Zitat von QueenA: -Verletzungen, wenn nicht sogar Trauma aus meiner Beziehung davor
Jup, kann er nix dafür. Und nix dagegen. Feel you.
Möchte ich gar nicht sooo viel dazu sagen. Welche Unterstützung bräuchtest du? Ich würde da ganz genau hinschauen, und dann erst auf alles andere.
Zitat von QueenA: -mein Aspekt eine sehr gute Mutter sein zu wollen und das damit verbinde mir auch keinen Mann erlaube bis meine Kinder groß sind, denn es könnte schief gehen usw.
Feel you.
Ist der Grund, warum eine offene Beziehung seit Jahren nur für ihn offen ist.
Aber:
1. Deine Kinder SIND groß.
2. Das mit dem schief gehen würde ich auseinanderdividieren:
Das ist schlecht für die Kinder, wenn sie entweder eine große Bindung zum neuen Partner aufgebaut haben, bevor es zu sowas kommt würde ich auch zweimal hinschauen und ist für mich einer der Gründe, warum ich aktuell gar nicht mit einem neuen Mann zusammenziehen wollte; oder wenn sie merken dass die Mutter leidet, was sie jetzt auch so irgendwie mitbekommen dürften, außer dass sie es jetzt überhaupt nicht einordnen können, was wiederum eher schlecht ist.
3. Das wichtigste für die Kinder ist eine stabile, glückliche Mutter. Wenn dich eine gute Beziehung glücklich macht, wird das gut für die Kinder sein.
4. Kinder sind so viel stärker als mal denkt. Wenn man nicht von ihnen verlangt, Erwachsenenangelegenheiten mitzutragen, kommen sie schon klar. Meine Kinder kommen auch mit den Patchwork und offene Beziehungskram von mir und Exmann hervorragend klar.
5. Kinder lernen am Beispiel. Wie willst du ihnen vermitteln, ihr eigenes Glück zu verfolgen, wenn du selber alles vermeintlich für sie hinten anstellst? Möchtest du, dass irgendwann ausgesprochen oder unsausgesprochen, die Wehmut im Raum steht, dass du wegen ihnen dein Glück nicht verfolgt hast? Wie würden sie sich da fühlen?
Zitat von QueenA: -Verletzungen, kleine und große, die ich ihm und mir zugefügt habe, denn exakt, die Energie bringe ich rein, die Power, die Dramen (damit meine ich meine romantischen Vorstellungen in einer Enttäuschung zu erleben, weil er das alles gar nicht mag)
Wenn ich von meinem Exemplar auf deines schließen sollte, weiß er durchaus, dass er anders tickt, und weiß es durchaus zu schätzen, wenn du seine Besonderheit mitträgst.
Ich denke, das beste, was du für euch beide tun könntest wäre, seine Besonderheiten zu umarmen und zu lieben und als Stärken und Geschek zu sehen.
Zitat von QueenA: -keine öffentliche Fernbeziehung, ich rede darüber sehr wenig, denn die Geschichte davor hat alle mitgenommen (Familie, Freunde), dass ich niemanden mehr mit meinen Sachen / Scheitern behelligen mag
Jetzt wirds wirklich interessant.
Du leidest Mangel, weil der einzige Mensch, der dich zutiefst kennt, 500km weg ist.
Aber die Leute, die in deiner Nähe sind, die vermutlich sehr gerne für dich da wären und Nähe mit dir haben würden, die hältst du dir auf Armeslänge weg. Das ist ein bisschen unlogisch, findest du nicht?
Was bräuchtest du, dass du dich den Leuten öffnen könntest?
Was bräuchten die Leute, damit sie nicht überfordert sind, wenn du dich ihnen öffnest?
Wieder: vordergründig möchtest du Freunde und Familie schützen. Aber wie glaubst du, wie es ihnen geht, wenn sie erfahren/erstpüren, dass es dir soooo schlecht ging, und du ihnen nicht zugetraut hast, für dich da zu sein?
Überhaupt... Scheitern...
Einer meiner Lieblingssprüche: Warum ist eine Beziehung gescheitert, bloß weil beide lebendig aus der Sache herauskommen? Warum ist eine Beziehung, die über ein jarhzeht ging und sehr wichtig für dich (und vermutlich ihn war) gescheitert? Warum gescheitert?
Zitat von QueenA: -ich schreibe hier um es mir von der Seele zu reden, denn mein Herz tut echt weh, wollte schon vorher die Seelsorge anrufen, hab aber nicht direkt die Nummer gefunden (und ich bin vom Fach, aber mir selbst kann ich nicht helfen)
Hier geht es nicht immer supersensibel zu, aber jemand zum Quatschen ist fast immer da.
Versuch mal, dich deinen Freunden und deiner Familie zumindest ein stückweit zu öffnen. Muss ja nicht gleich von Null auf Hundert sein.
Zitat von QueenA: -ich möchte ihn nicht verlieren, aber ihm auch nicht hinterherlaufen, was ich heute morgen schon mit einer Nachricht gemacht habe „Ich habe gestern versucht rauszufinden, wo du stehst um einzuschätzen wir wir noch stehen. Da Du dann verärgert warst und ich darüber enttäuscht und über den Mangel an Versuch deinerseits, dass wir es hinbekommen, hatte ich nicht gedacht. Am Ende egal, denn du bist am loslassen und gut ist. Ich werde es dir nachtun. Ich wollte es nur nicht, wenn noch die Möglichkeit bestanden hätte zwischen uns zusammen zu sein.“
Tja, und dann zwei Stunden später um 8:49 h hau ich noch einen Raus: „lebst Du noch“
Bitte, nehme hier den Druck raus.
Ich schließe wieder von uns auf euch: Er ist zuverlässig für dich da. Er denkt gar nicht dran, die Beziehung zu beenden. Er gibt dir alles, was er dir geben kann. Und das ist sehr, sehr viel und sehr, sehr wertvoll. Er hat Grenzen. Dass du mehr brauchst, dafür kann er nichts. Für deinen Mangel kann er nichts.
Ich lass dir mal eine ganz, ganz dicke, lange, freundschaftliche Umarmung da.