Zitat von Garibaldi:Sollen wir auch Mitleid mit Vergewaltigern und Grabschern haben, welche ja nur ihrem Trieb gefolgt sind ? Konnten ja nichts dafür.
Die Welt besteht aus Millionen Graunuancen und ist eben nicht schwarz-weiss.
Ich persönlich kenne erstaunlich wenige Vergewaltiger und Grabscher, mir ist in 50 Jahren kein einziger persönlich begegnet.
Aber Menschen, die zu gerne naschen, die das vergessene Geld im Auromaten einstecken, die die Pause überziehen, die manchmal lügen, davon kenne ich reichlich. Weil es Menschen sind, sie sind fehlbar, ich auch.
Ein Treubruch ist eine üble Sache, ich will das gar nicht bagatellisieren.
Aber jeder Fall ist ein Einzellfall, der genau betrachtet gehört.
Natürlich ist fremdgehen eine willentliche Entscheidung, ich behaupte ja gar nicht das Gegenteil.
Es ist ein willentliches Ausleben von Egoismus auf Kosten eines ahnungslosen Dritten, ja.
Entsprechend scheußlich sind die Folgen.
Wir reden an dieser Stelle aber von schnüffeln und aufs Glatteis führen.
Von Dingen, die noch gar nicht existieren, sie existieren bisher nur im Kopf.
Mit diesen fragwürdigen Methoden schade ich mir, denn ich verrate mich ja selbst und tue mir Gewalt an.
Der Betrüger hingegen verrät sich ebenfalls selbst und mich gleich mit, oft auch noch andere involvierten Personen, er trägt deshalb eine schwere Bürde, auch wenn sie ihm zunächst nicht bewusst ist.
Ganz ehrlich: wer auch immer betrügt und fremdgeht, glücklich ist dieser Mensch nicht.
Selbst wenn man ihm vergibt, rettet ihn das nicht, denn die einzige Instanz die zählt, ist derjenige selbst.
Ich mache mich jedenfalls nicht zu einem schlechten Menschen (in meiner Wertung), nur weil ich das dubiose Gefühl habe, an einen schlechten Menschen geraten zu sein.
Wo ist da die gesunde Logik?
Alleine ein solch mieses Gefühl sollte doch dafür sorgen, dass man sich zurück zieht?
Also ich würde das tun.