Zitat von KBR:
Das halte ich so pauschal nicht für richtig.
Wenn man jemanden liebt und das Elend nicht mehr sehen kann, ist es sogar gesund für sich selber, zu gehen und sich zu schützen.
Niemand muss sich für einen anderen aufgeben und man sollte sich selbst immer ein bisschen mehr lieben als einen anderen Menschen. Wenn er selber Depressionen hat, hat er massive eigene Probleme. Da können die Probleme des Anderen einfach auch zu viel werden.
Was Dich angeht, liebe TE, Du solltest Dich auch etwas mehr lieben als ihn. Ja, ich weiß, das ist ein Problem. Du schadest Dir selber nicht umsonst gesundheitlich, aber wirf ihm sein eigentlich gesundes und sich selbst schützendes Verhalten nicht vor.
Pauschalisierungen sind ja sowieso nie gut, meine eigene Erfahrung und die von vielen Personen hier im Forum zeigt aber, dass nicht Worte, sondern Taten zählen.
Habe ja geschrieben, wenn er sie noch liebt UND alles in Ordnung wäre, dann wäre er nicht gegangen. Und Tatsache ist, er ist gegangen, aus was für Gründen auch immer. Wenn er tatsächlich aus "Liebe" gegangen ist, um sich selbst zu schützen, dann hat er wiederum aber auch keine Möglichkeit mehr gesehen, dass ihr die Probleme (deine/seine/eure) gemeinsam lösen könnt in eurer Beziehung. D.h. er will die Beziehung so wie sie ist nicht mehr, ganz unabhängig von seinen Gefühle und Worten.
2-3 Wochen Kontaktsperre ändern an dieser Meinung und den Problemen noch nicht viel, da muss viel mehr Zeit vergehen, wenn ihr nochmals eine richtige Chance bekommen solltet. Ansonsten geht das ein paar Wochen gut und dann seid ihr wieder am selben Punkt. Das bringt weder ihm noch dir etwas!
Ein Beispiel: Meine Schwester hat vor einer gewissen Zeit viele Gefühle für einen Typen entwickelt, er auch für sie und sie waren dann ein paar Monate zusammen. Sie sind aber beide sehr dominante Charaktere und er hat noch gewisse Altlasten mit sich herumgetragen (was das genau war, weiss ich nicht, war aber für sie Grund genug, das Ganze zu beenden). Die Beziehung war dann ein sehr intensives auf und ab und schliesslich hat sie den Schlussstrich gezogen, trotzdem sie ihn geliebt hat und er sie auch noch, weil sie so einfach keine Zukunft gesehen hat. Er hat dann ein paar Wochen lang immer versucht sich zu entschuldigen, Kontakt aufzunehmen, etc. Sie blieb hart. Irgendwann hat er es akzeptiert.
Nun vor kurzem, ganze 9 Monate nach der Trennung und absoluter Kontaktsperre (!), hat er sich anscheinend wieder gemeldet und wollte was trinken gehen mit ihr. Das ist ne Zeitspanne, in der sich wirklich was ändern kann, ein paar Wochen sind nichts. Da hat er ihr erzählt, wie er an sich arbeitet, inkl. Therapie. Nun versuchen sie es nochmal, aber langsam, es ist zur Zeit eher ein neues kennen lernen, wie sie mir gesagt hat.