draufgänger halte und ähnliches, fern zu halten oder so eine Sache schnell zu beenden - das Problem ist eher, dass ich so lange an der Enttäuschung leide, wenn ich es zu spät merke und schon - manchmal zu früh - emotional engagiert bin)
Wie gesagt, es handelt sich weniger um akutes Problem als um ein langfristiges Thema, das mich jedoch sehr beschäftigt, weil es mich immer wieder mal im Leben viel Kraft kostet. Der Beitrag ist jetzt doch länger geworden, als gedacht.
Einen schönen Abend noch.